Ausstellung: Die besten Pressefotos des Jahres in Wien

Die Sieger des "World Press Photo"-Wettbewerbs sind in der Galerie Westlicht zu sehen.

Das World Press Photo des Jahres ist dieses Bild des US-Fotografen John Moore. Es zeigt die kleine Yana aus Honduras, die weint, während ihre Mutter Sandra Sanchez von Grenzwächtern an der US-Grenze durchsucht wird. Das Foto wurde Anfang April prämiert. Nun sind die Sieger des Wettbewerbs  in Wien zu sehen: Bis 20. Oktober zeigt die Galerie Westlicht in der Westbahnstraße sie.

(c) REUTERS (HANDOUT)

Rund ein Drittel der Preisträger (32 Prozent) sind Frauen, 2018 waren es nur 12 Prozent. Mehr als 4700 Fotografen hatten sich nach Angaben der Stiftung mit fast 80.000 Fotos beworben.

Sarah Blesener besuchte für ihre Reportage zehn Jugendprojekte in den USA und in Russland, die einen militärischen Hintergrund haben. Der russische Präsident Putin fördert solche Projekte. Ihr Zweck dient der patriotischen Bildung der Kinder und Jugendlichen und durch sie ist auch die Anzahl der Rekrutierungen bei der Armee signifikant gestiegen. Hier sind man Mitglieder einer Marschband vor einem Wettbewerb in Dmitrov, Russland.

(c) Sarah Blesener

Pura fährt an ihrem 15. Geburtstag in einem pinken Cabrio durch ihre Nachbarschaft in Havana, Cuba. Der 15. Geburtstag, genannt Quinceañera, hat in Lateinamerika und auf Kuba große Bedeutung, dens er markiert den Übergang vom Kind zur Frau. Für die Feiern geben die Familien oft viel Geld aus. Der Geburtstag von Pura ist besonders bedeutsam. Denn vor ein paar Jahren wurde bei dem Mädchen ein Hirntumor diagnostiziert. Es hieß, sie würde nicht älter als 13 Jahre alt werden. Das Foto stammt von Diana Markosian.

(c) Diana Markosian, Magnum Photos

Wally Skalij fing für die "Los Angeles Times" die Waldbrände in Kalifornien 2018 ein. Es waren die verheerendsten in der Geschichte der USA. 676 Hektar Land verbrannten. Hier sind man zwei Pferde am Zuma Beach. Hinter ihnen der Rauch der Feuer.

Das Foto von Bence Máté zeigt keine Frosch-Paarungsorgie wie man meinen möchte, sondern Tiere, die von Menschen zurück ins Wasser geworfen wurden. Denn in Rumänien werden Frösche geerntet und gegessen. Froschschenkel werden oft dem noch lebenden Tier abgetrennt werden, wie man hier sieht. Die Körperteile gelten nicht nur in Rumänien als Delikatesse, sie werden auch exportiert.

(c) Bence Mate

Bob ist ein Flamingo, der schwer verletzt wurde, als er in Curaçao in der Karibik gegen ein Hotelfenster geflogen ist. Er wurde von Odette Doest, die hier ein Tierrettungszentrum betreibt, gepflegt und begleitet sie nun - etwa bei ihrem Besuch in einer Schule.

(c) Jasper Doest (Jasper Doest)

Diarra Ndiaye, Ndeye Fatou Mbaye und Mariza Sakho zeigen in Dakar im Senegal Entwürfe des Designers Adama Paris. Die Modeszene in Dakar boomt, hier gibt es sogar einen eigenen Fashion TV-Sender. Finbarr O'Reilly porträtierte die Szene.

(c) Finbarr O´Reilly (Finbarr O´Reilly)

Terrell Groggins widmete sein Fotoprojekt dem Frauenboxen. Hier treffen Olympiasiegerin Claressa Shields (recht) und Hanna Gabriels in Detroit, Michigan, aufeinander.

Der Südafrikaner Brent Stirton porträtierte Petronella Chigumbura, Mitglied der Elitetruppe Akashinga, die die Tiere im Nationalpark Phundundu in Simbabwe gegen Wilderer verteidigt. Die Truppe besteht ausschließlich aus Frauen.

(c) REUTERS (HANDOUT)

Der syrische Fotograf Mohammed Badra machte dieses Foto in einem Krankenhaus in Syrien, wo die zwei Männer und das Kind nach einer mutmaßlichen Giftgasattacke im Februar 2018 behandelt wurden. Auch dieses Bild hatte Chancen auf den Gesamtsieg.

(c) REUTERS (HANDOUT)

Die Französin Catalina Martin-Chico war die einzige Frau unter den Fotografen mit Chancen auf den Gesamtsieg. Ihr Bild zeigt Yorladis und ihren Freund in einer provisorischen Unterkunft in Colinas, Kolumbien. Yorladis ist zum sechsten Mal schwanger. Zuvor hatte sie fünf Abtreibungen. Damals gehörte sie noch der Guerillabewegung FARC an. Weibliche FARC-Mitglieder durfen keine Kinder haben, viele wurden zu Abtreibungen gezwungen.

(c) REUTERS (HANDOUT)

Dieses Foto stammt von dem Australier Chris McGrath und entstand vor der Botschaft von Saudiarabien in Istanbul, kurz nachdem der saudische Journalist Jamal Khashoggi verschwunden war. Khashoggi wurde vermutlich in der Botschaft ermordet. Es war ebenfalls unter den sechs Nominierten für den Gesamtsieg.

(c) REUTERS (HANDOUT)

Der Italiener Marco Gualazzini fotografierte einen Waisenbuben in Bol im Tschad. Auf der Wand hinter dem Kind sind Granatwerfer gezeichnet. Der Tschad ist immer noch eines der ärmsten und unterentwickeltsten Länder der Welt. 2005 bis 2010 herrschte hier Bürgerkrieg. Auch dieses Foto hatte Chancen auf den Titel World Press Photo

Weiter: die Nominierten, die allerdings nicht für den Gesamtpreis World Press Photo infrage kommen

(c) REUTERS (HANDOUT)

US-Präsident Donald Trump und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in Washington. Brendan Smialowski fing den Moment ein.

APA/AFP/BRENDAN SMIALOWSKI

Ein Behandlungszentrum für Ebola in der Republik Kongo, fotografiert von John Wessels.

(c) John WESSELS / AFP

David Gray fotografierte die Tennisspielerin Naomi Osaka (Japan) bei den Australian Open.

(c) REUTERS/David Gray

Ein Unterstützer der Opposition in der Republik Kongo. Von John Wessels.

(c) John WESSELS / AFP

Migranten aus Zentralamerika klettern über einen Zaun zwischen Mexiko und den USA. Der Fotograf ist Pedro Pardo.

(c) APA/AFP/PEDRO PARDO
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Das World Press Photo des Jahres ist dieses Bild des US-Fotografen John Moore. Es zeigt die kleine Yana aus Honduras, die weint, während ihre Mutter Sandra Sanchez von Grenzwächtern an der US-Grenze durchsucht wird. Das Foto wurde Anfang April prämiert. Nun sind die Sieger des Wettbewerbs  in Wien zu sehen: Bis 20. Oktober zeigt die Galerie Westlicht in der Westbahnstraße sie.

(c) REUTERS (HANDOUT)

Rund ein Drittel der Preisträger (32 Prozent) sind Frauen, 2018 waren es nur 12 Prozent. Mehr als 4700 Fotografen hatten sich nach Angaben der Stiftung mit fast 80.000 Fotos beworben.

Sarah Blesener besuchte für ihre Reportage zehn Jugendprojekte in den USA und in Russland, die einen militärischen Hintergrund haben. Der russische Präsident Putin fördert solche Projekte. Ihr Zweck dient der patriotischen Bildung der Kinder und Jugendlichen und durch sie ist auch die Anzahl der Rekrutierungen bei der Armee signifikant gestiegen. Hier sind man Mitglieder einer Marschband vor einem Wettbewerb in Dmitrov, Russland.

(c) Sarah Blesener

Pura fährt an ihrem 15. Geburtstag in einem pinken Cabrio durch ihre Nachbarschaft in Havana, Cuba. Der 15. Geburtstag, genannt Quinceañera, hat in Lateinamerika und auf Kuba große Bedeutung, dens er markiert den Übergang vom Kind zur Frau. Für die Feiern geben die Familien oft viel Geld aus. Der Geburtstag von Pura ist besonders bedeutsam. Denn vor ein paar Jahren wurde bei dem Mädchen ein Hirntumor diagnostiziert. Es hieß, sie würde nicht älter als 13 Jahre alt werden. Das Foto stammt von Diana Markosian.

(c) Diana Markosian, Magnum Photos

Wally Skalij fing für die "Los Angeles Times" die Waldbrände in Kalifornien 2018 ein. Es waren die verheerendsten in der Geschichte der USA. 676 Hektar Land verbrannten. Hier sind man zwei Pferde am Zuma Beach. Hinter ihnen der Rauch der Feuer.

Das Foto von Bence Máté zeigt keine Frosch-Paarungsorgie wie man meinen möchte, sondern Tiere, die von Menschen zurück ins Wasser geworfen wurden. Denn in Rumänien werden Frösche geerntet und gegessen. Froschschenkel werden oft dem noch lebenden Tier abgetrennt werden, wie man hier sieht. Die Körperteile gelten nicht nur in Rumänien als Delikatesse, sie werden auch exportiert.

(c) Bence Mate

Bob ist ein Flamingo, der schwer verletzt wurde, als er in Curaçao in der Karibik gegen ein Hotelfenster geflogen ist. Er wurde von Odette Doest, die hier ein Tierrettungszentrum betreibt, gepflegt und begleitet sie nun - etwa bei ihrem Besuch in einer Schule.

(c) Jasper Doest (Jasper Doest)

Diarra Ndiaye, Ndeye Fatou Mbaye und Mariza Sakho zeigen in Dakar im Senegal Entwürfe des Designers Adama Paris. Die Modeszene in Dakar boomt, hier gibt es sogar einen eigenen Fashion TV-Sender. Finbarr O'Reilly porträtierte die Szene.

(c) Finbarr O´Reilly (Finbarr O´Reilly)

Terrell Groggins widmete sein Fotoprojekt dem Frauenboxen. Hier treffen Olympiasiegerin Claressa Shields (recht) und Hanna Gabriels in Detroit, Michigan, aufeinander.

Der Südafrikaner Brent Stirton porträtierte Petronella Chigumbura, Mitglied der Elitetruppe Akashinga, die die Tiere im Nationalpark Phundundu in Simbabwe gegen Wilderer verteidigt. Die Truppe besteht ausschließlich aus Frauen.

(c) REUTERS (HANDOUT)

Der syrische Fotograf Mohammed Badra machte dieses Foto in einem Krankenhaus in Syrien, wo die zwei Männer und das Kind nach einer mutmaßlichen Giftgasattacke im Februar 2018 behandelt wurden. Auch dieses Bild hatte Chancen auf den Gesamtsieg.

(c) REUTERS (HANDOUT)

Die Französin Catalina Martin-Chico war die einzige Frau unter den Fotografen mit Chancen auf den Gesamtsieg. Ihr Bild zeigt Yorladis und ihren Freund in einer provisorischen Unterkunft in Colinas, Kolumbien. Yorladis ist zum sechsten Mal schwanger. Zuvor hatte sie fünf Abtreibungen. Damals gehörte sie noch der Guerillabewegung FARC an. Weibliche FARC-Mitglieder durfen keine Kinder haben, viele wurden zu Abtreibungen gezwungen.

(c) REUTERS (HANDOUT)

Dieses Foto stammt von dem Australier Chris McGrath und entstand vor der Botschaft von Saudiarabien in Istanbul, kurz nachdem der saudische Journalist Jamal Khashoggi verschwunden war. Khashoggi wurde vermutlich in der Botschaft ermordet. Es war ebenfalls unter den sechs Nominierten für den Gesamtsieg.

(c) REUTERS (HANDOUT)

Der Italiener Marco Gualazzini fotografierte einen Waisenbuben in Bol im Tschad. Auf der Wand hinter dem Kind sind Granatwerfer gezeichnet. Der Tschad ist immer noch eines der ärmsten und unterentwickeltsten Länder der Welt. 2005 bis 2010 herrschte hier Bürgerkrieg. Auch dieses Foto hatte Chancen auf den Titel World Press Photo

Weiter: die Nominierten, die allerdings nicht für den Gesamtpreis World Press Photo infrage kommen

(c) REUTERS (HANDOUT)

US-Präsident Donald Trump und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in Washington. Brendan Smialowski fing den Moment ein.

APA/AFP/BRENDAN SMIALOWSKI

Ein Behandlungszentrum für Ebola in der Republik Kongo, fotografiert von John Wessels.

(c) John WESSELS / AFP

David Gray fotografierte die Tennisspielerin Naomi Osaka (Japan) bei den Australian Open.

(c) REUTERS/David Gray

Ein Unterstützer der Opposition in der Republik Kongo. Von John Wessels.

(c) John WESSELS / AFP

Migranten aus Zentralamerika klettern über einen Zaun zwischen Mexiko und den USA. Der Fotograf ist Pedro Pardo.

(c) APA/AFP/PEDRO PARDO
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