Song Contest kostet Wien 11,7 Millionen Euro

Grafik. 8,9 Millionen Euro kostet die Bereitstellung der Stadthalle - ohne Klimaanlage. Die Kaiserwiese im Prater könnte Fan-Location werden. Die Kosten für die Stadt im Detail.

AUSTRIA EUROVISION SONG CONTEST 2015
AUSTRIA EUROVISION SONG CONTEST 2015
Der Song Contest wird 2015 in der Wiener Stadthalle stattfinden. Für die Bereitstellung und Adaptierung der Halle nimmt die Stadt Wien fast neun Millionen Euro in die Hand. – APA/EPA/HANS KLAUS TECHT

Die Stadt Wien übernimmt für die Austragung des Song Contests 2015 für den ORF als Veranstalter Kosten in Höhe von 11,71 Mio. Euro. Der überwiegende Teil des Leistungspakets - rund 8,9 Mio. Euro - betrifft den Austragungsort, die Wiener Stadthalle.

Im Folgenden eine Auflistung der Leistungen für das Großevent, dessen Finale am 23. Mai 2015 in der Wiener Stadthalle über die Bühne gehen wird:

Stadthalle. Die Kosten für die Stadthalle umfassen die Mietkosten für die insgesamt sechs Hallen inklusive der großen Halle D, die knapp zwei Monate (6. April bis 31. Mai 2015) spielfrei gehalten werden muss, sowie spezielle Adaptierungsmaßnahmen. Dazu gehören u.a. die Einrichtung des "Greenrooms" (Aufenthaltsbereich der Teilnehmer während der Show, Anm.), zusätzlicher Künstlergarderoben und eines Medienzentrums für mehr als 1.500 Journalisten. Auch die technische Aufrüstung - etwa in Form eines Notstrom-Netzes - wird übernommen.

Nicht enthalten ist die eventuelle Installation einer neuen Klimaanlage. Die Frage sei aber, ob die European Broadcasting Union (EBU) wirklich darauf bestehe, da die vorhandene Klimaanlage schließlich auch funktioniere, so Stadthallen-Geschäftsführer Wolfgang Fischer gegenüber der APA: "Muss es wirklich Dubai-Kühlung sein, oder reicht Barcelona-Kühlung auch aus?"

''Schaler Beigeschmack'': Song Contest-Reaktionen

Eurovision-Village. Als Location für das Fanareal, schlägt man die Kaiserwiese im Prater vor. Diese Fläche sei nämlich im Besitz der Stadt, so Oxonitsch. Die Letztentscheidung liegt allerdings beim Veranstalter. Sollte sich der ORF anders entscheiden, schlage man den Heldenplatz oder das Museumsquartier vor. Diese Areale gehören allerdings dem Bund. Hier gebe es seitens der Stadt dann einen Barzuschuss in Höhe von 150.000 Euro.

Werbemaßnahmen. Wenn vom ORF gewünscht, will die Stadt über den Wien-Tourismus seine internationale Werbekampagne in Höhe von 850.000 auf den Song Contest zuschneiden. Außerdem hat man 1 Mio. Euro für sogenanntes City Branding reserviert, mit dem das Wettsingen in der Host City selbst sichtbar gemacht werden soll. In Zusammenarbeit mit dem Wien-Tourismus wurden zudem bereits 5.766 Hotelbetten für den Zeitraum geblockt.

Gratis-Öffis. Alle akkreditierten Gäste sollen kostenlos mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sein können. Für die Gratistickets rechnet man mit 70.000 Euro. 

Der zuständige Stadtrat Christian Oxonitsch (SPÖ) sprach am Donnerstag von "harten Verhandlungen", die allerdings mit großer Fairness geführt worden seien. Zuvor hatte er versichert, dass die Stadt „unter zehn Millionen Euro“ in den Song Contest investieren würde.

Einen Termin für die Eröffnungsgala des Song Contests, dessen Finale am 23. Mai 2015 über die Bühne geht, gibt es auch schon. Der Festakt mit bis zu 1.000 Gästen wird am 17. Mai 2015 im Festsaal des Wiener Rathauses stattfinden.

(APA/Red.)

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