Der alte Theatermacher mag keinen Frauenfußball

Frank Castorf, Ex-Chef der Berliner Volksbühne, äußerte sich abschätzig über Regisseurinnen - und verglich sie mit Frauenfußball. In der „Welt“ ist nun eine feministische Antwort darauf erschienen.

Archivbild: Frank Castorf
Archivbild: Frank Castorf
Archivbild: Frank Castorf – Die Presse

"Wir haben eine Frauen-Fußballweltmeisterschaft und eine Männer-Fußballweltmeisterschaft, und in der Qualität des Spiels unterscheidet sich das schon sehr.“ So antwortete Regisseur Frank Castorf in der „Süddeutschen Zeitung“ auf die Anmerkung der Interviewerin, dass an der Volksbühne unter Castorfs Leitung kaum Frauen Regie geführt hätten. Auf eine verblüffte Zwischenfrage – „Das können Sie jetzt aber nicht laut sagen?“ – wurde er noch bestimmter: „Das kann ich sehr laut sagen. Weil es so ist.“ Frauenfußball interessiere ihn eben nicht. Beim Theater ist er konzilianter: „Wenn eine Frau besser ist, habe ich nichts dagegen. Nur habe ich so viele nicht erlebt.“ Als löbliche Ausnahme nannte er Pina Pausch, von der er „ein großer Verehrer“ sei.

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