ORF zeigt ab 10. November "House of Cards"

Die vielgelobte Politthriller-Serie kommt doch in den ORF: Am 10. November intrigiert Kevin Spacey am späten Sonntagabend - im Zweikanalton.

Kevin Spacey in ''House of Cards''
Kevin Spacey in ''House of Cards''
Kevin Spacey in ''House of Cards'' – (c) Sony Pictures Television Inc. All Rights Reserved

Der ORF wurde viel gescholten, weil er bisher kaum eine der hochgelobten Qualitätsserien gezeigt hat. Doch nun holt man auf: Nach der dänischen Politserie "Borgen" hat der öffentlich-rechtliche Sender auch die US-Politthriller-Serie "House of Cards" eingekauft. Der Sendeplatz ist allerdings ein später: Ab 10. November zeigt ORF eins die Serie jeweils Sonntags um circa 23 Uhr, nach der Krimiserie "CSI: Vegas". Das gab der ORF am Dienstag bekannt. Der ORF wird die Serie sogar im Zweikanalton ausstrahlen, wie es aus dem Sender gegenüber "Die Presse" heißt. Noch nicht fix ist, ob "House of Cards" in Einzel- oder Doppelfolgen gezeigt wird.

"Wir freuen uns, unserem Fernsehpublikum mit 'House of Cards' ab 10. November ein ganz besonderes Serienhighlight als deutschsprachige Free-TV-Premiere präsentieren zu dürfen", so ORF-Film- und Serienchefin Andrea Bogad-Radatz. "Mit seiner ersten Eigenproduktion landete der US-Streaming-Anbieter Netflix in diesem Jahr nicht nur einen Überraschungserfolg bei Zuschauenden und Kritik, sondern setzt auch neue Maßstäbe in der Produktion von Qualitätsserien."

Kevin Spacey geht über Leichen

Oscar-Gewinner Kevin Spacey spielt in "House of Cards", das auf einer BBC-Serie basiert, den US-Kongressabgeordneten Francis Underwood, der bei seinem Machtstreben über Leichen geht. Robin Wright mimt seine Gattin, Newcomerin Kate Mara eine junge Journalistin.

Mächtig: Kevin Spacey spielt den US-Kongressabgeordneten Francis Underwood
Mächtig: Kevin Spacey spielt den US-Kongressabgeordneten Francis Underwood
Mächtig: Kevin Spacey spielt den US-Kongressabgeordneten Francis Underwood – (c) ORF

"House of Cards"-Regisseur David Fincher, der mit "Fight Club" einen weltweiten Erfolg feierte, hatte kürzlich einen Emmy für die beste Regie in der Kategorie Drama gewonnen. Drehbuchautor Beau Willimon kennt die Politwelt in Washington aus eigener Erfahrung: Er hat 2000 an Hillary Clintons Kampagne für ihre Wahl zur Senatorin mitgearbeitet.

Eine zweite Staffel wird derzeit gedreht, der US-Ausstrahlungstermin ist nicht bekannt, sie dürfte aber in Frühjahr zu sehen sein. Heimische Fans haben über den Bezahlsender Sky die Gelegenheit, diese Folgen bereits wenige Tage nach der US-Premiere zu sehen.

Alle 13 Folgen auf einen Schlag

Online-Videodienst Netflix, der die Serie produzierte, schlug auch bei der Distribution neue Wege ein. Denn das Unternehmen stellte im Februar alle 13 Folgen auf einmal online - und reagierte damit auf veränderte Sehgewohnheiten, dem Trend zum "binge viewing", das Schauen (oft ganzer Staffeln) am Stück.

(her)

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