"Heute"-Kolumnistin Eva Deissen gestorben

Eva Deissen startete ihre Karriere in der "Kronen Zeitung", wechselte später zu " "täglich Alles". Seit 2004 arbeitete sie für die Gratiszeitung "Heute". Sie war eine der bekanntesten Kolumnistinnen des Landes.

HeuteKolumnistin Deissen gestorben
HeuteKolumnistin Deissen gestorben
(c) Screenshot: DiePresse.com

Die Journalistin Eva Deissen ist mit 63 Jahren verstorben. Das gab die Gratiszeitung "Heute", in der Deissen seit 2004 eine tägliche Kolumne schrieb, in ihrer Mittwochsausgabe bekannt. Deissen ist demnach am 28. Dezember verstorben, zur Todesursache äußert sich das Blatt nicht.

"Sie war über Jahrzehnte eine der beliebtesten Kolumnistinnen Österreichs, die mit ihren pointierten Geschichten die Menschen jeden Tag aufs Neue unterhalten hat", schrieb "Heute"-Herausgeberin Eva Dichand über das Ableben Deissens.

Karrierestart bei der "Krone"

Die 1947 geborene Deissen begann ihre Karriere als Redaktionssekretärin bei der "Kronen Zeitung", 1968 wurde sie Lokalreporterin, später Kolumnistin der größten heimischen Tageszeitung.

In den 1990er Jahren wechselte sie von Hans Dichand zu dessen Konkurrenten Kurt Falk und schrieb fortan für "täglich Alles". In den letzten Jahren war Deissen dann für das Magazin "Wien Live" und die Gratiszeitung "Heute" tätig. In "Wien Live" veröffentlichte sie Porträts und Gesellschaftsreportagen, für "Heute" verfasste sie die Kolumne "Wiener Spaziergänge".

"Langjährige Beobachterin unserer Gesellschaft"

Die heimische Politik reagierte betroffen auf den Tod der bekannten Journalistin. Österreichs Medienlandschaft verliere mit Deissen eine "etablierte und sehr beliebte Kolumnistin und langjährige Beobachterin unserer Gesellschaft", meinte etwa Medienstaatssekretär Josef Ostermayer (SPÖ). ÖVP-Mediensprecher Karlheinz Kopf bezeichnete Deissen als "allseits geschätzte Kolumnistin, deren pointenreiche Artikel jahrzehntelang von vielen Österreicherinnen und Österreichern gerne gelesen wurden".

Deissen war auch langjährige Funktionärin der Journalistengewerkschaft und eine der Journalistenvertreterinnen im alten Presserat.
Betroffen reagierte auch die Journalistengewerkschaft. "Deissen war eine engagierte und kritische Journalistin, eine Vorkämpferin für Demokratie, Menschenrechte und Frauenrechte", sagte Gewerkschaftsvorsitzender Franz C. Bauer.

 

(APA/Red.)

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