"Jedermann" als Moretti-Show

Michael Sturmingers Neuinszenierung des Hofmannsthal-Dramas bei den Salzburger Festspielen ist äußerst durchwachsen. Viel vom Zauber und der Wucht dieses Spiels ging verloren.

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Tobias Moretti als Jedermann. – REUTERS

Der Himmel kannte keine Gnade. Bis zuletzt hatte man am Freitag bei den Salzburger Festspielen gehofft, dass die Eröffnungspremiere des „Jedermann“ auf dem Domplatz stattfinden werde. Doch dann setzte am Abend starker Regen ein, es blitzte und krachte – höhere Mächte verbannten Hugo von Hofmannsthals „Spiel vom Sterben des reichen Mannes“, das seit 1920 zur Salzburger Tradition gehört, vom Platz vor dem sakralen Barockwunder. Profane Flucht ins Große Festspielhaus. Verspätet begann die von Michael Sturminger runderneuerte, auf 95 Minuten verknappte Aufführung, mit Tobias Moretti in der Titelrolle und Stefanie Reinsperger als Buhlschaft. Das Publikum war weit milder gestimmt als das wendische Wetter, es bedachte die Neuinszenierung mit Standing Ovations.

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("Die Presse"-Printausgabe, 23. Juli 2017)

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