Dichter und Denker

Marlen Haushofer: Schützende Wand vor der Dämonie der Idylle

Sie gilt als Vorläuferin der modernen Frauenliteratur. Das eigene, meist unglückliche Leben dient als Muster ihrer beklemmenden, beeindruckenden Romane.

Als „Schreibende am Küchentisch“ gilt Marlen Haushofer lange Zeit als Gegengewicht zu Bachmann.
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Als „Schreibende am Küchentisch“ gilt Marlen Haushofer lange Zeit als Gegengewicht zu Bachmann.
Als „Schreibende am Küchentisch“ gilt Marlen Haushofer lange Zeit als Gegengewicht zu Bachmann. – (c) Imagno / picturedesk.com

Zwei Frauen haben Marlen Haushofer populär gemacht: Als Elke Heidenreich im Herbst 2004 in ihrer Literatursendung „Lesen!“ ein Haushofer-Werk präsentiert und meint, es sei eines jener fünf Bücher, das sie nie mehr hergeben würde, klettert der mehr als vierzig Jahre zuvor geschriebene Roman „Die Wand“ nach ganz oben in den Bestsellerlisten. Zuvor ist das Buch, ihr dritter Roman, kein Erfolg und die oberösterreichische Schriftstellerin ist in der literarischen Öffentlichkeit nie gebührend gegenwärtig. Ihr Werk wird als Hausfrauenliteratur heruntergemacht.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.01.2018)

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