"Terror" ist für den ORF ein Quotenerfolg

Durchschnittlich 849.000 Menschen sahen bei dem TV-Event nach einem Stück von Ferdinand von Schirach zu. Die Mehrheit stimmte für "Nicht schuldig".

Terror - Ihr Urteil
Terror - Ihr Urteil
Martina Gedeck in ''Terror'' – (c) ORF (Julia Terjung)

Viele Fernsehzuschauer haben im ORF das TV-Projekt "Terror" nach Ferdinand von Schirachs Stück verfolgt. Dieses konnte am Montagabend in ORF 2 hohe Einschaltquoten verbuchen. Den Fernsehfilm sahen im Schnitt 849.000 Menschen, was einem Marktanteil von 28 Prozent entsprach. Und selbst die anschließende Diskussion "Am Schauplatz Gericht spezial" kam mit 778.000 Sehern auf einen Marktanteil von 34 Prozent.

Auch in der ARD, wo das TV-Event zeitgleich ausgestrahlt wurde, konnte man sich über hohe Quoten freuen. Mit 6,88 Millionen Zuschauern beim Fernsehfilm lag die ARD am Montagabend beim Publikum vorn. Der Marktanteil betrug 20,2 Prozent. Bei der Diskussionsrunde der ARD, einer Sondersendung von "Hart aber fair", schalteten 6,31 Millionen Menschen ein - was einem Marktanteil von 22,5 Prozent entsprach.

Im Schweizer Sender SRF versammelten sich für den Film im Schnitt 349.000 Menschen vor dem Fernseher - was einem Marktanteil von 19,4 Prozent entsprach. Die folgende Diskussionsrunde "Arena Spezial" kam mit durchschnittliche 228.000 Seher auf einen Marktanteil von 18,8 Prozent.

Fast 87 Prozent stimmten für "nicht schuldig"

86,9 Prozent der ORF-2-Seher haben sich entschieden, die Hauptfigur der Verfilmung von Ferdinand von Schirachs Theaterstück freigehen zu lassen. 13,1 Prozent votierten hingegen dafür, dass der Luftwaffenpilot nach dem Abschuss einer entführten Passagiermaschine zur Rettung eines voll besetzten Stadions schuldig gesprochen wird.

Am Televoting, bei dem über die Frage abgestimmt wurde, ob ein Kampfpilot nach dem Abschuss einer entführten Passagiermaschine schuldig gesprochen wird, beteiligten sich 73.000 Menschen.

Damit fiel die Entscheidung des österreichischen Publikums analog zu jener der deutschen und des schweizerischen TV-Gemeinde aus, wo der Fernsehfilm mit Florian David Fitz, Martina Gedeck und Burghart Klaußner in den Hauptrollen parallel ausgestrahlt wurde.

In der Schweiz ging Abstimmung etwas anders aus

In Deutschland stimmten exakt wie in Österreich 86,9 Prozent der Televoter für "Nicht Schuldig", in der Schweiz mit 84 Prozent leicht weniger.

Gemäß dem Urteil der TV-Freunde wurde deshalb in ORF 2, ARD und SRF die entsprechend Fassung des Filmendes ausgestrahlt, bevor im Anschluss mittels Diskussionsrunden der Fall aufgearbeitet wurde. In ORF 2 war dazu neben der Rechtsphilosophin Elisabeth Holzleithner, Luftwaffenchef Karl Gruber und dem Verfassungsjuristen Heinz Mayer auch Justizminister Wolfgang Brandstetter (ÖVP) geladen.

>> "Terror" in der TV-Thek inklusive des alternativen Endes unter http://tvthek.orf.at/

 

 

(APA)

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