Journalistenausbildner Meinrad Rahofer gestorben

Der Geschäftsführer des Kuratoriums für Journalistenausbildung ist unerwartet mit 54 Jahren gestorben. Rahofer setzte sich für die Förderung des Nachwuchses und Qualität im Journalismus ein.

Meinrad Rahofer
Meinrad Rahofer
(c) APA/Kuratorium fŸr Journalistena (Kuratorium fŸr Journalistenausbi)

Meinrad Rahofer, Geschäftsführer des Kuratoriums für Journalistenausbildung (KfJ) in Salzburg, ist am Freitag mit 54 Jahren unerwartet gestorben. Das teilte das KfJ gegenüber der mit. Rahofer war 20 Jahre in der Journalistenausbildung tätig und hat sich bei der Förderung des journalistischen Nachwuchses in Österreicher große Verdienste erworben, für die er auch etliche Auszeichnungen erhielt. Er war auch Mitinitiator und erster Vorsitzender des Vereins Initiative Qualität im Journalismus.

Das Team und der Vorstand des Kuratoriums für Journalistenausbildung zeigten sich in einer ersten Reaktion tief betroffen über das Ableben Rahofers: "Der österreichische Journalismus hat einen Kämpfer für Qualität und hohe Standards verloren", hieß es aus Salzburg.

Vom Lehrling zum Lehrer

Rahofer wurde am 1. Februar am 1956 in Frankenmarkt in Oberösterreich geboren und hinterlässt eine neunjährige Tochter. Von 1976 bis 1980 studierte er Rechtswissenschaften, von 1980 bis 1985 Publizistik und Kommunikationswissenschaften sowie Politikwissenschaften an der Universität Salzburg. 1990 promovierte er.

Bereits während seines Studiums war Rahofer als Journalist sowie im Bereich PR und Werbung tätig. Journalistische Sporen verdiente er sich bei der "Salzburger Volkszeitung" und im Salzburger Landespressebüro.

1989 landete Rahofer beim Kuratorium für Journalistenausbildung. Er stieg zunächst als Assistent des Geschäftsführers ein und fungierte ab 1997 als Geschäftsführer der Ausbildungsstätte. Rahofer prägte nicht nur das Ausbildungsprogramm des KfJ, er unterrichtete auch selbst und gab seine Erfahrung zudem an der Universität Salzburg, der Pädagogischen Akademie Steiermark, in Südtirol an der Cusanus Akademie in Brixen und der Universität Bozen sowie in etlichen anderen Aus- und Weiterbildungsinstitutionen weiter.

Rahofer hielt darüber hinaus regen Kontakt zu zahlreichen internationalen journalistischen Ausbildungseinrichtungen. Von 2003 bis 2006 war er deshalb auch Vizepräsident der Europäischen Vereinigung der Journalistenausbildung (EJTA).

 

(APA)

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