Die neue Lust am falschen Schreiben

Sie posten Fotos aus Ibizer. Wenn sie etwas in Ordnung finden, ist es für sie okeh. Und das alles am liebsten auf Instergram. In den sozialen Netzwerken blüht der Rechtschreibunfug. Kulturverlust, Spaß oder gar Ausdruck von Arroganz?

Zugegeben: Auf den ersten Blick scheint es, als würden die lebhaftesten Albträume all jener wahr, die immer schon vor dem Verfall der Schriftkultur gewarnt haben. Schreiben die Jungen auf WhatsApp nicht samt und sonders ohne Punkt und Komma? Verzichten nicht auch Erwachsene immer häufiger auf Versalien, weil es sich auf der Tastatur des Smartphones so bequemer tippen lässt? Und dann garnieren wir die auf Facebook oder Snapchat schludrig-dahingefetzten Postings auch noch mit Emojis! Mit kindischen Äffchen, Herzchen und Tränen lachenden Smileys. Kein Wunder, könnte man meinen, dass sich die Rechtschreibfehler mehren.

Das ist drin:

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.05.2018)

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