Börsenspekulant Jedermann im Laufrad, leidet an Burn-out

Stefan Bachmann inszeniert überzeugend ein effektvolles Auftragswerk des Burgtheaters von Ferdinand Schmalz – das ein feines Ensemble üppigst veredelt.

Das Burgtheater hat dem Erfolgsautor Ferdinand Schmalz einen Stückauftrag erteilt, so etwas kommt nicht oft vor.
Das Burgtheater hat dem Erfolgsautor Ferdinand Schmalz einen Stückauftrag erteilt, so etwas kommt nicht oft vor.
Das Burgtheater hat dem Erfolgsautor Ferdinand Schmalz einen Stückauftrag erteilt, so etwas kommt nicht oft vor. – APA/ROLAND SCHLAGER

Arme Reiche, ständig auf der Jagd nach Profit, von Angst gepeinigt, bestohlen zu werden, Gewinne müssen in Steueroasen verschoben werden, Frauen und Verwandte lauern auf ihr Scherflein vom Vermögen, wollen borgen und erben. Interessant, dass Dichter, denen gern nachgesagt wird, an Materiellem desinteressiert zu sein, ihre Geschöpfe so gern auf Welteroberung schicken wie Goethe seinen Faust oder Ibsen seinen Peer Gynt. Aber es muss schlecht ausgehen, sonst kann sich das Publikum nicht wohlig zurücklehnen und flüstern: „Ach, die Geldsäcke sind auch nicht glücklicher als wir . . .“

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.2.2018)

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