"Zeit"-Titel zu privater Flüchtlingsrettung sorgt für Kritik

Eine provokante Frage der "Zeit", die mit Pro und Contra beantwortet wird und ihre Reaktionen: Twitter-User posten ähnliche Aussagen unter #fragenwiedieZeit. Der "Titanic"-Chefredakteur fragt zurück: "Zeit-Mitarbeiter auf offener Straße erschießen?"

Wallner

In der aktuellen Ausgabe der Wochenzeitung "Die Zeit" sieht man auf Seite 3 ein Bild von Flüchtlingen mit roten Rettungswesten, die ein Helfer verteilt. Darüber steht: "Oder soll man es lassen?" Auf der gesamten Seite antworten zwei Autorinnen auf die provokante Frage, ob private Hilfsorganisationen noch Rettungsdienst im Mittelmeer machen sollen, obwohl es ihnen die Politik verbietet oder erschwert.

Caterina Lobenstein sagt ja, weil: "Retter helfen, wo Politiker versagen". Miriam Lau schreibt nein, weil: "Retter vergrößern das Problem". Zwei Texte, die ihre Meinung schlüssig und ruhig argumentieren. Art und Aufmachung der Texte sorgen dennoch seit Donnerstagfrüh im deutschsprachigen Raum für harsche Kritik. In den sozialen Netzwerken, allen voran auf Twitter wird Empörung darüber geäußert, dass man eine solche Frage überhaupt stellt. Zahlreiche User reagierten darauf mit ähnlich provokant gestellten Fragen und dem Hashtag #fragenwiedieZeit. Die Tweets sind manchmal besorgt, nicht selten humorvoll, manchmal ebenso diskussionswürdig.

 

 

Tim Wolff, der Chefredakteur der deutschen Satirezeitung "Titanic" reagierte etwa mit der Frage: "Zeit-Mitarbeiter auf offener Straße erschießen?", die seine Follower mit "Pro" (47 Prozent) oder "Contra" (53 Prozent) beantworten konnten. Allerdings ohne den Hashtag #fragenwiedieZeit anzuführen:

(awa/red. )

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