„Aida“ und mehr: Salzburgs offene Geheimnisse

Die Intendanz Markus Hinterhäusers soll 2017 u. a. mit „Titus“, „Lear“ und „Wozzeck“ beginnen.

Markus Hinterhäuser.
Markus Hinterhäuser.
Markus Hinterhäuser. – (c) APA/NEUMAYR/MMV

Lang vor der Pressekonferenz im Spätherbst verdichten sich Gerüchte über das Programm der Salzburger Festspiele 2017. So soll die neue Ära mit der Festspiel-Erstaufführung einer der erfolgreichsten Opern der jüngeren Vergangenheit beginnen: Aribert Reimanns „Lear“, dirigiert von Franz Welser-Möst.

Längst durchgesickert ist das Verdi-Projekt Riccardo Mutis: Er wird im Salzburger Sommer 2017 als Dirigent von „Aida“ zurückkehren, bei der Premiere wird Anna Netrebko ihr Rollendebüt in der Titelpartie feiern. Die persische Filmregisseurin Shirin Neshat soll erstmals Oper inszenieren.

Der südafrikanische Künstler William Kentridge, mit dem Hinterhäuser bei den Wiener Festwochen vor zwei Jahren Schuberts „Winterreise“ erarbeitete hat, ist als Regisseur für Alban Bergs „Wozzeck“ in Aussicht genommen – Matthias Goerne, der dritte im Schubert-Bunde, soll den Wozzeck singen. Mozart kommt mit seiner letzten Oper, „La clemenza di Tito“, an die Reihe, Peter Sellars, in der Ära Mortier einst für die Da-Ponte-Trilogie verantwortlich, soll inszenieren, die musikalische Ausgestaltung übernimmt angeblich Teodor Currentzis mit seinem Ensemble Musica Aeterna. Die Philharmoniker hingegen werden eher für Musik des 20. Jahrhunderts herangezogen: Neben „Lear“ und „Wozzeck“ gibt es Schostakowitschs „Lady Macbeth von Mzensk“ unter Mariss Jansons, Andreas Kriegenburg wird dafür als Regisseur genannt.

Bei der Neubesetzung des „Jedermann“ stehen derzeit die Aktien für Tobias Moretti als Nachfolger von Cornelius Obonya am günstigsten. (APA/sin)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.08.2016)

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