"Österreich"-Geschäftsführer Gert Edlinger geht

Gert Edlinger, einer der vier Geschäftsführer von Fellners Tageszeitung, legte seine Funktion mit Oktober zurück.

 

„Ja, das ist richtig. Am 1. Oktober habe ich das Unternehmen aus eigenen Stücken verlassen und die Geschäftsführung zurückgelegt", bestätigte Gert Edlinger am Donnerstag Informationen der „Presse", wonach er nicht mehr für die Tageszeitung „Österreich" arbeite. Mehr dürfe, könne und wolle er dazu derzeit nicht sagen. Man hört aber, er habe sich nicht im Guten von dem Unternehmen getrennt. In der Branche und in Wolfgang Fellners Tageszeitung wird momentan das Gerücht verbreitet, Edlinger sei im Krankenstand.

Gut vier Jahre lang war Edlinger „dabei" gewesen - doch seine Arbeit für Fellner begann er schon kurz nach der „News"-Gründung (1992). Anfang des neuen Jahrtausends wechselte er zur Styria Medien AG („Kleine Zeitung", „Wirtschaftsblatt", „Presse"), war dort für Medienprojekte in Südosteuropa zuständig. Vor vier Jahren aber warb Fellner - Edlinger wurde immer wieder als einer seiner engsten Mitarbeiter und Vertrauten beschrieben - ihn von der Styria zurück, für „Österreich", das schließlich im Herbst 2006 startete.

Fellner: „Offen" für Edlinger als Berater

Nun erklärt Fellner der „Presse": Sein langjähriger, enger Mitarbeiter sei „auf eigenen Wunsch gegangen. Er will sich neuen Ufern zuwenden oder eine Auszeit nehmen. Ich bin ihm extrem dankbar, weil er das großartig aufgebaut, Super-Arbeit geleistet hat." So gute Arbeit, dass Fellner selbst „offen" für ein Engagement Edlingers in anderer Form sei: etwa als Berater, sagt er.

Alles sei eitel Wonne: „Wir sind der Meinung, dass wir die Geschäftsführung auf drei Personen beschränken - mehr ist letztendlich nicht wirklich sinnvoll." Wolfgang Zekert betreue demnach die Bereiche Verwaltung und Vertrieb, Conny Absenger Anzeigen und Marketing, Fellner selbst wirke als redaktioneller Geschäftsführer. Edlinger sei schon vor dem 31. August, den Fellner als Edlingers Austrittsdatum nennt, länger im Krankenstand gewesen - die Dreier-Geschäftsführung habe sich da bereits bewährt. „Wir hatten anfangs sechs Geschäftsführer, das war wichtig, weil sich alles im Aufbau befand. Gert war etwa für den Newsroom und das Redaktionssystem zuständig. Jetzt, wo das rennt", habe Edlinger sich unterfordert gefühlt, so Fellner.

 

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