ORF-"Radiothek" kann umgesetzt werden

2019 soll eine gemeinsame Plattform für alle ORF-Radios starten. Die Radiothek, ein Konzept analog zur ORF-TVthek, hat eine lange Geschichte.

Einen langen Atem musste man für die Umsetzung der ORF-"Radiothek" haben
Einen langen Atem musste man für die Umsetzung der ORF-"Radiothek" haben
Einen langen Atem musste man für die Umsetzung der ORF-"Radiothek" haben – Unsplash (Jason Rosewell)

Der lang gehegte Plan einer ORF-"Radiothek" kann nun umgesetzt werden. Das Bundesverwaltungsgericht wies eine Beschwerde der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) ab, und die BWB verzichtet auf den weiteren Instanzenzug, bestätigte man dort am Mittwoch der APA. Die gemeinsame Plattform für alle ORF-Radios soll im nächsten Jahr starten, heißt es am Küniglberg.

Der Weg dahin war kurvenreich. Im Juli 2015 genehmigte die Medienbehörde KommAustria das Unterfangen ORF-"Radiothek". Die BWB legte gegen diesen Bescheid aber umgehend Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht (BVwG) ein. Sie ortete damals "negative Auswirkungen des neuen Angebots auf die Wettbewerbssituation im Bereich der Hörer-bzw. Nutzermärkte für Hörfunk und Hörfunk-Online-Angebote sowie im Bereich der Online-Werbemärkte".

Das BvWGH wies diese Beschwerde im November 2018 aber als unbegründet ab. Dem zentralen Kritikpunkt der Wettbewerbsbehörde, nämlich, dass die Marktdefinition durch die KommAustria nicht korrekt erfolgt sei, schloss sie sich nicht an.

Die BWB hätte dagegen Beschwerde beim Verfassungsgerichtshof oder eine außerordentliche Revision an den Verwaltungsgerichtshof erheben können. Das wird sie allerdings nicht tun, bestätigte eine Sprecherin der APA. Der Programmausschuss des Stiftungsrats wurde am Mittwoch bereits von dieser jüngsten Entwicklung informiert.

Im kommenden Jahr soll daher die Radiothek das Licht der Welt erblicken. Langfristig werde sie dann in den geplanten "ORF-Player", der gerade entwickelt wird, integriert, hieß es auf APA-Anfrage im ORF.

(APA)

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