In China sollen künftig Roboter Nachrichten moderieren

Die Nachrichtenagentur Xinhua stellt die ersten beiden künstlichen Nachrichtensprecher vor. Als Vorlage dienten reale Moderatoren.

Die Roboternachbildung von Sprecher Zhang Zhao.
Die Roboternachbildung von Sprecher Zhang Zhao.
Die Roboternachbildung von Sprecher Zhang Zhao. – Screenshot Youtube

Die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua hat diese Woche, rechtzeitig zum chinesischen Journalistentag, ihre neuen Redaktionsmitglieder vorgestellt: Roboter-Nachrichtensprecher, die "unermüdlich" aus ganz China berichten werden. Als Vorlage für die beiden auf Künstlicher Intelligenz basierenden Maschinen dienten zwei reale Moderatoren: Zhang Zhao, der für englische Nachrichten verantwortlich ist, und sein chinesischer Konterpart Qiu Hao.

"Ich kann dich nicht nur 24 Stunden pro Tag und 365 Tage im Jahr begleiten. Ich kann auch endlos kopiert werden und euch die Nachrichten von verschiedenen Orten übermitteln", sagt die Kopie Qiu Haos mit roter Krawatte in einem grauen Nadelstreifanzug in einem Video.

Xinhua hat die künstlichen Nachrichtensprecher in Kooperation mit der Suchmaschine Sogou entwickelt. Sie simulieren mittels maschinellem Lernen die Stimme, die Mimik und die Gestik der echten Nachrichtensprecher. So habe man einen lebensnahen Roboter und nicht eine kalte Maschine erschaffen wollen. Die Roboter-Moderatoren sollen vor allem für Videos in Sozialen Medien verwendet werden.

Chinas staatliche Medien arbeiten auf allen Ebenen daran, Künstliche Intelligenz in die Nachrichtenproduktion und - vermittlung einzubauen. Für den ohnehin schon stark unter staatlicher Beobachtung stehenden Journalismus in dem autoritären Staat wird die Kontrolle somit noch weiter ausgebaut. Die Weiterentwicklung Künstlicher Intelligenz ist ein Schwerpunkt von Staats- und Parteichef Xi Jinping. Er will China in den nächsten Jahren zur Supermacht im Bereich Künstlicher Intelligenz machen - und damit die USA überholen.

(red.)

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