Salzburger Festspiele: Ein Lehrer voller Zweifel in „Jugend ohne Gott“

Thomas Ostermeier hat den kurzen Roman Ödön von Horváths gewissenhaft dramatisiert: eine intelligent arrangierte Geduldsprobe im Salzburger Landestheater. Das brillante Ensemble wurde frenetisch beklatscht.

In einem Mordfall versucht der Lehrer (Jörg Hartmann) Schüler T. (Moritz Gottwald, r.) zu enttarnen und Schüler Z. (Laurenz Laufenberg, l.) zu entlasten.
In einem Mordfall versucht der Lehrer (Jörg Hartmann) Schüler T. (Moritz Gottwald, r.) zu enttarnen und Schüler Z. (Laurenz Laufenberg, l.) zu entlasten.
In einem Mordfall versucht der Lehrer (Jörg Hartmann) Schüler T. (Moritz Gottwald, r.) zu enttarnen und Schüler Z. (Laurenz Laufenberg, l.) zu entlasten. – Arno Declair

Ein Mann mittleren Alters tritt an die Rampe des Salzburger Landestheaters. Er wendet sich an die Technik: „Hallo, könnte ich ein kleines bisschen mehr Licht auf der Bühne haben?“ Schon sieht man ihn deutlicher: T-Shirt, Hose und Schuhe in Schwarz. Offensichtlich ist er aus der Gegenwart. So kleiden sich viele Künstler heute. Er sagt: „Was verdanke ich Adolf Hitler? Diese Frage ist leicht mit einem Wort zu beantworten. ,Alles‘!“ Es folgt eine Lobeshymne auf den deutschen Diktator. Stolz und Dankbarkeit demonstriert der Mann.

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