NZZ.at wird eingestellt

Der Online-Österreich-Ableger der "Neuen Zürcher Zeitung" wird mit Ende April eingestellt, denn NZZ.at habe "seine Ziele im Markt nicht erreicht".

NZZ.at wird mit Ende April eingestellt. Das Ende des Online-Österreich-Ablegers der "Neuen Zürcher Zeitung" wurde heute auf der Website bekannt gegeben. In einem Brief an die Abonnenten heißt es, NZZ.at habe "seine Ziele im Markt nicht erreicht". Die Internationalisierungsstrategie wolle die NZZ-Mediengruppe fortsetzen, auch der Standort Wien werde beibehalten. Fünf der zwölf Mitarbeiter werden bis Ende September gekündigt, die restlichen sieben sollen andere Aufgaben für die Gruppe übernehmen, hieß es gegenüber der APA.

"Mit viel Herzblut und einem engagierten Team haben wir als Erste in Österreich ein digitales Bezahlangebot lanciert. Wir haben das Produkt mehrmals weiterentwickelt, dennoch blieb es hinter unseren Erwartungen", wird Veit Dengler, CEO der NZZ-Mediengruppe zitiert. "Wir haben bei NZZ.at viel gelernt über digitale Produktinnovation", so Anita Zielina, Leiterin Digitale Produkte. "Innovation heißt auch, Dinge zu beenden, die nicht funktionieren."

Im Jänner 2015 war NZZ.at gestartet, mit Michael Fleischhacker, früher "Presse"-Chefredakteur, als Leiter. Fleischhacker, der nun für Red Bull Media eine multimediale Rechercheplattform startet, gab die Chefredaktion im September 2016 an Lukas Sustala ab. Die Plattform und setzte ganz auf bezahlte Online-Abos. Die hohen Erwartungen konnte das Projekt nie erfüllen. Bereits vor einem Jahr wurden neun von 25 Mitarbeitern abgebaut und die Technik nach Zürich verlagert. Noch im Spätherbst hatte Dengler betont, trotzdem an dem Österreich-Ableger festhalten zu wollen. 

(Red.)

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