Geht es nach den Wettanbietern, gewinnt Italien den Song Contest

Nathan Trent, der Österreich beim Song Contest in Kiew vertritt, wird den Wettbüros zufolge ins Finale einziehen. Der Favorit auf den Sieg am Samstag ist der Italiener Francesco Gabbani.

Francesco Gabbani
Francesco Gabbani
Francesco Gabbani (rechts). – (c) APA/AFP/SERGEI SUPINSKY

Die Wettanbieter liegen, was den Eurovision Song Contest betrifft, nie ganz falsch. 2015 hatten sie den Sieg des Schweden Mans Zelmerlöw prophezeit, er sollte den ESC in Wien auch gewinnen. 2016 lag der Russe Sergey Lazarev in der Gunst ganz vorne, er sollte am Ende Dritter werden. Den Sieg holte bekanntlich - überraschend - die Ukraine, die durch die Sängerin Jamala vertreten wurde. Für den Song Contest in Kiew, der heute Dienstag beginnt und bis zum Samstag dauert, gibt es einen klaren Wettbüro-Favoriten: Italien. San-Remo-Gewinner Francesco Gabbani (34) tritt mit dem Song "Occidentali's Karma" für unser Nachbarland an, das als eines der "Großen Fünf" fix für das Finale qualifiziert ist.

Die Quoten liegen - je nach Wettanbieter - sehr gut: zwischen 1:1,61 und 1:1,75. Zum Vergleich: Die Quoten für den prognostizierten Zweitplatzierten Portugal liegen zwischen 1:6 und 1:7, und für den Dritten Schweden bei 1:10 bis 1:12.

Österreichs Chancen beim Song Contest 2017

Co-Favorit Schweden tritt bereits heute, beim ersten Semifinale (21 Uhr), an.  Für Österreich, vertreten durch den 25-jährigen Sänger Nathan Trent, wird es am Donnerstag Ernst - dann steigt das zweite Semifinale. 18 Länder rittern dann um zehn Finalplätze - derzeit wird Österreich auf Platz acht gereiht - das würde für die Teilnahme am Samstag reichen.

Wer gar auf einen Song-Contest-Sieg Österreichs setzt - es wäre der dritte nach Udo Jürgens (1966) und Conchita Wurst (2014) - würde das bis zu 251-Fache seines Einsatzes bekommen.

Bereits fix qualifiziert sind neben Gastgeber Ukraine auch die "Big Five" Italien, Deutschland, Frankreich, Spanien und Großbritannien. Sie steigen als die größten Geldgeber der European Broadcasting Union (EBU) stets erst im Finale ein.

Russland wird nicht beim Song Contest in der Ukraine antreten. Kandidatin Julia Samoilowa war zuvor auf der Halbinsel Krim aufgetreten und von der Ukraine mit einem Einreiseverbot belegt worden. Der Alternative, die Kandidatin via Liveschaltung zu übertragen, stimmt Russland nicht zu. Samoilowa soll 2018 fix antreten.

Alle Teilnehmer für den ESC 2017 im Überblick

Startliste für das erste Semifinale am 9. Mai
1. Schweden: Robin Bengtsson mit "I Can’t Go On"
2. Georgien: Tamara Gatschetschiladse mit "Keep the Faith"
3. Australien: Isaiah mit "Don’t Come Easy"
4. Albanien: Lindita Halimi mit "World"
5. Belgien: Blanche mit "City Lights"
6. Montenegro: Slavko Kalezić mit "Space"
7. Finnland: Norma John mit "Blackbird"
8. Aserbaidschan: Dihaj mit "Skeletons"
9. Portugal: Salvador Sobral mit "Amar Pelos Dois"
10. Griechenland: Demy mit "This Is Love"
11. Polen: Kasia Moś mit "Flashlight"
12. Moldawien: SunStroke Project mit "Hey Mamma"
13. Island: Svala mit "Paper"
14. Tschechien: Martina Bárta mit "My Turn"
15. Zypern: Hovig mit "Gravity"
16. Armenien: Artsvik mit "Fly With Me"
17. Slowenien: Omar Naber mit "On My Way"
18. Lettland: Triana Park mit "Line"

Startliste für das zweite Semifinale am 11. Mai
1. Serbien: Tijana Bogićević mit "In Too Deep"
2. Österreich: Nathan Trent mit "Running on Air"
3. Mazedonien: Jana Burčeska mit "Dance Alone"
4. Malta: Claudia Faniello mit "Breathlessly"
5. Rumänien: Ilinca feat. Alex Florea mit "Yodel It!"
6. Niederlande: O’G3NE mit "Lights and Shadows"
7. Ungarn: Joci Pápai mit "Origo"
8. Dänemark: Anja Nissen mit "Where I Am"
9. Irland: Brendan Murray mit "Dying to Try"
10. San Marino: Valentina Monetta & Jimmie Wilson mit "Spirit of the Night"
11. Kroatien: Jacques Houdek mit "My Friend"
12. Norwegen: Jowst feat. Aleksander Walmann mit "Grab the Moment"
13. Schweiz: Timebelle mit "Apollo"
14. Weißrussland: NAVI mit "Story of My Life"
15. Bulgarien: Kristian Kostow mit "Beautiful Mess"
16. Litauen: Fusedmarc mit "Rain of Revolution"
17. Estland: Koit Toome & Laura mit "Verona"
18. Israel: Imri Ziv mit "I Feel Alive"

Bereits fix qualifiziert für das Finale am 13. Mai
1. Deutschland: Levina mit "Perfect Life"
2. Frankreich: Alma mit "Requiem"
3. Großbritannien: Lucie Jones "Never Give Up on You"
4. Italien: Francesco Gabbani mit "Occidentali’s Karma"
5. Spanien: Manel Navarro mit "Do It for Your Lover"
6. Ukraine: O.Torwald mit "Time"

(Red.)

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