Top-Reichweite: 302.000 „Die Presse“-Leser täglich

Media-Analyse. „Presse“ und „Presse am Sonntag“ landen mit 4,2 bzw. sogar 4,9 Prozent Reichweite im Qualitätssegment im Spitzenfeld. Die „Krone“ hat ihre Vormachtstellung in „Wien“ und „Salzburg“ verloren.

(c) Die Presse/Michaela Bruckberger

Wenn es um die Lesefreudigkeit der Österreicher geht, zeigt sich eines: Hier wird noch immer mehr Zeitung gelesen als in den meisten anderen Ländern weltweit. Wie intensiv die Printmedien genutzt werden, zeigt sich in der Media-Analyse: 69,2 Prozent der Österreicher lesen demnach täglich Zeitung – das sind über fünf Millionen Menschen. Am Donnerstag wurde das Ergebnis der Reichweitenmessung für das Jahr 2014 präsentiert – und dabei zeigte sich einmal mehr, dass „Die Presse“ und „Die Presse am Sonntag“ zum Spitzenfeld der heimischen Qualitätspresse gehören: Mit täglich 302.000 Lesern erzielt „Die Presse“ eine Reichweite von 4,2 Prozent. Zur Sonntagsausgabe, die am kommenden Wochenende mit einer umfangreichen Jubiläumsausgabe ihr sechsjähriges Bestehen feiert, greifen sogar noch mehr Menschen: Sie hatte im Jahresschnitt jeden Sonntag 358.000 Leser, was einer Reichweite von 4,9 Prozent entspricht.

Auch von der jungen Zielgruppe werden „Die Presse“ und „Die Presse am Sonntag“ gern angenommen: Bei den 20- bis 29-Jährigen erzielte „Die Presse“ 3,8 Prozent Reichweite, auch „Die Presse am Sonntag“ schnitt mit 4,3 Prozent in dieser Zielgruppe hervorragend ab. Sehr geschätzt wird die Sonntagsausgabe in Wien: Jedes Wochenende greifen hier 149.000 Menschen zu – damit liest jeder zehnte Wiener die „Presse am Sonntag“. Wie schon in den vergangenen Jahren kamen die beiden Zeitungen vor allem in ihrer Kernzielgruppe sehr gut an: Je höher das persönliche Nettoeinkommen und je besser gebildet jemand ist, desto eher greift diese Person zur „Presse“: Bei Akademikern lag die Reichweite 2014 bei 12,3 Prozent, bei Personen mit einem persönlichen Nettoeinkommen von mehr als 3000 Euro sogar bei 14,3 Prozent.

Leser greifen 2,6 Mal zu jeder „Presse“

Die Leser werfen aber nicht nur einen kurzen Blick in die Zeitung. Vielmehr wird jedes Exemplar eines Print-Titels von derselben Person mehrmals zur Hand genommen, womit auch „jedes Inserat die Chance hat, mehrmals gesehen zu werden“, heißt es in der Aussendung des Vereins Media-Analysen. Laut einem dort aufgestellten Ranking der Tageszeitungen wird keine Zeitung öfter zur Hand genommen als „Die Presse“ und „Der Standard“: Jeder Leser nimmt jede Ausgabe im Durchschnitt 2,6 Mal zur Hand. Zum Vergleich: Die „Kronen Zeitung“ erzielt bei ihren Lesern 2,2 Blattkontakte pro Ausgabe. Die Gratistitel werden deutlich weniger intensiv genutzt: „Heute“ und „Österreich“ haben im Durchschnitt 1,9 Blattkontakte.

Größte Tageszeitung bundesweit ist weiterhin die „Kronen Zeitung“ mit 31,6 Prozent Reichweite (2,285 Mio. Leser). Zwar können wegen einer Methodenumstellung die aktuellen Ergebnisse der Media-Analyse nicht mit früheren Daten verglichen werden, jedoch zeigt sich, dass die „Krone“ in den vergangenen Jahren Terrain an den Gratisboulevard verloren hat und nur mehr in drei von neun Bundesländern (NÖ, Burgenland, OÖ) größte Tageszeitung ist. In Wien wurde die „Krone“ (mit 24,3 Prozent Reichweite) von „Heute“ (35,4 Prozent) überholt, im Land Salzburg erzielte sie 38,1 Prozent – weniger als die „SN“ (38,7 Prozent).

Die Gratiszeitung „Heute“ liegt im nationalen Ranking mit 13,8 Prozent Reichweite (1,002 Mio. Leser) auf Platz zwei hinter der „Krone“. Die „Kleine Zeitung“ erzielte 11,9 Prozent Reichweite (864.000 Leser), das Gratisblatt „Österreich“ liegt bei 9,5 Prozent (685.000 Leser), der „Kurier“ erreichte 8,2 Prozent (591.000 Leser), gefolgt von „Standard“ (5,7 Prozent/410.000), „OÖN“ (5,5 Prozent/397.000), „TT“ (4,1 Prozent/299.000), „SN“ (3,9 Prozent/285.000 Leser), „Vorarlberger Nachrichten“ (2,1 Prozent/154.000), „Wirtschaftsblatt“ (0,9 Prozent/64.000) und „Neue Vorarlberger Tageszeitung“ (0,6 Prozent/43.000 Leser). (i. w./APA)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 27.03.2015)

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