Gina Schwarz - "Jazzista"

Filigrane Fusion von Frauenhand.

Gina Schwarz Jazzista
Gina Schwarz Jazzista
Gina Schwarz Jazzista – (c) beigestellt

Schnurrender Bass. Der Kontrabass erfreut sich im Jazz viel zu selten der Behandlung wissender Frauenhände. Die aus Hollabrunn gebürtige Gina Schwarz macht ein Ende mit diesem Missstand. Ausgebildet am Wiener Konservatorium und später in den USA bei Granden wie Buster Williams und Cecil McBee ist die junge Dame nun befähigt, das Teil zum Schnurren zu bringen.

„Jazzista“ nennt sich ihr neues Album, das mit erstaunlich hintersinnigen Eigenkompositionen aufzuwarten weiß. Aufgenommen in kulinarischer Oktett-Besetzung, u.a. mit heimischen Granden wie Robert Bachner und Philipp Jagschitz, führt Schwarz in sublime Fusionsgefilde. Trotz der hohen denkerischen Qualitäten ihrer Musik schafft es Schwarz, ihren Kompositionen erstaunliche Luftigkeit zu verleihen. Ihr wichtigster Dialogpartner dabei ist Gitarrist Heimo Trixner, ein Mann, bei dem der gute Groove im Handgelenk zu wohnen scheint. Unter dem Strich ein Album, mit dem Gina Schwarz international durchstarten sollte.

Gina Schwarz: „Jazzista“ (Unite Records/Lotus)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.07.2013)

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