Starmania IV: Oliver Wimmer gewinnt das Finale

Drei Finalisten standen zur Wahl. Der 17-jährige Oliver Wimmer setzte sich im Finale der vierten Staffel gegen Silvia Strasser und Maria Rerych durch.

Silvia Strasser, Oliva Wimmer und Maria Rerych
Silvia Strasser, Oliva Wimmer und Maria Rerych
(c) ORF

Der 17-jährige Oliver Wimmer ist Sieger der vierten Staffel des ORF-Castingbewerbs "Starmania". Der Burgenländer setzte sich am Freitag mit 53,5 Prozent der Stimmen gegen die zweitplatzierte Silvia Strasser durch, obwohl ihm bei der entscheidenden Performance des beim Finale uraufgeführten Poprock-Songs "Blown Away" die live gespielte Gitarre ausfiel. Der Sieg selbst sei ihm nicht so wichtig gewesen, sagte Oliver nach dem Finale. Schon vor der Show habe er sich gemeinsam mit Silvia und Maria "als Sieger gefühlt".

Alkbottle-Sänger als Fan

Juror und Alkbottle-FrontmanRoman Gregory brachte auf den Punkt, was auch die Mehrzahl der Starmania-Seher empfand: "Oliver, ich bin dein Fan." Im entscheidenden Voting konnte Oliver 53,5 Prozent der Publikumsstimmen auf sich verzeichnen, die Zweitplatzierte Silvia 46,5 Prozent. Das Ausscheiden von Maria in der ersten Runde war knapp, sie lag mit 27,2 Prozent nur sechs Prozentpunkte hinter Silvia (33,4 Prozent).

Mit Stiltreue zum Sieg

Mit "Blown Away" blieb Oliver dem Stil von Coldplay, deren "Viva La Vida" er in der ersten Runde des Abends sang, treu und konnte seine höchste Saalwertung (9,8) erzielen. Der letzte Song im Finale sollte andeuten, in welche musikalische Richtung der vom ORF ausgerufene "Star des Jahres" gehen will, und auch die erste Single sein. Die 18-jährige Silvia aus Niederösterreich legte zum Abschluss viel Pathos in die gefühlvolle Ballade "Skin Deep", erzielte aber nur ein Saalvoting-Ergebnis von 8,6.

Alle zufrieden mit Oliver

ORF-Programmdirektor Wolfgang Lorenz zeigte sich nach der Show mit dem Voting der Zuseher "sehr zufrieden": "Oliver ist für einen Popstar aufgestellt und wird ganz sicher Karriere machen", sagte er zur APA. Auch Produzent Thomas Rabitsch meinte: "Dafür hat sich Starmania ausgezahlt. Der Oliver hat's drauf. Er ist 17 Jahre, extrem musikalisch. Der wird seinen Weg gehen." Ein Problem für talentierte Musiker sei der "sehr kleine" österreichische Popmarkt - "da braucht es eine Reihe an Zufällen", um den Durchbruch endgültig zu schaffen, so Rabitsch. Produzent Markus Spiegel sah im APA-Gespräch die "Möglichkeit", dass Oliver der "erste Teenie-Popstar in Österreich mit intellektuellem Hintergrund" werden könnte. "Ich glaube an Oliver, und lasse mich vom Gegenteil überraschen", sagte Spiegel.

Selbsterklärende Sinnhaftigkeit

"Solchen jungen Menschen eine Chance zu geben, ist der Sinn solcher Shows. Die Sinnhaftigkeit erklärt sich also von selbst", unterstrich Lorenz. Die Quoten seien ihm gemessen daran "wurscht". Denn "wenn man sich den Sieger anschaut, kann man nicht sagen, 'Starmania' habe sich nicht gelohnt", meinte Lorenz. Eine solche "Nachwuchsarbeit" könne man nicht an Quoten messen, sagte Lorenz, wenngleich er einräumte, dass "gewisse Formate eine Auslaufzeit haben". Dazu zählt der Programmdirektor Shows wie "Starmania" und "Dancing Stars", wobei er davon überzeugt ist, dass die bald startende Staffel von "Dancing Stars" noch einmal ein Erfolg werden kann.

Erster Nicht-Tiroler

Mit dem Sieg von Oliver wurde eine Starmania-Tradition gebrochen: Erstmals kam der Sieger nicht aus Tirol, die bisherigen Gewinner Michael Tschuggnall, Verena Pötzl und Nadine Beiler sind alle Tiroler. Aber, wie die Starmania-Zweite Christina Stürmer vormachte, könnten auch Nicht-Erstplatzierte im Musikgeschäft Fuß fassen, sagten Lorenz und Rabitsch: Silvias Zukunft sieht Lorenz im Volksmusik-Genre und Maria könnte sich im Musical-Bereich etablieren. "Insofern hat die Staffel drei Sieger." Auch Rabitsch sagt: "Silvia ist ein Märchen. Man braucht Starmania nicht gewinnen, um ein Star zu werden.". Auf die Frage, ob man aber ein Star werden kann, wenn man Starmania gewinnt, sagte er: "Das werden wir jetzt sehen."

(APA)

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