Parkwächter Harlekin - "Liebe"

Eigenwilliger Sog

Parkwaechter Harlekin Liebe
Parkwaechter Harlekin Liebe
(c) Problembär Records

Es ist nur auf den ersten Blick verwunderlich, dass der Rapper und Hip-Hop-Produzent Parkwächter Harlekin beim weitsichtigen Wiener Indie-Label Problembär Records, der musikalischen Heimat von u. a. Der Nino aus Wien, veröffentlicht. Denn der 27-jährige Niederösterreicher liefert mit „Liebe“ kein genretypisches Werk, im Gegenteil. Für ihn ist Hip-Hop Ausgangspunkt, um diverse Territorien zu durchkreuzen: von Jazz über Electronica bis Art-Pop.

Die Beats poltern meilenweit entfernt von Genre-Konfek-tionsware, wirken oft erfrischend rau. Der stotternde Groove der Stücke braucht meist ein wenig, um in Schwung zu kommen. Doch mit dem mitreißenden Wortstrom von Parkwächter Harlekin entwickelt er einen eigenwilligen wie faszinierenden Sog. Es ist nicht zuletzt das gekonnte Spiel mit der Sprache – ein Track heißt etwa „Sehne Scheide Entzünde“ – und die lyrische Dichte, die die bald reduzierten, bald opulent arran-gierten Stücke von „Liebe“ so außergewöhnlich machen.

TIPP

Parkwächter Harlekin - "Liebe" (Problembär Records)

Kommentar zu Artikel:

Parkwächter Harlekin - "Liebe"

Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.

Meistgelesen