Sin Fang Bous: "Clangour"

Der Isländer Sindri Mar Sigfusson begeistert mit angewandtem Klangforschertum: Seltsame Geräusche, unerwartete Wendungen und tolle Melodien finden sich zu tollem Psycho-Folk-Pop.

Pop als Experimentierfeld: Bei Sin Fang Bous, dem Soloprojekt des Isländers Sindri Mar Sigfusson, trifft das bis in die letzte Pore zu. Wie viele Ideen passen in ein Stück? Wie viele Wendungen verträgt ein Song? Und wie hält man das alles zusammen, macht ein bei allen Tüfteleien unterhaltsames, ja zugängliches Album? Sigfusson weiß vermutlich keine Antworten, aber mit seinem Debüt „Clangour" Musik zu kreieren, die eine eindeutige Sprache spricht: Alles geht, es ist nie genug! Es rumpelt und fiepst, zischt, knarzt und knistert. Akustikgitarren, Flöten, Samples, hie und da ein paar Piano-Chords. Und noch viel mehr. Das Schöne an diesem Klangforschertum: Sigfusson, auch tätig bei der Formation Seabear, lässt tolle Melodien durch seine Songs strömen, bastelt mit fast schon kindlicher Freude an seinem bald überschwänglichen, bald introvertierten Psycho-Folk-Pop. Auf CD ab 6. 2., jetzt schon als Vinyl und bei iTunes erhältlich.

Sin Fang Bous: "Clangour" (Morr Music/Hoanzl)
llllm

 

Kommentar zu Artikel:

Sin Fang Bous: "Clangour"

Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.

Meistgelesen