ORF: Gehälter auf dem Küniglberg steigen

Die Betriebsräte erreichten für die ORF-Mitarbeiter eine Gehaltssteigerung von 1,9Prozent.

Die Gehälter der ORF-Mitarbeiter, die unter den Kollektivvertrag fallen, werden ab kommendem Jahr um 1,9Prozent steigen. Die Dienstnehmer erhalten außerdem eine Einmalzahlung von 250Euro. Darauf einigten sich die Geschäftsführung und die Personalvertreter bei ihrer Verhandlungsrunde am Mittwoch. Die Gehälter der Angestellten mit alten, besseren Verträgen steigen um 1,7Prozent, wobei die Differenz auf die KV-Gehälter für 2008 ebenfalls mit einer Einmalzahlung ausgeglichen wird. Beide Verhandlungsparteien bestätigten dieses Ergebnis.

„Unser Personalaufwand steigt damit von 370Millionen auf 374Millionen“, sagte ORF-Kommunikationschef Pius Strobl. Man liege damit unter dem Betrag, den die Geschäftsführung in der letzten Version des Finanzplans für den Gehaltsabschluss budgetiert hatte. „Wir liegen damit substanziell unter den Gehaltsabschlüssen anderer österreichischer Unternehmen von durchschnittlich 3,5 Prozent“, sagte Strobl. Es sei der Geschäftsführung ein Anliegen gewesen, ein deutliches Signal des Sparwillens zu zeigen.


Budget 2008 damit gesichert

Die Geschäftsführung lobte „die Bereitschaft der Personalvertretung, in diesen schwierigen Zeiten unter der Inflationsrate von 2,1Prozent abzuschließen“. Zentralbetriebsratsobmann Heinz Fiedler bezeichnete das Ergebnis als Kompromiss und als „letzte Position“, zu der man sich „nach einem mehr als mühsamen Ringen entschließen und den Generaldirektor bewegen konnte“.

Einer Zustimmung zum Budget 2008 bei der Sondersitzung des Stiftungsrats im Jänner dürfte damit nichts mehr im Wege stehen. Die Stiftungsräte hatten den Beschluss am vergangenen Donnerstag mit Hinweis auf den fehlenden Gehaltsabschluss vertagt. apa

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.12.2007)

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