Wöginger in Rechts-außen-Magazin: "Wusste nicht", mit wem er sprach

Dass er dem Rechts-außen-Magazin „Info-Direkt“ ein Interview habe, sei ihm nicht bewusst gewesen, sagt der ÖVP-Klubchef. Lob für Wögingers Aussagen kam von den Identitären.

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Nach einem Interview in einem Rechts-außen-Magazin wird August Wöginger von politischen Gegnern einer Doppelstrategie bezichtigt. (Archivbild) – (c) www.imago-images.de (CHROMORANGE / Franz Perc via www.imago-images.de)

Wien. Unter dem Titel „August Wöginger (ÖVP): Wir sind eine heimatverbundene Partei!“ fanden Leser des Rechts-außen-Magazins „Info-Direkt“ am Sonntag ein Interview mit dem ÖVP-Klubchef, in dem er über die Identität Österreichs und die Begrenzung des Zuzugs spricht und betont, dass „wir unsere Werte und unsere Tradition hochleben lassen“. Man arbeite an einer neuen „Rot-Weiß-Rot“-Karte.

Wöginger gibt an, nicht gewusst zu haben, mit wem er spricht. Dem „Kurier“ sagte Wögingers Sprecherin, der Klubobmann habe „nicht eindeutig verstanden“ und „hätte das Interview in diesem Fall auch nicht gegeben“. Die Botschaft, um welches Medium es sich gehandelt habe, sei „nicht bei ihm angekommen“.

Es existiert allerdings ein Mitschnitt, auf dem sich der „Info-Direkt“-Redakteur mit Angabe von Namen und Medium vorstellt. Das Gespräch soll demnach im August stattegefunden haben.

Wöginger, der nach einem Auftritt der nichts amtführenden Wiener FPÖ-Stadträtin, Ursula Stenzel, bei einer Identitären-Kundgebung am Wochenende erneut ein Verbot der rechtsextremen Gruppe ins Spiel gebracht hatte, wurde indes vom Identitären-Chef, Martin Sellner, für seine Aussagen in „Info-Direkt“ gelobt. Kritik kam von der Opposition, etwa von Werner Kogler (Grüne): Das Interview zeige, „wie löchrig mittlerweile auch die ÖVP-Firewall gegen Rechts ist“.

Kritik an Wöginger kam am Montag auch von der Liste Jetzt. Deren Gründer, Peter Pilz, bezeichnete den ÖVP-Mann als „Hütchenspieler der Extraklasse“, der ein Verbot der Identitären fordere, gleichzeitig von „Info-Direkt“ interviewt und von Sellner gelobt werde.

>> zum Bericht auf "Kurier.at"
[PRRXY]

(Red.)

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