Satanisten klagen wegen Hexen-Serie „Sabrina“

In dem Serien-Remake „Chilling Adventures of Sabrina“ kommt eine Teufelsfigur vor. Eine satanistische Organisation sieht dadurch ihre Urheberrechte verletzt.

Kiernan Shipka spielt Sabrina Spellman
Kiernan Shipka spielt Sabrina Spellman
Kiernan Shipka spielt Sabrina Spellman – (c) Diyah Pera/Netflix (Diyah Pera/Netflix)

Die Serienfigur Sabrina Spellman, bekannt aus der Neunziger-Jahre-Serie „Sabrina. Total Verhext!“, ist zurück – nicht zur Freude einer Gruppe von Satanisten. Diese klagen den Streamingdienst Netflix und das Produktionsstudio Warner Bros. Denn in dem Remake „Chilling Adventures of Sabrina“ werden Urheberrechte verletzt, so die Vereinigung The Satanic Temple. Vor einem Gericht in New York fordern die Statanisten darum 50 Millionen Dollar und die Unterlassung der Verbreitung von „Chilling Adventures of Sabrina“.

Konkret geht es um eine Statue oder Figur, die in der Teenager-Horrorserie vorkommt: Baphomet, ein Teufelsgott mit Ziegenkopf und -beinen, Menschenkörpern und Flügeln. Die Skulptur steht in der Serie in einer Hexenschule. The Satanic Temple argumentiert, dass die Baphomet-Figur von dem Okkultisten Éliphas Lévi kreiert wurde und die Serie die Urheberschaft, deren Rechte der Vereinigung gehören, verletzt habe.

Dass Netflix und Warner Bros. auf die Forderungen eingehen, ist unwahrscheinlich. Denn sie setzen auf „Sabrina“ und haben noch vor Veröffentlichung der ersten Staffel eine zweite bestellt.

Im Hintergrund gut zu erkennen: der teuflische Baphomet
Im Hintergrund gut zu erkennen: der teuflische Baphomet
Im Hintergrund gut zu erkennen: der teuflische Baphomet – (c) Diyah Pera/Netflix (Diyah Pera/Netflix)

Die erste Staffel von „Chilling Adventures of Sabrina“ ist seit dem 26. Oktober auf Netflix abrufbar. Die Hauptfigur, dargestellt von „Mad Men“-Star Kiernan Shipka, soll sich darin zwischen ihrem Leben unter Sterblichen und der Hexerei entscheiden.

Die Serie mischt Elemente aus Horror, Comedy und Drama und hebt sich dabei deutlich von der Vorlage ab. Denn „Sabrina. Total Verhext!“ mit Melissa Joan Hart in der Hauptrolle, war eine Sitcom mit lediglich 22-minütigen Folgen. „Chilling Adventures of Sabrina“ erinnert hingegen mehr an „Buffy – Im Bann der Dämonen“, „Charmed“ oder die Vampir-Serie „True Blood“ - zur Comedy mischt sich hier eine gute Portion Düsternis.

>> Bericht im "Hollywood Reporter"

(her)

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