Wir sind Kaiser (ORF1)

Wir sind Kasperl

Wir sind Kaiser“, das Kasperltheater für Spätpubertierende, wird und wird nicht besser. Geradezu desaströs war wieder einmal die Kategorie Politiker-Witz: „Gusenbauer zu Halloween mit einem Kürbis verwechselt“ oder die mittlerweile hundertste Hubert-Gorbach-schreibt-einen-Brief-Viertellustigkeit – darüber können wohl nur noch sehr einfache Gemüter lachen. Die Pinguin-Schneekugel und die Internationale als Kaiserhymne waren in Folge1 ja noch originell, ab Folge2 war das abgelutscht. Am erträglichsten ist noch die Prominenten-audienz – diesmal mit der hochschwangeren Barbara Karlich und Christoph Matznetter mit KHG-Badeshorts (in der Hand). Dämlicher als „Wir sind Kaiser“ sind eigentlich nur noch echte Monarchisten. So hat für kommenden Montag eine „Schwarz-Gelbe Allianz“ allen Ernstes einen Fackelzug durch Wien angemeldet – Motto: „89 Jahre Republik sind genug!“

Wie man eine intelligente und freche Unterhaltungssendung macht, das hüpfen die Herren Grissemann und Stermann (nach Anfangsschwierigkeiten) allwöchentlich am Donnerstag in „Willkommen Österreich“ vor. Und dort sind nicht nur die Gags, sondern auch die Gäste besser – diesmal waren Herbert Prohaska und Benjamin von Stuckrad-Barre da.

Und was machen eigentlich „Die 4 da“? Könnten die den „Kaiser“ nicht zum Abdanken bewegen?


oliver.pink@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.11.2007)

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