ORF-Chef Wrabetz baut um: Mehr Einfluss für Pius Strobl

Die neue Organisationsstruktur der ORF-Generaldirektion wertet Facility Manager Pius Strobl und ORF-III-Chef Peter Schöber auf.

Archivbild: ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz.
Archivbild: ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz.
Archivbild: ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz. – APA/GEORG HOCHMUTH

Mit 1. Juli ist im ORF eine neue Organisationsstruktur wirksam geworden. Damit hat ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz nicht nur einige Stabsstellen offiziell eingerichtet, in denen Mitarbeiter schon länger de facto tätig waren. Er hat vor allem zwei Kollegen seines Vertrauens aufgewertet: ORF-III-Chef Peter Schöber, der künftig auch für 3sat und Arte zuständig sein wird. Und seinen langjährigen Weggefährten Pius Strobl, der zum Facility Management künftig auch die Abteilung Humanitarian Broadcasting verantwortet.

Pius Strobl beerbt Sissy Mayerhoffer

Der ehemalige Grün-Politiker, Immobilienunternehmer, ORF-Stiftungsrat und ORF-Kommunikationschef Pius Strobl, der 2006 maßgeblich dazu beitrug, dass Alexander Wrabetz zum ORF-Generaldirektor gewählt wurde, koordinierte zuletzt bereits das 300-Millionen-Euro schwere Bauprojekt des ORF auf dem Küniglberg, war auch schon für die Sicherheit, das Facility-Management und die Nachhaltigkeit zuständig. Nun übernimmt er auch das Humanitarian Broadcasting, das nach dem überraschenden Tod von ORF-Managerin Sissy Mayerhoffer im Juni 2018 interimistisch geführt wurde.

Künftig verantwortet Strobl über diese Abteilung u. a. Sozialaktionen wie „Licht ins Dunkel“, „Nachbar in Not“ oder die Hochwasserhilfe in allen Programmen und Kanälen des ORF. Strobl wird in diesem Bereich auch für die „Koordination, Ansprache und Akquisition von (Groß)Sponsoren und die Entwicklung von entsprechenden Konzeptionen und Angeboten mit Unterstützung der jeweiligen Programmverantwortlichen und der ORF-Enterprise“ zuständig sein. Damit gewinnt Strobl in einem gewissen Spielraum Einfluss aufs Programm - auch in den Bereichen Barrierefreiheit sowie Umwelt und Nachhaltigkeit ("Mitwirkung an Schwerpunkten on- und off-air").

Vier neue Stabsstellen

Laut der „Organisationsanweisung des Generaldirektors“ gliedert sich die Generaldirektion künftig in fünf Hauptabteilungen (Recht und Regulierung, Marketing und Kommunikation, Strategische Planung und Administration, Facility Management und Corporate Social Responsibility, Koordination Kulturprogramme). Dazu kommen die Abteilungen Art-Direktion, Corporate Design- und Plattformmanagement, Markt- und Medienforschung sowie vier neu installierte Stabsstellen (Public Value, Public Affairs, Gremien und internationale Beziehungen, Programmstrategie und Koordination).

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