Presserat: Jeannée verstieß wieder gegen Ehrenkodex

Der "Krone"-Journalist nannte Eugen Freund und Gabriele Heinisch-Hosek als "Polit-Furunkel". Das sei "menschenverachtend", so der Presserat.

(c) Die Presse (Michaela Bruckberger)

"Krone"-Kolumnist Michael Jeannée ist ein journalistischer Wiederholungstäter: Er hat erneut gegen den Ehrenkodex des Presserats gestoßen, zum bereits sechsten Mal in den vergangenen zweieinhalb Jahren. In seiner Glosse vom 11. Mai hatte er den nunmehrigen EU-Abgeordneten Eugen Freund und Ministerin Gabriele Heinisch-Hosek (beide SPÖ) als "Polit-Furunkel" bezeichnet. Nach Auffassung des Presserates verletzt eine derartige Bezeichnung die Persönlichkeitssphäre der Politiker und diffamiere sowie verunglimpfe sie.

Auch mit der in Kommentaren besonders weitreichenden Presse- und Meinungsfreiheit sei "eine derartige drastische Äußerung" nicht zu rechtfertigen. Dabei handle es sich um "grobe und menschenverachtende Herabsetzungen".

Das Verfahren hat der Presserat im vorliegenden Fall auf eigene Initiative durchgeführt. Die Medieninhaberin der "Kronen Zeitung" hat von der Möglichkeit, daran teilzunehmen, nicht Gebrauch gemacht. Die "Krone" ist bis dato nicht Mitglied im Presserat.

>> Langtext der Entscheidung: www.presserat.at

(APA)

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