Madonna beim Song Contest-Finale? "Haben keinen unterschriebenen Vertrag"

Am Mittwoch soll Pop-Diva Madonna in Tel Aviv landen, berichten Medien. Dabei gebe es noch gar keinen gültigen Vertrag, sagt Song Contest-Produzent Jon Ola Sand.

Archivbild von Madonna - wird sie auch am Samstag beim Song Contest-Finale singen?
Archivbild von Madonna - wird sie auch am Samstag beim Song Contest-Finale singen?
Archivbild von Madonna - wird sie auch am Samstag beim Song Contest-Finale singen? – REUTERS

Der Eurovision Song Contest bemühte sich in den letzten Jahren in der Voting-Pause internationale Top-Acts zu zeigen. Justin Timberlake war 2016 ein erster Versuch, heuer sollte Madonna für Pop-Glamour auf höchstem Niveau sorgen. Am Samstag steigt die große Final-Show. Doch noch immer ist ihr Vertrag offenbar nicht unter Dach und Fach.

Der ausführende Produzent des Eurovision Song Contests, Jon Ola Sand, sagte am Montag: „Die European Broadcasting Union hat Madonna nie als Act bestätigt". Er stellte klar: „Wenn wir keinen unterschriebenen Vertrag haben, kann sie nicht auf unserer Bühne auftreten.“ Dass der US-Popstar auftritt, wurde ursprünglich von Madonnas PR-Team in den USA und in Großbritannien im April bekanntgegeben.

In den Mitteilungen hatte es geheißen, Madonna würde zwei Lieder in der Pause singen - eines aus ihrem neuen Album „Madame X“ und einen ihrer Klassiker, gerüchteweise „Like A Prayer“ aus dem Jahr 1989. Vom Team der EBU, dem Veranstalter des Song Contests, gab es dafür nie eine offizielle Bestätigung. Es gebe derzeit noch keine finale Entscheidung. Die Verhandlungen ziehen sich. „Wir sind in einer Situation, die ein bisschen komisch ist", so Sand in der Pressekonferenz. „Wir haben einen Künstler, der gerne am Eurovision Song Contest auftreten würde und den wir gerne auf unserer Bühne begrüßen würden. Aber dafür brauchen wir gesicherte Rahmenbedingungen."

Kritik an Madonna

Die „Jerusalem Post“ berichtet, Madonna lande bereits am Mittwoch in Tel Aviv um mit den Proben zu beginnen. An dem geplanten Live-Auftritt der US-Sängerin gab es auch Kritik. Der frühere Pink-Floyd-Musiker Roger Waters, Ankläger von Israels Besatzungspolitik, schloss sich dem internationalen Appell eines Song-Contest-Boykotts an und kritisierte dabei auch Madonna für ihre Zusage.

Fixer Bestandteil der Pausenshow, während der für die Kandidaten abgestimmt werden kann, ist jedenfalls eine Show von ESC-Veteranen: Conchita Wurst, Måns Zelmerlöw (Sieg für Schweden 2015), Eleni Foureira (2. Platz letztes Jahr für Zypern) and Verka Serduchka (2. Platz für die Ukraine im Jahr 2007) treten gemeinsam auf.

Auch Vorjahressiegerin Netta dürfte einen neuen Song präsentieren. Sie werde kurz vor Madonna auftreten, erzählte sie der Deutschen Presse-Agentur in ihrer Wohnung im Zentrum von Tel Aviv. Ihr "neo-karibische Popsong" mit dem Titel „Nana Banana“ verbindet Reggae-Elemente mit japanischer und koreanischer Popmusik. 

(Red.)

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