Dynastie-Musical über "Die Habsburgerischen"

Die berühmteste österreichische Herrscherdynastie wird zum Musical umfungiert: "Die Habsburgerischen" startet am 20. Oktober im MuseumsQuartier. Geboten werden viele Streitigkeiten und eine Menge Zeugungsdruck.

(c) www.mqw.at

Wo sie früher ihre Pferde stehen hatten, erleben "Die Habsburgischen" ab 20. Oktober wieder ihre Familienhistorie: In den zum MuseumsQuartier gewandelten ehemaligen Hofstallungen versammelt das Musical der Vereinigten Bühnen Wien (VBW) alle Epochen der ehemaligen Herrscherdynastie an einem Tisch - zum gepflegt-witzigen Familienstreit. Die Story verspricht familiensatirischen Witz und lange verschüttete Geschichtskenntnisse wiederzuerwecken.

Es wird gestritten, was das Zeug hält

In der Kapuzinergruft treffen Herrscher aufeinander, die in verschiedenen Jahrhunderten gelebt haben. Maria Theresia (gespielt von Burgtheater-Mimin Maria Happel) zankt sich mit Karl VI., Rudolf mit Franz Joseph, Ferdinand mit dem "mittelalterlichen Macho" Albrecht. Und die Herrscherdynastie entpuppt sich dabei als ganz normale liebe Familie - da wird gestritten, was das Zeug hält.

Auch steht der Zeugungsdruck der Habsburger im Vordergrund. Besonders darunter zu leiden hat Karl VI. (Alexander Wächter) und stimmt ein Lied an: "Oh Spermien habt doch erbarmen / mit einem König, einem armen / und schenkt mir noch einen Sohn".

Viele Rollen für kleines Ensemble

Die Darsteller schlüpfen dabei in viele unterschiedliche Rollen, insgesamt kommen rund 40 historische Herrscher auf die Bühne. So tritt Alexander Wächter genauso als Franz I. wie auch als Franz Joseph oder Otto auf, Roman Frankl gibt u.a. Franz Stephan, Karl V. oder Ottokar von Böhmen. Boris Eder verkörpert Maximilian I., Rudolf II sowie Ferdinand II. Sasha O. Weis wurden Don Carlos, Rudolf I. und Joseph II. zugeteilt, Raphael Kübler übernimmt unter anderem die Rollen von Rudolf IV. und Ludwig Viktor.

Die weiblichen Rollen von Marie-Antoinette bis hin zu Elisabeth spielt Delia Mayer. Aufmerksamkeit ist vom Publikum, das bei der von Kolonovits selbst dirigierten Musik auch bei den zahlreichen musikalischen Zitaten mitraten darf, jedenfalls gefordert.

(APA)

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