FPÖ-Regierungsmitglieder inserierten um 116.000 Euro in rechten Medien

„Zur Zeit“, „Wochenblick“, „Unzensuriert“ und Co. bekamen am meisten vom Verkehrsministerium.

PG FPOe 'PRAeSENTATION DER BUNDESLISTE': KICKL / HOFER
PG FPOe 'PRAeSENTATION DER BUNDESLISTE': KICKL / HOFER
Norbert Hofers (vorne) Verkehrsministerium führte bei den Inseraten vor Herbert Kickls Innenressort. (Archivbild) – APA/FRANZ NEUMAYR

Freiheitliche Minister, Mitglieder der oberösterreichischen Landesregierung sowie der Linzer Stadtregierung und die Linz AG haben innerhalb der vergangenen zweieinhalb Jahre Inserate in der Gesamthöhe von mindestens 116.000 Euro in rechten Medien geschaltet. Das berichtete das "Profil" in einer Aussendung am Samstag.

An der Spitze der Begünstigten stehe der oberösterreichische "Wochenblick" (74.490 Euro), gefolgt vom Monatsmagazin "Alles Roger?" (22.580 Euro), Andreas Mölzers "Zur Zeit" (8710 Euro), "Unzensuriert" (7200 Euro), das von einem FPÖ-Parlamentsklubmitarbeiter geführt wird, sowie das vom Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes (DÖW) als rechtsextrem eingestufte "Info Direkt" (3060 Euro).

FPÖ: „Auch in anderen Medien inseriert“ 

Auf der Auftraggeberseite führten das Verkehrsministerium (43.300 Euro) und das Innenressort (25.170 Euro) das Feld an. Das zeige eine "Profil"-Auswertung, die sich auf zwei aktuelle Anfrageserien des oberösterreichischen Landtagsabgeordneten Severin Mayr (Grüne) und der SPÖ-Nationalratsabgeordneten Sabine Schatz stützt.

Als "neuerlichen zum Scheitern verurteilten Anpatzversuch" wertete dagegen FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker den Bericht. "Abgesehen davon, dass 'rechts' genauso wenig verboten ist wie 'links' und beides zur Demokratie gehört, sind die genannten Summen nicht überbordend", sagte Hafenecker laut einer Aussendung. Auch in anderen Medien sei inseriert worden.

(APA)

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