Nächster Vorstoß: ÖVP will „Ö-Player“ mit ORF-Inhalten

Online-Streaming-Dienst als Kooperation von Öffentlichen und Privaten.

ORF-TVthek ab 18. November auch auf HbbTV
ORF-TVthek ab 18. November auch auf HbbTV
Derzeit sind die Inhalte auf der TVthek nur sieben Tage abrufbar – (c) ORF

Wien. Das ORF-Gesetz sehe momentan zahlreiche Einschränkungen vor, die den ORF daran hindern würden, die eigenen Inhalte zeitgemäß und flexibel online zur Verfügung zu stellen. So dürften zum Beispiel die mit öffentlichen Mitteln produzierten Inhalte nur sieben Tage in der ORF-TVthek online verfügbar sein. Die ÖVP möchte das nun ändern – und so auch den modernen Konsumgewohnheiten Rechnung tragen: In Analogie zu Online-Streaming-Diensten wie YouTube soll es künftig einen „Ö-Player“ geben. Eine Onlineplattform, auf der alle relevanten medialen Inhalte flexibel und ohne Beschränkung zugänglich sein sollen.

„Wir wollen das ORF-Gesetz in der nächsten Legislaturperiode dahingehend abändern. Um fairen Wettbewerb in der Medienlandschaft sicherzustellen, muss dieser Ö-Player aber nicht nur dem ORF, sondern auch allen anderen österreichischen Medienunternehmen offenstehen, die die Plattform sowohl mitnutzen als auch von Beginn an mitgestalten können“, heißt es seitens der ÖVP. Auch solle der wirtschaftliche Erfolg des Ö-Players allen teilnehmenden Medienunternehmen zugutekommen. Eine Kooperation von Öffentlichen und Privaten also – im Sinn einer gemeinsamen Vermarktungsplattform. (red.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.08.2019)

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