"Wettlauf zum Südpol": Ausfall wegen Erfrierungen

Das Österreich-Team der TV-Show verzeichnete den ersten Ausfall: Schlittenhunde-Führer Alex Serdjukov musste aufgeben. Hermann Maier haben die Strapazen schon sieben Kilo gekostet.

Wettlauf Suedpol Ausfall wegen
Wettlauf Suedpol Ausfall wegen
Schlittenhunde-Führer Alex Serdjukov erlitt Erfrierungen an den Fingern – (c) ORF (Seppi Dabringer)

Halbzeit beim von ORF und ZDF organisierten "Wettlauf zum Südpol": Die beiden Teams aus Österreich und Deutschland, die am 20. Dezember bei durchschnittlich minus 30 Grad rund 400 Kilometer in Richtung Südpol gestartet sind, haben nun den "Halfway Point" passiert. Die Hälfte des Weges sei damit geschafft, teilte Ö3-Mikromann Tom Walek in seinem Südpol-Tagebuch auf der Homepage des ORF-Radios mit. Allerdings gibt es im Österreicher-Team wegen der extremen Bedingungen einen ersten Ausfall zu beklagen. Hermann Maier & Co sind nur mehr zu dritt unterwegs.

Erfrierungs-Erscheinungen an den Fingern

"Die Kälte fordert ihren Tribut", schreibt Walek. "Körperliche Erschöpfung macht sich bemerkbar. Schlittenhunde-Führer Alex Serdjukov musste wegen Erfrierungs-Erscheinungen an den Fingern aufgeben. Das Team ist dennoch guter Dinge und macht sich zu dritt weiter auf den Weg Richtung Südpol", so Walek.

Serdjukov, der als Koch des Viererteams im Einsatz war, wurde von den Ärzten aus dem Rennen genommen, hieß es aus dem ORF. Er litt demnach bereits seit einigen Tagen an Erfrierungen an beiden Händen. Der steirische Schlittenhundeführer werde aber keine Spätfolgen davontragen.

Hermann Maier nahm sieben Kilo ab

Sonst sei der Zustand des österreichischen Teams gut und die drei verbliebenen Expeditionsteilnehmer Sabrina Grillitsch, Hermann Maier und Walek bester Dinge, so der ORF. "Wo es Probleme gibt, hilft Teamchef Hermann Maier aus. Um die anderen zu entlasten, hat er seinen Schlitten mit mehr Gepäck aufgeladen und zieht 100 Kilogramm. Er hat bereits sieben Kilogramm verloren."

Die Wetterbedingungen sind laut ORF insgesamt gut. Einziges psychologisches Problem: 24 Stunden Sonnenschein, wodurch die innere Uhr der Pol-Wanderer völlig aus dem Rhythmus geraten sei.

''Wettlauf zum Südpol''

Im Rahmen des ORF/ZDF-Doku-Events auf den Spuren von Roald Amundsen und Robert Falcon Scott befindet sich ein österreichisches Team im Wettlauf mit einem deutschen Deutschland.

Zum österreichischen Team gehören: Ski-Legende Hermann Maier, Ö3-Mikromann Tom Walek, Sabrina Grillitsch und bisher Schlittenhunde-Führer Alex Serdjukov

Zum deutschen Team gehören: Extremsportler Joey Kelly, TV-Moderator Markus Lanz, Claudia Beitsch und Dennis Lehnert.

Wer beim "Halfway Point" in Führung lag, wurde von den beteiligten Sendern nicht bekanntgegeben.

Der Südpol soll von den Teams um den 2. Jänner erreicht werden, für 10. Jänner ist die Ankunft der Kandidaten in Wien vorgesehen.

Ab März ist das Doku-Ereignis in fünf Folgen im ORF und im ZDF zu sehen.

 

(APA)

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