Jan Böhmermann als Wahlkampfhelfer?

Für die Kandidatur um den SPD-Vorsitz hat es knapp nicht gereicht, die Partei lädt den Satiriker aber zum Wahlkampf ein.

Mit #neustart19 wurde es erstmal nichts. Aber kommt da noch was?
Mit #neustart19 wurde es erstmal nichts. Aber kommt da noch was?
Mit #neustart19 wurde es erstmal nichts. Aber kommt da noch was? – imago images / Stefan Schmidbaue

TV-Satiriker Jan Böhmermann hat in den vergangenen Tagen wieder einmal den Politbetrieb um eine Clownerie bereichert. Am Donnerstag hatte er verkündet, dass er Bundesvorsitzender der SPD werden wolle. Recht kurzfristig, die Frist für Bewerbungen lief denn auch am Sonntagabend um 18.00 Uhr ab.

Böhmermann wurde also nicht als Kandidat zugelassen, will aber nach eigenen Angaben Mitglied in der Partei bleiben oder vielmehr werden. Für die Kandidatur um den Vorsitz habe es "ganz knapp doch nicht gereicht", verkündete Böhmermann in einem Video."Die SPD und ich sind uns nicht einmal sicher, ob ich in den letzten drei Tagen wenigstens Parteimitglied geworden bin." Für ihn stehe aber fest: Er wolle SPD-Mitglied im Ortsverein Köthen, Sachsen-Anhalt, werden.

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil zeigte sich jedenfalls offen für eine Parteimitgliedschaft des Satirikers und will ihn bereits in den Wahlkampf für die Landtagswahl in Thüringen Ende Oktober einbinden. „Ich freue mich, dass Jan Böhmermann weiterhin Mitglied der SPD werden will“, sagte Klingbeil der „Rheinischen Post". Er lud ihn auch „herzlich ein, sich konkret einzubringen, zum Beispiel beim gemeinsamen Wahlkampf in Thüringen“, sagte der SPD-Generalsekretär.

Eine SPD-Zukunft in weiterer Ferne hatte jedenfalls auch der Satiriker angedacht: Spätestens im Frühjahr 2020 werde die SPD einen neuen Parteivorsitzenden, eine neue Doppelspitze suchen, so Böhmermann. "Dann sind mein Team und ich noch besser vorbereitet und haben einen noch längeren Vorlauf. Dann wird es klappen."

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(red.)

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