Aktionskünstler überklebt Plakat vor der Burg

Künstler „donhofer“ macht sich über die Holding lustig. Minister Ostermayer spricht mit Peter Simonischek.

„Wir sind noch einmal davon gekommen – von Bundestheater-Holding GmbH“, dieses Plakat brachte der Aktionskünstler „donhofer“ (Alexander Donhofer) vor dem Burgtheater an. Es wurde wenige Minuten nach der Aktion von Burg-Mitarbeitern entfernt. Überklebt wurde die Ankündigung der Vorstellung von Hans Henny Jahnns „Die Krönung Richards III.“ vom Freitag. Die Vorstellung fand allerdings nicht statt. Sophie Rois, sie spielt die Königin Elisabeth, konnte wegen Stimm-Problemen nicht auftreten. Ihr Arzt hatte ihr davon abgeraten. Schon bei der Premiere am Mittwoch war Rois hörbar heiser. Kulturminister Josef Ostermayer wird unterdessen mit SMS, Mails, Empfehlungen für künftige Burg-Chefs bombardiert, das war aus den Büro des Ministers zu erfahren. „Österreich“ meldete, dass sich Ostermayer mit dem Schauspieler Peter Simonischek trifft.

Die zentrale Staatsanwaltschaft zur Verfolgung von Wirtschaftskriminalität prüft laut APA auf Basis mehrerer Anzeigen bzw. Sachverhaltsdarstellungen, die zunächst bei der Staatsanwaltschaft Wien eingegangen sind, strafrechtlich relevante Vorwürfe in der Burg-Causa. Die Prüfung werde sich tiefgründig gestalten, betonte Sprecher Erich Mayer. Eine ganze Reihe strafrechtlicher Vergehen steht im Raum. Die Entscheidung, ob ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wird, soll in einigen Tagen bzw. wenigen Wochen fallen.

Burgtheater: Wer könnte Hartmann nachfolgen? Eine Frau?

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.03.2014)

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