„Krone“ erscheint ohne die Nackte

#metoo-Debatte: Zumindest die Print-„Krone“ zeigt sich züchtig. Online bleibt man hingegen bei dem Motto „Sex sells“.

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Symbolbild. – (c) Michaela Bruckberger

„Ziemlich dramatisch posiert hier Olivia vor dem Oldtimer ihres Freundes“, las man Samstag neben einem Foto von einem Oben-ohne-Model in der „Krone“. Sonntag zeigte das traditionelle Nacktfoto eine Frau im Spitzenbody, Dienstag und Mittwoch waren es züchtige Laufstegfotos, auf denen der Hut der größte Hingucker war. Was war passiert?

„Heute“ zitiert „Krone“-Chef Christoph Dichand, der einräumt, es gebe „immer wieder Zeiträume, in denen solche Bilder in den Hintergrund geraten“. Mit der #metoo-Diskussion scheint so ein Zeitpunkt gekommen zu sein.

Am Freitag warf Dichand auch eine Kolumne von Michael Jeannée aus der Zeitung, in der sich dieser mit dem der sexuellen Belästigung bezichtigten Schauspieler Dustin Hoffmann solidarisiert hatte. Online bleibt die „Krone“ aber beim Motto „Sex sells“: Das „Girl des Tages“ war auch gestern wieder oben ohne. (i. w.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.11.2017)

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