"Kurier" muss drei Millionen Euro einsparen

Die Tageszeitung bekommt eine neue Organisationsstruktur. Bis Ende 2017 sollen so rund drei Millionen Euro eingespart werden. Was das für die Anzahl der Mitarbeiter bedeutet, ist noch unklar.

Der Aufsichtsrat des "Kurier" hat diese Woche eine Restrukturierung der Tageszeitung beschlossen. "Ja, es ist richtig, dass es in unserem Haus Überlegungen zu einer grundsätzlichen Veränderung der Organisationsstruktur und auch neuer Arbeitsverteilung sowie Produktionsabläufe gibt", bestätigte der Geschäftsführer des "Kurier", Thomas Kralinger, der "Presse". Ziel sei es, für die Änderung des Medienkonsumverhaltens besser und zukunftsträchtig aufgestellt zu sein.

Als Vorbild dienten internationale Medienhäuser wie "Die Welt" oder der "Guardian", berichtete die APA. Die Arbeitsabläufe würden an den digitalen Wandel angepasst werden. Im Zusammenhang damit werde derzeit auch an einer Analyse zu möglichen Änderungen in der Ressortstruktur und Ressortzusammenarbeit sowie zur Buchstruktur der Zeitung gearbeitet.

Die neuen Strukturen und Arbeitsweisen, sollen auch dazu beitragen, die Kosten der Tageszeitung nachhaltig zu reduzieren. Bis Ende 2017 sollen rund drei Millionen Euro eingespart werden. "Welche Auswirkungen dies auf die Mitarbeiteranzahl haben wird, ist zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht zu beantworten", so Kralinger. Ein Sozialplan und eine Mitarbeiterstiftung könnten die Maßnahmen begleiten, wie es aus internen Kreisen hieß.

Vor einigen Wochen erst wurde bekannt, dass der „Kurier“ auch verpflichtet sein könnte, für Verluste der Verlagsgruppe News, an der er 25,3 Prozent hält, aufzukommen. Laut „Standard“ handelt es sich dabei um ein Minus von bis zu neun Millionen Euro.

(APA/Red.)

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