"Wettlauf zum Südpol": Österreicher kamen zuerst an

Mit knapp zwei Tagen Vorsprung konnte das österreichische Team um Hermann Maier, Tom Walek und Sabrina Grillitsch das Südpolrennen für sich entscheiden - dem Schnee und Eis zum Trotz.

Erster: Österreich schlägt Deutschland beim ''Wettlauf zum Südpol''
Erster: Österreich schlägt Deutschland beim ''Wettlauf zum Südpol''
Erster: Österreich schlägt Deutschland beim ''Wettlauf zum Südpol'' – (c) ORF (Heinz Leger)

Die größere Erfahrung mit Eis und Schnee scheint den Ausschlag gegeben zu haben: Das österreichische Team hat beim ORF-Format "Wettlauf zum Südpol" die deutsche Gruppe besiegt. Das Team um Hermann Maier, Tom Walek und Sabrina Grillitsch hat damit den abenteuerlichen Länderwettkampf im ewigen Eis der Antarktis für sich entschieden.

Es vor allem ein Wettlauf gegen Kälte und Wind, gegen Müdigkeit und Erschöpfung. Doch die Österreicher erreichten am 28. Dezember um 15:20 Uhr das Ziel - 46 Stunden vor ihren deutschen Gegnern, die am 30. Dezember um 13.30 Uhr eintrafen. Bereits am Midway-Checkpoint in der Hälfte des Rennens lagen die Österreicher komfortable 26 Stunden in Führung. Die harten Bedingungen von durchschnittlich minus 30 Grad forderten zur Hälfte des Rennens auch ihren ersten Tribut: Alex Serdjukov litt bereits seit einigen Tagen an leichten Erfrierungen an beiden Händen. Nach einer medizinischen Untersuchung am Midway-Checkpoint entschied Teamarzt Dr. Michael Rainer, den steirischen Hundeschlittenführer aus dem Rennen zu nehmen, um den Heilungsprozess nicht zu gefährden.

Rückstand nagte an Motivation

Das deutsche Team um Markus Lanz, Joey Kelly, Claudia Beitsch und Dennis Lehnert hatte in der ersten Hälfte des Rennens mit den Folgen der Überanstrengungen von Claudia Beitsch zu kämpfen. In der Vorbereitungsphase hatte die Ausdauersportlerin zu lange einen zu schweren Schlitten gezogen - das kostete sehr viel Energie. Zeit verlor es gegenüber den Österreichern jedoch nicht beim Gehen, sondern durch längere Pausen. Am Midway-Point kam dann die Ernüchterung des 26-stündigen Rückstands -eine Tatsache, die schwer an der Motivation nagte.

(APA)

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