Bundestheater für "Schandfleck"-Preis nominiert

Die Holding, zu der Burgtheater, Staatsoper und Volksoper gehören, wird für die Ausgliederung des Publikumsdienstes an die Sicherheitsfirma G4S kritisiert.

Staatsoper Wien Nacht beleuchtet
Staatsoper Wien Nacht beleuchtet
Gehört zur Bundestheater-Holding: die Staatsoper – (c) imago stock&people (imago stock&people)

Die Bundestheater-Holding, das institutionelle Dach von Burgtheater, Staatsoper und Volksoper, ist wegen ihrer Personalpoitik für den Negativpreis "Schandfleck 2013" nominiert worden. Das gab das Netzwerk Soziale Verantwortung, eine Plattform von 30 Arbeitnehmer- und Konsumentenschutzorganisationen, am Montag bekannt. Mit dem "Schandfleck 2013"-Preis werden gesellschaftlich unverantwortliche Unternehmen prämiert.

Die Holding wird "für das Outsourcing der 400 Mitarbeiter des Publikumsdienstes an die menschenrechtlich höchst umstrittene Sicherheitsfirma G4S" kritisiert, heißt es auf der Webseite www.schandfleck.or.at, auf der auch die Öffentlichkeit abstimmen kann.

Die Ausgliederung des Publikumsdienstes war zwar bereits im Jahr 1996 erfolgt, wurde aber durch den öffentlichen Protest eines Mitarbeiters im vorigen Oktober zum Diskussionsthema. Die Preisverleihung findet am 20. Februar, dem Welttag der sozialen Gerechtigkeit, im OFF-Theater statt.

Auch Apple und MA 48 nominiert

Auf der Shortlist der umstrittenen Institutionen befinden sich auch das Lebensministerium für dessen "fehlgeleitete Umweltpolitik", die MA 48 für deren "prekäre Beschäftigungspolitik" in der Abfallwirtschaft, die Firma Apple für unverantwortliches Verhalten in der Lieferkette sowie die Andritz Hydro GmbH für die "Beteiligung an menschenrechtlich und ökologisch problematischen Staudammprojekten in Laos und Brasilien".

>> www.schandfleck.or.at

(APA)

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