Thievery Corporation: Warmer Tanzsalon gegen soziale Kälte

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In der schicken 18th Street Lounge in Washington DC gründeten Eric Hilton und Rob Garza 1995 bei einem konspirativen Gespräch die Thievery Corporation: als digitales DJ-Projekt.

VON SAMIR H. KÖCKPresse Digital (Felbermayer)
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Inzwischen ist eine Ethno-Groove-Band (mit Vokalisten, Sitarspieler, Bläsersektion) daraus geworden, aber Hilton und Garza haben noch immer viele gemeinsame Interessen. Das Tragen von Maßanzügen gehört ebenso dazu wie das Erbeuten von widerspenstigen Harmonien und dunklen Grooves.Presse Digital (Felbermayer)
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Die beiden wildern in vielen Genres, um ihre subtile Downbeat-Elektronik mit schärfsten Gewürzen aus allen Windrichtungen zu versetzen: aus Indien und Arabien, Jamaika und Brasilien.Presse Digital (Felbermayer)
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Auf den exotischen Duftwölkchen dieser Musik wabert selbstvergessene Liebeslyrik – aber auch revolutionäre Slogans.Presse Digital (Felbermayer)
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Thievery Corporation schaffen das Kunststück, schiefen gesellschaftlichen Verhältnissen zugleich affirmativ und subversiv zu begegnen. Aus der behaglichen Wärme des Salons prangern sie die soziale Kälte der kapitalistischen Welt an, in antilopenledernen Schuhen tanzen sie Bhangra, Reggae und Bossa nova . . .Presse Digital (Felbermayer)
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Diese freundliche Form von Kulturvampirismus und die provokant schicke Revolutionsrhetorik ließen sich bestens kritisieren.Presse Digital (Felbermayer)
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Aber nein, Thievery Corporation sind nach wie vor die Schatzis der Lifestyle-Magazine und die Helden jener Neunzigerjahre-Clubber, die auf Genussverfeinerung in allen Lebensbereichen aus sind.Presse Digital (Felbermayer)
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Etliche Vertreter dieser Generation fanden sich auch im Wiener Gasometer ein. Dort erklomm zu den wuchtigen Klängen des „Warning Dub“ eine Vielzahl von Musikern die zwei Etagen auf der Bühne.Presse Digital (Felbermayer)
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Es war schwer auszumachen, was vom Band kam und was von der Band. Vieles kam jedenfalls aus dem Computer, degradierte Musiker wie den wirbelnden Bassisten Ashish Vyas zu bloßen Ornamentspendern.Presse Digital (Felbermayer)
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Großer Jubel brandete auf, als das verhuschte „Mandala“ und „Lebanese Blonde“ mit flirrenden Sitarklängen in ein fernes Exotica der puren Freude lockten.Presse Digital (Felbermayer)
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Etliche „siaße Tschick“ flammten auf, offenbar, um die düstereren Ecken des Thievery-Klangkosmos genießbar zu machen.Presse Digital (Felbermayer)
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Das mystische „Numbers Game“, das kämpferische „Liberation Front“, das anmutige „Until the Morning“ dienten ebenso als Geschmacksverstärker des Augenblicks.Presse Digital (Felbermayer)
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Diese Musik vertreibt niemanden aus dem Exil der Illusion. Im Gegenteil: Sie befördert das Träumen.Presse Digital (Felbermayer)
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Die wilderen Passagen wurden von den jamaikanischen Toastern Rootz und Zeebo Steele in berückender Heiserkeit gemeistert.Presse Digital (Felbermayer)
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Unermüdlich stapelten sie ihre Redeschwälle auf mächtige Rhythmusgeflechte aus Bass und Trommeln.Presse Digital (Felbermayer)
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Bei Highlights wie „The Richest Man in Babylon“ sickerten die Fans dermaßen in den Sound ein, dass es ihnen trotz Begeisterung nicht einmal mehr möglich war, richtig zu applaudieren.Presse Digital (Felbermayer)
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>>Mehr Bilder vom Konzert der Thievery CorporationPresse Digital (Felbermayer)
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