ORF: Zukunft des ORF im „super Internet“

Internet-Plattform soll Ideen für ORF-Online-Zukunft sammeln.

(c) Die Presse (Michaela Bruckberger)

Nach den umstrittenen Internet-Aussagen von ORF-Programmdirektor Wolfgang Lorenz beim Elevate-Festival flaut der Protest auf der als Folge eingerichteten Internet-Plattform „scheissinternet.at“ langsam ab. Jetzt soll die Diskussion auf eine neue, konstruktivere Ebene gehoben werden. Gemeinsam mit der Fachhochschule Joanneum haben die Initiatoren des Elevate-Festivals um Daniel Erlacher eine neue Plattform geschaffen. Unter dem Namen superinternet.at will man beweisen, „dass die Internet-Generation auch konstruktiv Kritik üben kann“, so Erlacher. Internet-Usern wird eine Plattform geboten, Ideen für die Netzzukunft des ORF einzubringen.

Beim ORF will man sich der neuen Diskussion nicht verschließen. Online-Geschäftsführer Karl Pachner erhofft sich von der neuen Plattform einen demokratischen Input-Lieferanten und eine neue Form für öffentliche Programmkritik. „Über die genauen Methoden werden wir noch diskutieren“, sagt er gegenüber der „Presse“. Für neue Programmformate, wie die zuletzt von der ARD vorgestellten „Tagesthemen interaktiv“, sieht Pachner jedenfalls keine Zukunft. Man könne jedoch die Planung von neuen Formaten mit Hilfe der Feedback-Funktionen im Internet optimieren.

In einem internen Schreiben erklärt Pachner: „Ich bin auch gerne bereit, zu einem späteren Zeitpunkt an einem Workshop teilzunehmen, der erste Zwischenergebnisse der nun angestoßenen Diskussion evaluiert.“ Nach der Neugestaltung der Futurezone soll mit Jahresbeginn ferner die Homepage von FM4 einen Relaunch erleben. Auch „Video on demand“ wird voraussichtlich im Laufe 2009 Jahres ausgebaut werden.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.11.2008)

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