Moby reiht Norbert Hofer zu Assad und Erdogan

In "Erupt & Matter" singt US-Musiker Moby gegen Rechtspopulisten und autoritäre Machthaber. Das Video dazu zeigt Diktator Bashar al-Assad, AfD-Chefin Frauke Petry und FPÖ-Politiker Norbert Hofer.

Ausschnitt aus dem Video von Moby
Ausschnitt aus dem Video von Moby
Ausschnitt aus dem Video von Moby – (c) Youtube

US-Popstar Moby schlägt in seinem neuen Video politische Töne an: „Erupt & Matter“ heißt der Song, den er mit seinem Projekt Moby & The Void Pacific Choir vergangenen Donnerstag veröffentlichte. Das Lied mischt punkige Rhythmen mit elektronischen Sounds, der Text ist dezidiert an Politiker gerichtet: „Wir vertrauen euch nicht mehr“, singt er. „Wir brauchen keine Lügen“, heißt es im Text. „Eure Zeit ist vorbei“.

Wen er meint, zeigt das dazugehörige Video: Darin werden Aufnahmen von teils gewalttätigen Demonstrationen und Protesten gegen jene von politischen Machthabern montiert. Zu sehen sind unter anderem der syrische Diktator Bashar al-Assad und der philippinische Präsident Rodrigo Duterte, der vor Kurzem zugab, Kriminelle selbst getötet zu haben.

Außerdem werden Brexit-Vorkäpfer Nigel Farage, der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan, der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders, AfD-Chefin Frauke Petry und der vergangene Woche angelobte US-Präsident Donald Trump sowie der unterlegene FPÖ-Bundespräsidentschaftskandidat Nobert Hofer gezeigt. Mehrere User bemängeln in den Kommentaren unter dem Video, dass der russische Präsident Wladimir Putin nicht im Clip vorkommt.

In der Beschreibung zu dem Video erklärt Moby: „Rassisten und der antiquierte rechte Rand breiten sich in beinahe jedem Land der westlichen Welt aus. Wir müssen uns dagegen wehren, indem wir protestieren, Progressive unterstützen und, am allerwichtigsten, wählen.“

Auftritt im Tausch gegen Steuererklärung

Moby zählt zu den Musikern, die Trump eine Absage für seine Angelobungsfeier erteilt hatte. Ein Booking-Agent habe ihn im Auftrag Trumps kontaktiert, schrieb er auf Instagram. "Hahahahah, ich wurde gerade gefragt, ob ich beim Amtseinführungsball für Trump auflegen würde", schrieb der Musiker auf Instagram. "Ich lache immer noch." So einen Auftritt würde er höchstens in Betracht ziehen, wenn Trump im Gegenzug seine Steuererklärung veröffentlichen würde.

(Red.)

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