Dorotheum und "im Kinsky" erreichen Rekordumsätze

APA (Archiv/Fohringer)

Zwei österreichische Auktionshäuser dürfen sich über Rekorderfolge freuen: "im Kinsky" verzeichnete einen Gesamtumsatz von 10,85 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2007. Man spricht von einer Verkaufssteigerung von knapp 40 Prozent. Das Dorotheum verbuchte laut Aussendung das erfolgreichste Halbjahr in der Geschichte des heuer 300 Jahre alt gewordenen Hauses.

"Im Kinsky" feierte im vergangenen Halbjahr gegenüber dem Vergleichszeitraum einen Zuwachs von sieben Verkäufen, die über 72.000 Euro einbrachten. Im Vorjahr zählte man insgesamt 16 dieser Erfolge. Die 64. Kunstauktion "im Kinsky" am vergangenen Mittwoch war die bisher erfolgreichste Versteigerung des Wiener Auktionshauses. Der Gesamt-Umsatz betrug laut Aussendung mehr als 6,7 Millionen Euro.

Im Allgemeinen bestand in allen Sparten die Nachfrage für die höchsten Preiskategorien. Der Umsatz für zeitgenössische Kunst steigerte sich in jeder der drei vergangenen Auktionen um jeweils 40 bis 50 Prozent. Die Rekorde wurden von Künstlern wie Maria Lassnig (200.000 Euro), Günter Brus (90.000 Euro), Franz Ringel (100.000 Euro) und Kiki Kogelnik (50.000 Euro) angeführt. Auch die Kunst der klassischen Moderne brachte Verkaufssteigerungen: der Höchstpreis für den "Moulagenmacher" von Franz Sedlacek von 300.000 Euro verdoppelt fast den bisherigen Höchstpreis in dieser Sparte, der bei 161.000 Euro gelegen war. Das Interesse an Malerei des 19. Jahrhunderts ist "im Kinsky" jedoch zurückgegangen.

Die beiden Auktionshäuser erkennen tendenziell eine erhöhte Nachfrage am Markt. Kunst wird von Interessenten nicht mehr nur als "bloße" Wertanlage betrachtet.

(APA)

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