Erler Passionsspiele in neuem Gewand

Rundumerneuerte Erler Passionsspiele haben am Sonntag nach sechs Jahren Pause in dem kleinen Tiroler Ort nahe der bayrischen Grenze Premiere gefeiert. Der für seine lyrische Sprache bekannte, mehrfach ausgezeichnete Autor Karl Lubomirski überarbeitete den Text, aber auch Musik, Kostüme und Bühnenbild bekamen eine Frischzellenkur.

Nur die Regie blieb in den bewährten Händen von Rolf Parton, der die Passionsspiele zum dritten Mal in Folge inszenierte. Auch der altgediente Jesus-Darsteller und Spielleiter Erwin Thrainer (54) musste einem jüngeren Nachfolger weichen. Thrainer verkörperte fünfmal in Folge den Heiland. In diesem Jahr übernahm erstmals der 22-jährige Florian Harlander die Rolle des Messias.

Von den rund 1.450 Dorfbewohnern wirken rund 630 aktiv auf der Bühne mit. Zählt man auch diejenigen dazu, die im Hintergrund mithelfen, ist beinahe das gesamte Dorf für die Passion im Einsatz. Bereits seit 2004 wird im 1.500 Besucher fassenden Passionsspielhaus geprobt.

Bis Oktober wird die Leidensgeschichte Jesus voraussichtlich 37 Mal dargestellt. Man rechnet mit rund 60.000 Besuchern, vor allem aus Deutschland, aber auch aus der Schweiz und Norditalien. Die Neuerungen in diesem Jahr wurden auch im Hinblick auf das 400-Jahr-Jubiläum der Erler Passionsspiele 2013 vorgenommen.

(APA)

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