Salzburger Festspiele

Rose Bernd und die bösen Männer

Kritik Karin Henkel hat Gerhart Hauptmanns 1903 verfasstes Drama mutig, kraftvoll und symbolreich inszeniert. Herausragend: Lina Beckmann in der Titelrolle.

Frauen im Gegenlicht: Lina Beckmann als Rose Bernd (r.), Julia Wieninger als Frau Flamm.
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Frauen im Gegenlicht: Lina Beckmann als Rose Bernd (r.), Julia Wieninger als Frau Flamm.
Frauen im Gegenlicht: Lina Beckmann als Rose Bernd (r.), Julia Wieninger als Frau Flamm. – (c) APA/BARBARA GINDL

Die tragische Heldin des Schauspiels „Rose Bernd“ ist laut Text „ein schönes und kräftiges Bauernmädchen von 22 Jahren“. Kraftvoll und in ihrer Art schön ist auch Karin Henkels Inszenierung dieses naturalistischen Fünfakters. Auf der Perner-Insel in Hallein wurde sie am Samstag frenetisch bejubelt. Als sich Lina Beckmann zum Schlussapplaus verbeugte, ließen sich viele Premierengäste zu Standing Ovations hinreißen. Sie hatte die Rose mitreißend, unter Einsatz aller Kräfte gespielt, unterstützt vom famosen übrigen Ensemble, zu dem erstaunlicherweise auch ein Chor gehört. Henkel hat das Stück – eine Koproduktion der Salzburger Festspiele mit dem Deutschen Schauspielhaus Hamburg – entstaubt, indem sie auf bloßen Realismus verzichtete, sie lud es mit Symbolen auf.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 31.07.2017)

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