Akademie gibt Rektorin Eva Blimlinger Rückendeckung

Sechs Institutsvorstände kritisieren in einem offenen Brief "die unerhörten verbalen Entgleisungen" von Odin Wiesinger. Der Maler hatte Blimlinger "dummes Stück Fleisch" genannt.

Präsidentin der Universitätenkonferenz Eva Blimlinger und Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP)
Präsidentin der Universitätenkonferenz Eva Blimlinger und Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP)
Präsidentin der Universitätenkonferenz Eva Blimlinger und Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) – APA/GEORG HOCHMUTH

Die Akademie der bildenden Künste Wien hat am Freitag auf die Bestellung des Malers Odin Wiesinger in den oberösterreichischen Landeskulturbeirat reagiert. Sechs Institutsvorstände kritisieren in einem offenen Brief an Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) "die unerhörten verbalen Entgleisungen" Wiesingers gegenüber Eva Blimlinger, der Rektorin der Kunstakademie, und fordern ihn auf, die Bestellung zurückzunehmen.

"Die Formulierungen von Herrn Wiesinger sind Ausdruck einer verletzenden und menschenverachtenden Haltung, die weder in der Politik noch in der Kunst toleriert werden dürfen", heißt es in dem Brief. Der Innviertler Maler hatte Blimlinger im Internet als "hässliches und dummes Stück Fleisch" bezeichnet.

Die Weise, mit der sich Wiesinger gegenüber der Rektorin und generalisierend über zeitgenössische Kunst zu Wort gemeldet habe, sei weder mit Kunst noch mit dem ihm übertragenen Aufgabenfeld vereinbar. Deshalb solle Stelzer seine Position zu den "ungeheuerlichen Vorfällen und der Verrohung der Sprache" darlegen und die Rücknahme der Bestellung Wiesingers in den Landeskulturbeirat erwirken.

(APA)

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