Ballett: „Ich weiß nicht, wie ich das geschafft habe“

Schwere Vorwürfe beuteln die Wiener Ballettakademie an der Staatsoper. Wie erleben die Tänzer ihr Haus? Wie viel Konkurrenz gibt es? Und: Wie hat eigentlich die berühmte Waganowa unterrichtet?

Die Ersten Solisten Ketevan Papava und Roman Lazik erleben das Staatsballett als „große Familie“.
Die Ersten Solisten Ketevan Papava und Roman Lazik erleben das Staatsballett als „große Familie“.
Die Ersten Solisten Ketevan Papava und Roman Lazik erleben das Staatsballett als „große Familie“. – (c) Die Presse (Clemens Fabry)

Was soll man als Ballettfreund über all das denken? Wie soll man künftig eine Vorstellung genießen, ohne negative Bilder vor dem geistigen Auge zu haben? Soll man das Kind zum Ballettunterricht schicken oder überhaupt noch ins Ballett gehen, wenn man weiß, wie teuer die Tänzer für die leichtfüßige Eleganz und den perfekten Körper bezahlen? Der Vorwurf, dass Schüler der Ballettakademie der Staatsoper physischer und psychischer Gewalt ausgesetzt waren und dass es einen sexuellen Übergriff gegeben haben soll, wiegt schwer. Und er tut besonders weh, weil sich das Wiener Staatsballett just unter Staatsoperndirektor Dominique Meyer und Ballettchef Manuel Legris so wunderbar entwickelt hat und die Ballettfans nun mit hervorragenden Leistungen begeistert. Ist es wirklich so, dass so etwas nur mit Drill, wenn nicht gar Brutalität zu erreichen ist? Die „Presse am Sonntag“ hat sich umgehört.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.04.2019)

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