Aufgedeckt: Schönes kommt auf den Tisch

Schöpflöffel.

Ein Stehaufmännchen aus Japan ist dieser ausbalancierte und unten abgeflachte Schöpflöffel. Zusätzlich gibt es einen kleinen Unterteller in derselben Farbe, auf diesem kann man den Löffel aus einem Glasfaserverbundstoff platzsparend (siehe die Platzverhältnisse in japanischen Küchen) abstellen. Erhältlich in Rot, Schwarz und Weiß.

Schöpflöffel „Tate Otama“, 21,90 Euro, www.shushu-online.de

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Kräutertopf.

Unter dem Schlagwort „Self Watering System“ findet man auf zahlreichen DIY-Blogs Anleitungen, wie man Pflanzen mittels einer saugfähigen Schnur über einen längeren Zeitraum mit Wasser versorgen kann. Dieser Kräutertopf des türkischen Glaslabels Nude sorgt für einen ausgeglichenen Wasserhaushalt.

Kräutertopf Roots, 60 Euro, nudeglass.com

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Art&Antique.

Nicht nur Gemälde von Alfons Walde oder Zeichnungen von Egon Schiele zeigt die Messe Art&Antique in der Wiener Hofburg. Man kann hier auch Wörter kennenlernen, etwa Karaffindel: Damit wird ein Tischgestell für Essig und Öl bezeichnet, anderswo als Menage bekannt.

Art&Antique, Wiener Hofburg, 4.–12. 11., www.artantique-hofburg.at

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Minibräter.

Jemanden schmoren lassen, sich partout nicht melden und sich dafür mit diesem einen halben Liter fassenden Minischmortopf aus Gusseisen ein Dinner for One machen: eine Lammhaxe mit Quitten und Ras el Hanout etwa oder ein Rindsragout mit Dörrzwetschken und Rotwein. Der Deckel kann, wenn nicht gerade brennheiß, auch als Unterteller fungieren.

Minibräter aus Gusseisen um 68 Euro, skeppshult-onlineshop.de

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Messerbänkchen.

Mit 11 cm Länge ist dieses Geweih eine wahre Miniaturausgabe seines Originals. Es wird in der Porzellanmanufaktur Nymphenburg gefertigt, aus weißem, naturgemäß zart-rauem Biskuitporzellan. Zum Einsatz kommt es als Messerbänkchen, wohl eher auf eleganten denn auf rustikalen Tafeln. Messerbänkchen sind mittlerweile eine fast verschwundene Tischkultur-Rarität und gehören gleichsam unter Naturschutz.

Messerbänkchen „Geweih“ aus Biskuit­porzellan, von Nymphenburg, je 115 Euro, www.nymphenburg.com/de

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Patent-Sparschäler.

Es gibt selbst beim Karottenschälen noch Erweckungserlebnisse. Dieser Sparschäler ohne Griff wird vom Schweizer Taschenmesserproduzenten Victorinox gefertigt und macht alles anders. Er liegt federleicht in der Hand, hebt allerfeinste Hobel ab und schiebt diese auch gleich in Schälrichtung beiseite.

Patent-Sparschäler von Victorinox, 13 Euro etwa bei manufactum.at

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Bunny Bento.

Bunny Bento könnte man diesen Aufbewahrungsbeutel, z. B. für Brot, nennen. Designt von Ready Made für Goodgoods, hergestellt aus Mühlviertler Leinen in der Werkstatt des Österreichischen Hilfswerks für Taubblinde. Zu kaufen online oder im Pop-up-Shop von buysocial.design: bis 8.10., Festivalzentrale im Blauen Haus, Europapl. 1, 1150 Wien.

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„Wiener Melange“.

Das Wasserglas als Hut trägt der Becher des Sets ­„Wiener Melange“, das vom ­Designerduo Lucy.D für ­Augarten ­entworfen wurde. Der Deckel kann auch als Untertasse oder Beilagenteller genützt werden. Die Gläser, in drei Pastelltönen zu haben, kommen von ­Lobmeyr.

„Wiener Melange“, 98 Euro, bei Augarten, Spiegelg. 3, 1010 Wien.

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Nitsch-Edition.

Von einem echten Nitsch essen: Die Edition Kunstagentur ermöglicht das mit dieser auf hundert Stück limitierten Original-Edition. Der Teller stammt aus der Porzellanmanufaktur feinedinge, die Zeichnung hat Hermann Nitsch eigens für die Edition geschaffen.

Stempelsigniert, nummeriert, 125 Euro, Bestellungen: office@editionkunstagentur.com

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Grey & White,

Iris Roth ist nicht nur Keramikerin und Innenarchitektin, sondern hat auch ein Kunstgeschichte-Diplom. Die Stücke der in Mailand lebenden Gestalterin bestechen durch ihre stets gedeckten Naturfarben und ihre schlichten Formen.

Grey & White Earth Collection von Iris Roth, irisroth.com

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Facettengläser.

Ein Neuling in der erst jüngst überarbeiteten Rex-Glas-Kollektion ist dieses flache Facettenglas mit 290 ml Fassungsvermögen. Mögen sie nicht nur zum Servieren von Quinoa-Avocado-Cashew-Salaten und veganem Schokomousse genutzt werden, sondern, wie ursprünglich gedacht, zum Einkochen: von Wildfrüchten, Apfelmus, Sugo, Rillettes...

Facettengläser von Rex, Sechser-Karton 8,50 Euro, www.muellerglas.at

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Herrengedeck.

Hierzulande wenig bekannt ist die deutsche Tradition des Herrengedecks, meist ein Pils und ein Korn. Der Bildhauer Tobias Rehberger hat sich des Themas für die Porzellanmanufaktur Nymphenburg angenommen und eine edle Version aus schwarzem Biskuitporzellan entworfen.

Herrengedeck von Nymphenburg, erhältlich in den Münchner Flagshipstores.

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Schalen.

Ein halbgeheimes Schmuckkästchen am Ende der Wiener Taborstraße: Romana Widder-Lunzers Werkstatt-Geschäfts-Hybrid im zweiten Hinterhof. Die Keramikerin, quasi im Nebenberuf frühaufstehende Biberfotografin, hat ihre fast ausnahmslos schnörkellosen Schalen, Becher und Teller hier in Reih und Glied geschlichtet. Ansonsten verkauft sie nur auf Märkten. Zu sehen waren ihre Stücke schon in Kochbüchern und Magazinen. Angesichts der Preispickerl, die auf der Unterseite der mit Pflanzenasche glasierten Stücke kleben, kann man sich nur die Augen reiben, so freundlich wird kalkuliert. Besuch auf Voranmeldung.

Schalen von Romana Widder-Lunzer, im Bild 12–35 Euro. widder-lunzer.at

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Eierbecher.

Eierschädel ist nicht gerade das netteste Wort der deutschen Sprache. Ist Eierkopf besser? Diese Holzfiguren von Lucie Kaas, die auch schon Marilyn Monroe oder Frida Kahlo als Holzpüppchen lancierte, tragen den hoffentlich wachsweichen Dotter jedenfalls mit Stolz.

Eierbecher von Lucie Kaas, je 15 Euro, www.design3000.de

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Bierglas „Josepha“.

Dieses mundgeblasene Krügerl schummelt: Gestatten, Josepha, meines Zeichens Bierkrügerl, sagt es zuvorkommend, fasst aber nur 0,33 Liter. Was den Proportionen freilich gut tut, denn das Halblitermaß macht es Designern genauso schwer wie der Anzug in XXXL.

Bierglas „Josepha“, von Stillsegler, 38 Euro, etwa Spiegelgasse 13, 1010 Wien, oder stillsegler.com

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Getreidemühle.

Unlängst haben wir im Gourmet-Special vom unterschätzten Geschmack von Mehl erzählt, unter anderem von frischgemahlenem. Mühlen für den Hausgebrauch bietet die Firma Komo. Eine dieser Mühlen verlosen wir am 16. 6. auf facebook.com/DiePresseSchaufenster. Folgen Sie uns doch!

Getreidemühle Fidibus 21, 251 Euro, www.bio-store.at

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Einkaufsnetz.

Die Firma Filt erzeugte in der Normandie früher nur Fischernetze. Weil aber auch Baguettes und Käselaibe ein guter Fang sein können, produziert man heute diese Einkaufsnetze aus Biobaumwolle. Schlechte Lebensmittel sollte man damit nicht kaufen – man legt alles offen.

Einkaufsnetz, 14 Euro, Kolingasse 3, 1090 Wien oder alexandrapalla.at/shop

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Kristallglaskollektion „Fluted“.

Whisky für one für Männer mit geschliffenen Manieren: Dieses Set von Richard Brendon enthält neben einem Glas auch ein Wasserkännchen, eine Eiswürfelschale und einen kleinen Dekanter. Gefertigt in Böhmen.

Kristallglaskollektion „Fluted“ von Richard Brendon, bei Stamm, Petersplatz 8, 1010 Wien.

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Picknickdecke.

Die Schere zwischen Kann und Ist erweist sich beim Picknick als groß. Statt prächtiger Cupcakes und Minisandwiches heißt es in Wirklichkeit gern eine stachelige Wiese, eine ­räudige Decke, Mozzarella aus dem Packerl und warmer Sprudel. Diesem improvisierten Charakter entspricht diese leichte Knitterdecke.

Picknickdecke, Manufactum Magazin.

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Ginbecher.

Arik Levy, Piero Lissoni oder Patricia Urquiola sind nur drei der Designer, mit denen Ritzenhoff für seine Jubiläumskollektion zusammenarbeitet. „The next 25 years“ ist das Motto. „Next Champus“ oder „Next Milk“ etwa heißen die Produktgruppen, hier: ein Ginbecher von Pauline Deltour.

Ginbecher, Chrom, 24,50 Euro, etwa bei Haardt & Krüger.

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Japanisches Pflanzmesser.

Wenn der deutsche Schriftsteller Martin Mosebach seine Personenbeschreibungen mit ausführlichen Schilderungen von boboesken „Ausrüstungsgegenständen“ ergänzt (wie im Roman „Was davor geschah“), meint er wohl, ohne es auszusprechen, fancy Spezialwerkzeuge von Manufactum wie dieses japanische Gartenmesser. Und auch wenn eine Figur Martin Suters, dieses Autors mit Hang zum gar so expliziten Ausstaffieren, ein Werkzeug zum Pflanzensetzen brauchte, wäre es zweifellos genau dieses.

Japanisches Pflanzmesser, 29,50  Euro bei www.manufactum.at

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Service.

„Die fließenden Linien darf ich mit dem Dekor nicht zerstören“, sagt Designer Alfredo Häberli über seine Arbeit am schon bestehenden Service „Fluen“. Das Dekor „Shifting Colors“ erinnert an Diagramme aus der Mengenlehre mit ihren sich überlagernden Flächen.

Service „Fluen Shifting Colors“ von Fürstenberg, ab Mai im Handel, etwa bei Stamm.

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Hasenhäferl von Joanna Ham.

Die täglichen Abenteuer eines Hasen sind Thema der Illustratorin Joanna Ham. Die Häferlserie „Rabbits“ erzählt mit scherenschnittartigen Bildern von seinen Yogastunden und Weinverkostungen, zeigt ihn beim Tapezieren, Schispringen, Tauchen oder Arbeiten am Schreibtisch.


Hasenhäferl von Joanna Ham, je 24 Euro, bei Stamm. stamm.at

 

Kitchen Soap Bar.

Kosmetik für die Küche bedeutet nicht optische Kosmetik in Form von adretten neuen Geschirrtüchern, sondern tatsächlich Seife: Diese, speziell für die Küche entwickelt, enthält Kokosöl, Olivenöl und Kakaobutter sowie die abrasiven Zutaten Weizenkleie, Haferflocken, gemahlene Mandeln sowie Marillenkerne und Kaffeesatz. Dank dieser werden Gerüche, die etwa beim Schneiden von Knoblauch entstehen, tatsächlich sehr passabel entfernt.

Kitchen Soap Bar, 9,50 Euro, www.bedandroom.com

 

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Wood & Form.

Von Rindeneinschlüssen und Waldkanten erzählt Wood & Form, von Maserknollen und besonders begehrten Unregelmäßigkeiten: Die deutsche Manufaktur fertigt aus ausgesuchten Hölzern Salz- und Pfeffermühlen. Die Mahlwerke von Crushgrind haben 25 Jahre Garantie.

Mühlen von Wood & Form, ab 130 Euro, www.die-pfeffermühlen.de

 

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Myflavour.

Wie man den Garten in Flaschen stopft – Früchte, Blüten, Kräuter – das zeigen derzeit Supermarktregale, die Leitungswasser in Plastikflaschen mit Zitronenstücken und braungeränderter Minze anbieten. Eleganter geht das mit diesem Modell. Und die Aromaspender am Spieß lassen sich mit einem Handgriff entfernen.

Myflavour von Eva Solo, 49 Euro.

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Brotstempel.

Geschenkartikel- und Haushaltswarenhändler verkaufen Keksstempel mit den Schriftzügen „Homemade“, „I love you“ oder auch solche mit austauschbaren Buchstaben für individuelle Widmungen wie „Für mein Lindaschatzi“. Das Beschriften von Backwaren ist freilich eine uralte Tradition. Mit diesem Brotstempel etwa kann man das Christusmonogramm, die Kurzform des Namen Jesu, in rohen Teig drücken.

Brotstempel aus Eichenholz, 19 Euro, www.servusmarktplatz.com

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Food Jar.

Die Hälfte aller Instagram-Junkies ernährt sich offenbar nur mehr von Bowls. Smoothie-Bowls (Fruchtpüree mit fünf Körnern und einem Apfelschnitz um zehn statt drei Euro, weil in einer Bowl), Kebab-mit-Reis-Bowls (zwölf Euro statt vier, weil in einer Bowl statt Plastiktasse). Wer sich diesen Trend patentiert hat, ist reich. Für Bowlverweigerer und Selberkocher fürs Büro eignet sich dieser neue „Food Jar“ mit besonders breiter Öffnung, der die Temperatur von Currys und Ähnlichem hält und teure „Bowls“ wie Mikrowelle obsolet macht.

Food Jar von Sigg, ab 25 Euro.

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„Amazing Aprons“.

Schlangenlederoptik, metallic oder klassisch: Die „Amazing Aprons“ von Dutch Deluxe werden in den Niederlanden gefertigt. Mit der Zeit bekommen sie, unabhängig von der Oberfläche, aber abhängig vom individuellen Umgang mit Fett, Rotwein oder Säure, eine Patina.

„Amazing Aprons“, etwa bei Lederleitner.

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Schneidbrett.

Vom Schriftsteller Max Goldt stammt der Buchtitel „Vom Zauber des seitlich dran Vorbeigehens“. Den Nicht-Zauber des seitlich Herunterrutschens beendet dieses klappbare Schneidbrett von Joseph: Ge­schnittenes Gemüse etc. gleitet sauber in Topf oder Pfanne.

Schneidbrett, bei Cuisinarum, Singerstr. 14, 1010.

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Weinglas.

Anmutig verwordackelt sind die Stielgläser des Deutschen Jochen Holz, die es in verschiedenen Farbkombinationen gibt. Weingläser kann man sie nennen, wenn man sich nicht daran stört, Wein aus gefärbten Gläsern zu trinken. „Die Form offenbart sich eher der Hand als dem Auge“, meint Holz.

Weinglas von Jochen Holz, 80 Euro, www.jouwstore.com

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Eschenholzboxen.

Vorratsdosen nach japanischem Bento-Vorbild, aber aus mitteldeutschem Eschenholz, nicht verklebt, in Norddeutschland gefertigt und stapelbar: die Serie „Eshly“ von Britta Knüppel. Die Dosen mit breiten Gummibändern in verschiedenen Farben gibt es in mehreren Größen.

Eschenholzboxen „Eshly“, 47,50 bis 62,50 Euro, brittaknueppel.de

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Eierbecher.

Wie man sich bettet, so sitzt man, denkt sich das wachsweiche Frühstücksei und rückt sein Unterteil auf dem frisch aufgeschüttelten Keramikpolster zurecht. Nun kann kommen, was wolle, Hauptsache: Löffel, kein Messer. Und bloß keiner dieser halblustigen Sollbruchstellenverursacher.

Eierbecher Pillow Egg Cup, 18 Euro, etwa bei colette.fr

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Dose.

Dem Krapfen hat man sein Krapfen-Sein stets eher abgenommen als der Semmel: Gar glatt und brav war sie, die Porzellandosenversion von Augarten. Bis sie vor Kurzem überarbeitet wurde. Nun sieht sie dem Referenzstück, der Trompe-l’œil-Handsemmel aus der Zeit Franz Josephs I., zum Verwechseln ähnlich.

Dose „Kaisersemmel“, Augarten, 145 Euro.

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Korken.

Stoppelgeld ausgeben kann man bei diesem lederverbrämten Korken, der – es ist noch immer die alljännerliche Gute-Vorsätze-Zeit – es vielleicht leichter macht, eine angefangene Flasche nicht an einem Abend zu leeren, sondern in mehreren Tagesetappen.

Korken „Skin“, 11,50 Euro, etwa bei Attic in Linz, Rosenauer-straße 4, www.intheattic.at

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Spirelli.

Vorsätze mit Aufsatz: Mit dem schwarzen Kopfteil spießt man Gemüse wie Rote Rüben oder Gurken auf, um sie durch die Klingen dieses Spiralschneiders zu drehen. Mit etwas Übung gelingen tatsächlich fast so exakte Gemüsenudeln wie auf dem Foto – vorausgesetzt, das Gemüse wurde vorher in die passende Form gebracht.

Spirelli 2.0, bei Cuisinarum.

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Schriftzüge.

Manchmal entdeckt man sie noch an ihrem Ursprungsort, obwohl längst jemand anderer eingezogen ist: alte Buchstaben von Geschäftsfassaden, aus Blech, Keramik, Kunststoff. Sehr oft wurden sie aber – und das kann man durchaus kontroversiell sehen – schon abmontiert. Zwar rettet man sie dabei vor dem Verschrotten, entfernt sie aber auch aus dem Stadtbild.
Wer Glück hat, findet komplette Schriftzüge, etwa kulinarische wie „EIS“, „Konditorei“, „Bar“ oder eben „Patissier“.

Schriftzüge, etwa bei freundts.de (Bild) oder Bananas, Kettenbrückengasse 15, 1050 Wien. www.bananas.at

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Besteck.

Hinter diesem asymmetrischen Besteck „MoonLashes“, mit dessen stählerner Variante man unter anderem im Steirer-eck isst, steckt die Architektin Vera Purtscher. Vera Pure heißt ihre Marke. Die goldbeschichtete Version ist einzeln ab 80,50 für den Espressolöffel (nicht im Bild) zu haben.

Besteck „MoonLashes“, verapu.re/de, Set aus Edelstahl bei shop.diepresse.com

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CraftPilsner-Glas.

Das wahrscheinlich bekannteste Glas der Salzburger Brauerei Trumer, die „Schlanke Stange“, war schon als schönstes Bierglas der Welt im Museum of Modern Art in New York zu sehen. Nun hat Trumer mit dem Glashersteller Spiegelau, der schon einige sortenspezifische Craft-Bier-Gläser lanciert hat, dieses Glas für Pils ent­wickelt.

CraftPilsner-Glas von Trumer; 5,90 Euro, trumer.at

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Stamperlset.

Das große Comeback des Likörs und des nachmittäglichen Stamperltrinkens steht noch bevor. Es kann allerdings schnell gehen: Man müsste nur die Silbe Craft- voranstellen. Dieses Porzellanset von Hedwig Rotter ist in verschiedenen Farbkombinationen zu haben.

Stamperlset „Wave“ 171 Euro, von mano design, 1160 Wien, Grundsteingasse 36/1–3.

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Espressokanne.

Der Obsidian, dieses schwarze Gesteinsglas mit dem typischen Muschelbruch, stand Pate für die Espressokanne, die der, apropos Pate, aus Sizilien stammende Architekt Mario Trimarchi für Alessi entworfen hat. Sie ist in drei Größen und auch in Aluminium erhältlich.

Espressokanne Ossidiana von Alessi, in drei Größen, bei cuisina-rum.at, 1010 Wien, Singerstr. 14.

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Korb.

Erdäpfel einkaufen, Äpfel vom Boden klauben, Zwiebeln einlagern: Jetzt ist die richtige Zeit. Zum Beispiel in diesen Körben, die im Senegal aus Gras und Bast geflochten werden und in verschiedenen Formen, Farben und Größen zu haben sind.

Korb „Orange love“ aus dem Senegal, geflochtenes Gras, 69 Euro, bei www.habari.at, Theobaldgasse 16, 1060 Wien.

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Augarten.

Die Mad Hatter’s Tea Party von Alice im Wunderland sei die Inspiration für diese Kollektion gewesen, sagen Mary-Jane Breytenbach-Tucek und Fred Tucek. Für die Porzellanmanufaktur Augarten hat das Schmuckgestalterpaar bestehende Kannen- und Tassenformen mit Steinen und Edelmetall kombiniert. So erhielt etwa die Kanne „Ena“ Deckel, die mit Rosenquarz, Tigerauge oder Zirkonia besetzt sind. Was Designerin Ena ­Rottenberg dazu gesagt hätte?

Kollektion „Alice im Augartenland“, www.augarten.com

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Service.

Das Wiener Designbüro Eoos ist kulinarisch Interessierten unter anderem dank seiner Bulthaup-Projekte ein Begriff. Das Service „Omnia“ für Fürstenberg mit bewusst nur vier schlichten Formen hat heuer schon den Red Dot Design Award eingeheimst.

Service „Omnia“ von Fürstenberg, bei Lobmeyr und Stamm (Wien) sowie Klammerth (Graz).

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Bleikristall.

Die oberösterreichische Designerin Christine Hechinger, die unter anderem im Studio Stefan Diez gearbeitet hat, hortet Bleikristall: Etageren, Bowleschüsseln, Vasen etc. Indem sie diese Stücke mit einer speziellen Metallbeschichtung versieht, betont sie die Struktur, die gern als anachronistisch abgestempelt wird.

Serie Opal, christine-hechinger.com

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Untersetzer.

Nein, wir schreiben jetzt nicht „wenn die Tage kürzer werden“. . . Wir setzen statt der Phrasendreschmaschine lieber ein herbstliches Stricknadelgeklapper in Gang. Oder freuen uns, dass das Label housedoctor das schon längst für uns getan hat.

Untersetzer Wooly, 22 Euro, etwa auf www.royaldesign.de

 

www.royaldesign.de

Salatbesteck.

Edward mit den Salatgabelhänden, könnte Cineasten jetzt einfallen. Nur dass es nicht Tim Burton ist, der die Regie über das Salatmischen über hat, und nicht Johnny Depp, der in der Schüssel umrührt, sondern jeder, der sich diese Utensilien aus Bambus von Nicolas Vah besorgt.

"Carvina", 16,50 Euro, etwa bei www.lefliving.de

www.lefliving.de

Obstschale.

Eine Schüssel schaffte den Durchbruch: Die Serie "Cactus", Edelstahl mit durchbrochenem Dekor, hat Alessi schon seit dem Jahr 2000 im Programm. Neu ist die leuchtend rote Variante. Super-Red nennt der Hersteller die extrem strahlende Farbe dieser Obstschale, wir sprechen aber lieber vom guten alten Jolly-Buntstiftkasten-Farbton Zinnoberrot (der sich stets der Konkurrenz von Kirschrot aussetzen musste).

"Cactus Super-Red" von Alessi, ab 50 Euro, bei Cuisinarum, Singerstraße 14, 1010 Wien, oder store.alessi.com

Geschirrtücher.

Kapstadt, Amsterdam oder London – für alle möglichen Städte lässt das Print-Label Juniqe Geschirrtücher mit stilisierten Stadtplänen anfertigen, stets als Paar zu haben. Auch Wien ist im Programm, im Zweierpack mit Berlin.

Geschirrtücher mit Stadtplänen, etwa als Zweierpack Wien und Berlin, 19 Euro, www.juniqe.com

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Würstelteller.

Sicher, man sagt hierzulande besser Frankfurter Würstel, wenn man nicht gesteinigt werden will, aber nachdem die Macher des Festes der Wurst (siehe „Kostnotiz“ oben) an einem Buch zur ‚„Wiener sausage“ arbeiten, lassen wir diesen Teller gelten. Es gibt ihn übrigens auch in leptosomer Form, für ein einzelnes Würstel, den sogenannten Einspänner.

Würstelteller bei The Viennastore, 12,90 Euro, Herrengasse 6, 1010 Wien.

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Dekanter.

Ein Hängehuhn mit „sonorem Gurgeln dank Doppeldekantierfunktion“ hat der Tiroler Glashersteller Riedel auf den Markt gebracht. Und was Handtaschen können, kann der neue Dekanter namens Ayam auch: sich geschickt an der Tischkante festhalten – mit der Schwanzfeder.

Dekanter Ayam von Riedel, 235 Euro, shopriedel.com

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Steinguttöpfchen.

Dass diese feschen Steinguttöpfchen mit multifunktionalem Deckel noch nicht öfter in Rezept-Fotoproduktionen zu sehen waren, verwundert fast ein bisschen, schließlich kommt ohne Minitöpfchen zum Kochen-und-gleich-drin-Servieren derzeit kaum eine Rezeptstrecke aus (und auch keine Neo-Brasserie). Detail für Farbfreaks: Das Graublau dieser Töpfe von Nicolas Vahé ist Pantone 431C.

Steinguttöpfchen von Nicolas Vahé, Set um 16,95 Euro, www.villa-smilla.de

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Serviette.

Wer die Namen dieser beiden Protagonisten auf Anhieb richtig schreiben kann, hat gewonnen: Der japanische Modedesigner Issey Miyake hat für das finnische Tischkulturlabel Iittala eine kleine Kollektion entworfen, die seine Vorliebe für Faltungen offenbart – sichtbar etwa bei dieser Serviette.

Iittala x Issey Miyake Home Collection, finnishdesignshop.com

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Pizzaschneider.

Pizza ist ein Ein-Gang-Essen, vorher und nachher braucht man selten etwas. Und ein Ein-Gang-Essen schneidet man, das ist doch klar, am besten mit einem Ein-Gang-Fahrrad. Diesen Pizzaschneider in Form eines Fixie-Bikes (auch Single-Speed genannt) gibt es im Pariser Concept Store Colette.

„Fixie“, 20 Euro, en.colette.fr

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Hot & Cold One Accent.

Man denkt kaum daran, aber für den Eiswürfeltransport in kleinen Mengen (etwa für ein Bootspicknick zu zweit) oder das Mitführen von richtig eiskaltem Eistee eignet sich nichts besser als eine Thermosflasche, die ohne Strom blendend über Stunden isoliert. Auf dieser Flasche von Sigg wird auf die Kühlhaltefunktion auch explizit hingewiesen.

Hot & Cold One Accent von Sigg, ab 24,95 Euro, etwa bei Cuisinarum.

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Vasen „Dschinni“.

Eine Kornblume kommt in Coral, zwei Margeriten in Mandarin, drei Mohnblumen in Mint: Diese pastellige Vasenkollektion aus Bisquitporzellan, unmissverständlich nach den Farben benannt, befreit uns vom Druck, immer gleich ei­nen ganzen Strauß pflücken zu müssen.

Vasen „Dschinni“ von Feine Dinge, 65–130 €, www.feinedinge.com

 

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Schalen.

Eine kurze Reflexion an dieser Stelle: Hätten Sie sich schon alle Dosen, Schälchen und sonstigen Aufbewahrungsgegenstände zugelegt, die an dieser Stelle präsentiert wurden, hätten Sie womöglich mehr Behälter als potenzielles Füllmaterial zu Hause. Dennoch, auch diese emaillierten Schalen müssen sein.

Schalen Colore von Philippi, philippi.com

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Topfkollektion.

Übergroß und winzig, Riesen und Zwerge: Die von den Dottings-Designerinnen und Riess überarbeitete Topfkollektion besteht aus extradickem, von Glas ummanteltem Eisenblech. Mit einem Spektrum von 0,5 bis 20 Liter Fassungsvermögen stellt sich die neue Serie ziemlich breit auf. Auch neu: der lederne Tragegurt. Riesen und Zwerge, ab 17  €, im Fachhandel.

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Papierteller.

Die Picknicksaison zwinkert uns schon zu. Es heißt Körbe packen und Gläser einwickeln, Mückenschutz kaufen, Eiswürfel in Thermoskannen füllen und für die richtige Unterlage sorgen: für Menschen und Speisen. Letztere betten wir etwa auf diese Papierteller namens „Les Yeux“.

Papierteller „Les Yeux“, 8 Stück um 7,99 Euro, auf westwingnow.de

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Grillbretter.

Holz als Grillunterlage, direkt über der Glut? Ja, wenn es gewässert wird, ein bis zwei Stunden. Plank cooking, eine angeblich von Ureinwohnern der USA erfundene Technik des Grillens, wird uns heuer noch öfter unterkommen: Das Grillgut wird nicht direkt über dem Rost gegart, sondern auf dem gewässerten Holzbrett, das im Idealfall noch ein bisschen Aroma abgibt. Vor allem wenig Robustes wie Fisch profitiert von dieser schonenden Methode. Diese Bretter, im Zweierpack erhältlich, sind aus Zedernholz gefertigt.

Grillbretter aus Zedernholz, zwei Stück um 6,95 Euro,
www.design-3000.de

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Geschirr.

Keramik mit Hintergrundgeschichten ist derzeit aus der Gastronomie nicht wegzudenken. Die Stücke des Labels Imperfect Design werden in Kooperation von holländischen Designern mit Handwerkern in Schwellenländern gestaltet. Dieses Set stammt aus Vietnam.

Geschirr von Imperfect Design, Set um 27,50 Euro, plain-shop.at

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Geschirrtuch.

Verena Stummer ist Grafikerin und Einköchin (auch wenn es diesen Begriff nicht gibt). Mit ihrem Label Schön und gut – etwa Gin-Ketchup, Pastinakenpesto oder Beerjam aus Birne und Bier – ist sie an namhaften Delikatessenadressen gelistet. Ihre Gläser sowie Geschirrtücher sind auf dem Linzer Feschmarkt zu kaufen.

29. 4. – 1. 5., Tabakfabrik Linz. feschmarkt.info

 

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Teller.

Papagei, Kranich oder Pfau – deren Körper hat das niederländische Label Catchii quasi in zwei Teile geteilt, um sie beschwingt über Teller fliegen beziehungsweise im Falle des Pfaus spazieren zu lassen.

Teller von Catchii, je 20 Euro, auf shop.catchii.com

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Geschirrtücher.

Kennen Sie den? Schießt man einem Hipster ins Bein, dann hopst er. Und schenkt man einem Hipster diese Geschirrtücher, dann hopst er zum nächsten Friseur und bestellt sich dort eine der abgebildeten Frisuren.

Geschirrtücher von Juniqe, Set um 19 Euro, www.juniqe.de

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Rezepteordner.

Sind Sie auch Zettelwirt oder -wirtin: aus Zeitschriften herausgerissene Rezepte, online gesuchte und ausgedruckte oder von Freunden in knappen Worten niedergeschriebene? Sie alle finden Platz in diesem Rezepteordner: Ledereinband in verschiedenen Designs, Klarsichtfächer, beschreibbare Rezeptseiten mit Registern. Tastebook, 49,90 €, remember.de

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Mundgeblasen

„Es gibt noch genau eine Werkstatt in der Toskana, die das macht“, sagt Franz Eisl. Für sein Label Stillsegler lässt er in ebendieser mundgeblasene Flaschen mit Leder überziehen – eine alte florentinische Technik, bei der Leder weich gemacht und geformt wird. Die 0,5-Flasche ist in Ocker oder Dunkelbraun erhältlich.

Spirituosenflasche „Treviano“, bei Stillsegler, 245 Euro, Spiegelgasse 13, 1010, www.stillsegler.com

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Kuchenplatte.

Die Gefahr, dass der Dinosaurier Triceratops ganz unten von Kuchen, Sushi, oder was auch immer auf seinem breiten Rücken angerichtet wird, nascht, ist gering. Er ist Pflanzenfresser. Und aus Porzellan. Die Servierplatten können getrennt voneinander verwendet werden.

Kuchenplatte „Sauria Trice“ von Seletti, ca. 85 Euro, www.design-3000.de

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Schiffe.

Der belgische Architekt Julien De Smedt bringt Architektur zu Tisch: mit diesen Porzellanschalen in Form von scheinbar gefalteten Schiffen. Die gleichseitigen Dreiecke, aus denen sich die Schalen zusammensetzen, kennt der Architekt aus der Arbeit mit Computermodellen großer Bauten.

Schale „Crushed“ von Muuto, 45 bzw. 89 Euro bei www.connox.at

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Halbe-halbe.

Delfter Keramik und ostasiatisches Porzellandekor machen halbe-halbe: Für die bisweilen fast verstörende, weil schonungslos konsequente Kollektion „Hybrid“ von Seletti hat sich das Designstudio CTRLZAK Geschirrtraditionen aus aller Welt zur Brust genommen.

Geschirrserie „Hybrid“ von Seletti, auf shopdecor.com

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„Waren feiner Art“.

„Waren feiner Art“ mit Schwerpunkt Waldviertel verkauft Simon & Jakober seit 2011. Mit Jahresende ist man in den zweiten Wiener Bezirk übersiedelt, wo nun die Mohnölseifen, Blaudruck-Sackerl, Delikatessen oder diese Leinengeschirrtücher zu finden sind.

Leinengeschirrtücher von der Weberei Vieböck, 11 Euro, Simon & Jakober, Taborstr. 35, 1020 Wien.

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Früh übt sich.

Der legendäre französische Messerproduzent Opinel will mit der Kollektion „Le Petit Chef“, die neben kindertauglichen Messern samt knallrotem Fingerloch und Fingerschutz auch diese Schürze anbietet, Kindern den Einstieg ins Kochen erleichtern.

Kinderschürze von Opinel, 20 Euro auf boutique-opinel-musee.com

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Wassertrinken.

„Ach, ich trinke einfach viel Wasser und schlafe mindestens acht Stunden pro Tag.“ Ein Klassiker in Interviews mit Prominenten, die prächtig in Schuss sind. Gewiss doch! Den wahnsinnig geheimen Tipp mit dem Wassertrinken setzen denn auch wir gleich einmal um.

Messing-Glas-Karaffe 28 Euro, Glas um 16, thevoltashop.com

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Achtelglas.

Fasslbecher heißt diese altmodische Form des Weinglases, manchmal auch Wiener Achtelglas genannt, oft mit Weinreben bedruckt. Heute zu erstehen auf Flohmärkten, in nobler, nackter Form bei Lobmeyr oder, etwa mit „1/8 Wien“ bedruckt, im Vienna Store des Verlegerpaars Hamtil.

Achtelglas, 8,90 Euro, Herreng. 6, 1010 Wien. theviennastore.at

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Sie wünschen?

Ein bisschen etwas hat es ja von Eurer Majestät, wenn man an einer Hotelrezeption gebieterisch auf die Klingel drückt, wenn niemand zu sehen ist, man aber jetzt sofort einchecken, auschecken oder sonst etwas möchte. Und ein wenig majestätisch wirken auch diese Kuchenplatten namens „Belle“, entworfen von der jungen italienischen Designerin Ilaria Innocenti. Die Basis ist jeweils aus Holz, die Cloche hat eine Messingoberfläche. In drei Größen erhältlich.

Kuchenplatten „Belle“, Incipit Lab, je 120 bis 180 Euro, www.incipitlab.com

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Löffelweise Wein.

Aus gebrauchten Barriquefässern werden Löffel: Das Ausgangsmaterial kommt von Weingütern wie Schloss Gobelsburg oder Tement. Bis 29. 2. läuft die Pre-Sales-Phase, ab dann wird produziert.

The Cooking Spoon, je 95 Euro. cookingspoon.at

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Klinge, Korken, Klingelingeling

Agraffe, also Drahtverschluss lockern und einen Glaswulst weiter oben wieder festdrehen, Flaschennaht nach oben drehen, Daumen in die Wölbung auf der Flaschenunterseite drücken, mit den restlichen Fingern derselben Hand festhalten, Korkenflugrichtung großräumig räumen, Kameras bereithalten und dann das Schwert (oder auch ein stinknormales breites Messer) ruhig, aber durchaus mit Vehemenz den Hals entlanggleiten lassen: So sollte beim Sabrieren, dem Schaumweinflaschenköpfen per Klinge, nichts schiefgehen. Dieses Modell hat einen vergoldeten Schaft und einen Griff aus Olivenholz.
Champagnersäbel, 319 Euro, www.biber.com

 

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Airsickness Bags

Airsickness Bags vulgo Speibsackerln sind ein beliebtes Mitbringsel von Fernreisen, je exotischer, desto besser. (Haben Sie eigentlich schon einmal erlebt, dass jemand tatsächlich eines verwendet hätte?) Wie auch immer, haltbarer als die Papiersackerln sind jedenfalls diese Varianten der Keramikdesignerin Hedwig Rotter. Sie hat Schalen und Vasen im Sortiment, bedruckt mit den Motiven Air India oder China Eastern. Obstschale Airsickness Bag, 59 Euro, www.manodesign.at

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Ein Fall für die Knolle.

Zugegeben, die rotbackige russische Puppe auf den nostalgischen blauen Kefirbechern fehlt einem anfangs schon ein bisschen. Denn, logisch, wenn man Kefir selber macht, muss man keines mehr kaufen. Sondern nur Milch, gern bio und von heugefütterten Kühen oder auch von Schaf oder Ziege. Die Milch füllt man gemeinsam mit Kefirknollen in dieses Bechersystem namens Kefirko. Zunächst steht die Mischung bei Zimmertemperatur und mit Luftzufuhr, dann reift sie mit zugedrehtem Deckel im Kühlschrank. Nach 1–2 Tagen ist der Kefir fertig und wird durch das bunte Sieb abgegossen. Die Knollen werden für die nächste Fuhre wiederverwendet.

Kefirko bei Stattgarten, Kettenbrückeng. 14,
1040 Wien, Knollen via kefirhood.com

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In Schale geworfen

Manchmal wird in Seeigelschalen Seeigelpasta serviert, manchmal Tee. Je nachdem, ob die Panzer ein Endoskelett sind oder eine doppelwandige Biskuitporzellanschale. Fürstenberg hat diese „La Mer“-Trinkschale als Ergänzung seiner „Touché“-Linie lanciert. Der Scherben ist hauchdünn, nur 1,2 bis 1,5 Millimeter dick, die Schale daher außergewöhnlich leicht. Geradezu perfekt ist sie zum Händeaufwärmen geeignet, das außen matte Porzellan wird gerade nicht zu heiß.

Trinkschale aus der Serie „Touché“ von Fürstenberg, 125 Euro, zu beziehen etwa über fuerstenberg-porzellan.com/Shop/

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Eine Frage der Unterlage

An sich ist der Plain-Shop mit seinem gut kuratierten Tischkultursortiment in schönen Altbauräumen im 19. Bezirk beheimatet, zwei Tage pro Woche ist offen, ansonsten wird man online bedient. Zwischen 26. 11. und 23. 12. zieht Plain als Shop-in-Shop zu Franke-Leuchten in den 7. Bezirk. Etwa mit diesen gefütterten Leinen-Tischsets aus Südafrika, die es in verschiedenen Farben gibt.

 

Tischset „Facet“, bei Plain, Pop-up-Adresse: Westbahnstr. 5, plain-shop.at

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Alle Seilschaften im Griff

Die Gattung dieses Geräts würde man, zugegeben, auf Verkaufsbusfahrten und Gemüsehobelvorführungen am Rande von Jahrmärkten verorten. Der Easy Pull ist aber so kompakt und wirkungsvoll, dass er sich in diese Tafelkultur-Rubrik schummeln darf. Man betreibt ihn stromlos, nur mit Armeskraft, insofern macht er sich bei Ceviche-Partys auf Schlauchbootpartien genauso gut wie auf Pfadfinder­lagern mit Pestoambitionen. Das Häckselgut wie Zwiebel, Kräuter oder Nüsse wird eingefüllt, das Ding verschlossen, ein paarmal, je nach gewünschter Stückelung, fest mittels rotem Griff am dünnen Seil gezogen. Fertig, staunen, essen.

 

Easy Pull Multischneider von Zyliss, 35 Euro, etwa bei Kastner & Öhler.

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Kalt erwischt

Zart süß und extrem aromatisch statt bitter: Cold Brew ist auch bei Tee eine spannende Zubereitungsmethode, um neue Aromen herauszukitzeln. Besonders gut funktioniert diese Methode bei Sencha. Diese Flasche von Hario verbirgt im oberen Teil ein Teesieb, man füllt es mit Blättern und stellt die Flasche in den Kühlschrank.Filterflasche, etwa auf amazon.com

 

Champagnerkühler

Wie man den Namen richtig ausspricht, ist beim Champagnerhaus Taittinger gemeinhin genauso fraglich wie bei Konkurrent Deutz. Wie man den Namen dieser Champagnerkühler ausspricht, ist ebenso wenig klar: SosSÖ nennt sich dieses in verschiedenen Metallic-Farben erhältliche Modell von L Orf vrerie d Anjou, einem Unternehmen, das es seit 1710 gibt. Es erinnert an eine Damenhandtasche. Beim Brainstormen über die richtige Aussprache ist mitunter der eine oder andere Schluck Champagner hilfreich.

 

Champagnerkühler SosSÖ von L Orf vrerie d Anjou, erhältlich in zwölf Farben, bei Stamm, Petersplatz 8, 1010 Wien.

Sojasaucekännchen

Aldo Bakker, der mit seinen organischen befüllbaren Objekten unlängst auch auf der Vienna Design Week präsent war, hat dieses ominöse Edelding gestaltet. Was könnte es sein? Eine Pfeife? Eine Seifenblasenmaschine? Nein, dieses augenscheinlich höchst präzise gearbeitete Objekt ist ein Sojasaucekännchen. Innen Silber, außen Kupfer, die Kollektion auf 15 Stück limitiert. Wer sich dieses Kännchen zulegt, möge auch bei der Wahl der Sojasauce Stil beweisen. Wie man es freilich anstellt, etwa an ein Fläschchen einer Ohsawa Nama zu kommen, der angeblich besten Sojasauce der Welt, vier Jahre in alten Zedernbottichen gereift, sei dahingestellt.



Sojasaucekännchen von Aldo Bakker bei Thomas Eyck, 3850 Euro, www.thomaseyck.com

 

Kurbelreicher Weg zum Chilipulver

Hinter dem Firmennamen Wauwau verbirgt sich mitnichten ein Hundebedarfsalon. Der gelernte Goldschmied Thomas Kreuz entwirft und verkauft im siebenten Bezirk begehrte Pfeffer-, Muskat-, Salz- und Chilimühlen, teilweise entstehen in Kooperation mit Kreativen limitierte Editionen. Seine jüngste Chilimühle Crankme arbeitet mit einer Kurbel. Auch bei diesem Modell ist ein höchst befriedigendes Mahlwerk aus Schweizer Produktion im Spiel. Die Chilimühle Crankme ist in hellem und dunkelem Holz erhältlich.

 

Chilimühle Crankme, bei Wauwau, Westbahnstraße 7, 1070 Wien, bei Zum Kochen, Theodor-Körner-Straße 37, Graz, www.zumkochen.at

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Heiß auf weiß

Weiß als Schürzenfarbe mag zunächst unpraktisch erscheinen – ist Schwarz nicht besser, um die Spuren von Tomatensauce- oder Steakblut-verschmierten Fingern diskret zu verschleiern? Gegenfrage: Wie oft wäscht man eine schwarze Schürze? Selten, weil man kaum Flecken sieht. Wie appetitlich. In Berlin, wo die Fleischhauerszene generell jünger und schicker wird, wurden dieses Jahr schwarze Schürzen für Fleischhauer verboten. Nur auf heller Kleidung seien Verschmutzungen zweifelsfrei feststellbar.

 

Schürze in Geschirrtuchoptik, 16 Euro, bei Zara home, neuerdings im Europapark Salzburg.
www.zarahome.com

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Ach, verschwinde doch einfach . . .

Rund um platzsparende Imbissbehältnisse wird viel getüftelt. Auf dem Weg zum Picknick oder zur Arbeit muss die Dose notgedrungen gefüllt sein, auf dem Rückweg soll sie bitte so wenig Platz wie möglich in der Tasche verbrauchen. Wer einmal gedankenverloren eine faltbare suppengefüllte (!) Tupperdose fest zusammengedrückt hat, in der Annahme, sie sei leer, vergisst diese Episode nicht so schnell. Dieses Modell ist kein Malheurkandidat. Im extra verschließbaren Deckel bringt man Teigwaren oder Ähnliches unter, der Becher selbst fasst Suppe, Eintopf, Sauce. Oder umgekehrt. Nach dem Essen verschwindet der Deckel platzsparend im Becher.

 

GoEat Soup Pot, 15 Euro, www.josephjoseph.com

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Wir sind alle eine große Farbfamilie

Eigentlich sind die Farben der Porzellanmassen, mit denen die Designerin Sandra Haischberger arbeitet, klare Pastelltöne: Koralle, Mint, Lavendel. Für das Service RAW, das erstmalig auf der Vienna Design Week vorgestellt wird, verwendet sie jedoch recycelte Porzellangießmasse mit Resten aus der laufenden Produktion. „Die Ergebnisse sind nicht vorhersehbar, passen farblich aber immer zusammen“, sagt Haischberger. Während der Vienna Design Week können Interessierte bei der Fertigung zusehen.

Service RAW, derzeit nur bei Feinedinge, Margareten-straße 35, 1040 Wien.

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Dieser Nussknacker ist echt ein Hammer!

Es gibt Ganzjahresküchengeräte und solche mit beschränkter Einsatzzeit. Messer, Zestenreißer oder Gemüsereiben gehören in erstere Rubrik, Maronischneider, Erdbeerentstieler (ja, auch den gibt es) und Nussknacker in die zweite – deren Anpreisung oft mit der überaus beliebten PR-Floskel „Wenn die Tage länger/kürzer werden“ einhergeht. Gnade! Den Nut Hammer mit Silikonhaube als Splitterschutz hat Roger Arquer für Menu entworfen.

Nussknacker, 45 Euro, über design3000.de 

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Will es mich nur warm halten?

Einer der liebreizendsten Begriffe überhaupt ist wohl Tea Cosy: eine dicke Haube, entweder aus Wolle gehäkelt, gestrickt oder aber aus Stoff, dick gefüttert, die Teekannen und ihren Inhalt warm halten soll. Eine Alternative wäre das Stövchen, quasi ein teelichtbetriebener Miniaturherd, meist aus Keramik oder Metall. Dieser erhitzt mit der besonders heißen Spitze einer Teelichtkerze den schon gezogenen Tee aber immer wieder aufs Neue und verändert seinen Geschmack. Ein Tea Cosy (dieser Name!) hält den oft
akkurat zubereiteten Tee einfach nur fürsorglich warm.

Tea Cosy, 25 Euro auf www.de.fermliving.com

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Wer trinkt ihn schwarz?

Wenn Sie zu denen gehören, die allergisch auf all die grellbunten Küchengerätschaften sind, deren Farbe einem schon nach zwei Jahren auf die Nerven geht, und zusätzlich überaus viel Koffein vertragen, nimmt diese mattschwarze Kaffeefilterkanne vermutlich jetzt Ihre Kaufdrangsynapsen in Beschlag. Sie besteht aus mattschwarzem Steinzeug und Silikon. Der Filter der Theo-Kaffeefilterkanne von Stelton hat nur drei Löcher im Boden, die Durchlaufzeit für den Kaffee wird also verlängert, was für einen höheren
Koffeingehalt sorgt.

Theo-Kaffeefilterkanne von Stelton, 65 Euro, www.stelton-store.de

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Salz auf unserer Hand

Ulli Zerzer mit ihrer Keramikwerkstatt Cabuz in St. Johann im Pongau ist eine der Stationen, die der fein kuratierte Online-Reiseführer www.sommerfrische-salzburgerland.at empfiehlt. Die Seite listet Design- und Handwerksbetriebe ebenso wie kulinarische Ausflugsziele, etwa die Biohofkäserei Fürstenhof oder die Destillerie Franzlahof, die man natürlich einzeln oder aber im Rahmen einer der zusammengestellten Touren besuchen kann. Bei Keramikerin Ulli Zerzer kann man dann unter anderem diese Salzstreuer kaufen.

Salzstreuer von Atelier Cabuz/Ulli Zerzer, Alpendorf 32, St. Johann im Pongau, www.cabuz.at

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Koffer, Kotelett, Kokoskohle

Leben aus dem Koffer heißt es für all jene, die im Urlaub oft das Quartier wechseln. Grillen mit dem Koffer heißt es für jene, die diesen Griller am Henkel seiner Box nehmen, die wie ein Vintage-Koffer aussieht, um mit ihm den nächsten Picknickplatz oder auch nur den nächstgelegenen Tisch aufzusuchen. Die Perforierung dient dem Anfachen, soll aber auch gegen Überhitzung wirken. Der Hersteller empfiehlt übrigens für diesen Koffer Kokoskohle – 10:0 für die deutsche Sprache. Die Wortfolge briefcase coconut charcoal ist nur halb so prächtig.

Koffergrill Mon Oncle, 249 Euro, coolima.at

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Eine Überdose gefällig?

Warum wirken Aufbewahrungsbehälter oft so anziehend? Wohl, weil wir insgeheim immer versuchen, Ordnung ins Leben zu bringen. Diese Dose aus grünem Marmor könnte man im Kühlschrank vorkühlen und darin Kirschen servieren oder Cantucci darin lagern oder . . . Dose von Louise Roe, etwa bei Scandinavian Design House.

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A so a fesches Dirndl!

Jeder Neo-Induktionsherdbesitzer, der schon einmal fluchend sein erst kürzlich gekauftes teures Kochgeschirr aussortieren musste, weil es nicht induktionsfähig (ein Unwort sondergleichen) war, wird seinen geerbten alten Milchkochtopf aus Email mitsamt allen abgeschlagenen Stellen ans Herz drücken – mit dem lässt es sich schließlich auch auf einem Induktionsherd kochen. Noch nostalgischer geht es nur mit der neuen blauen Dirndl-Linie von Riess zu, in der man Buchtelteig machen und aus der man Sauermilch schlürfen will.

Emailgeschirr von Riess „Dirndl“, etwa bei Cuisinarum, Singerstraße 14, 1010 Wien

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Sandburg, Eis und Sonnenbrand

So hohe Temperaturen wie jene, bei denen die Keramikerin Renate Gellner-Bächer ihre Stücke brennt, wird zum Glück auch der heißeste Sommertag nie erreichen. Abkühlung ist in den kommenden Monaten dennoch angebracht. Etwa mit eiskalter Buttermilch, die stilecht nicht im Glas, sondern stets in gekühlten Keramikbechern serviert werden sollte. Dieses Geschirr, eine Kooperation von Renate Gellner-Bächer und der Illustratorin Kristiane Petersman, zeigt hochsommerliche Schwimmbadszenen – und hat selbst auch nichts gegen Nässe und Wärme: Es ist spülmaschinenfest.

Geschirr „Badende“, Teller oder Becher je 22 Euro. www.rgb-porzellan.at

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Bekannte Variable

„The More the Merrier“ nennt die dänische Designerin Louise Campbell diesen Kerzenleuchter. Je mehr der variablen Stahlteile man mit Verbindungselementen aus Gummi zusammensetzt und mit Kerzen bestückt, desto mehr Licht, logisch, desto mehr Großzügigkeit symbolisiert man aber auch als Gastgeber.

In Schwarz, Weiß oder Grau erhältlich, ein Set enthält sieben Kerzenhalter und sechs Verbindungselemente. Etwa 90 Euro, muuto.com

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Sunset Boulevard

Samtiges Porzellan? Ist kein Widerspruch. Porzellan kann mehr als glatt sein, das beweist allein das immer öfter erhältliche fein-raue Bisquitporzellan. Hedwig Rotter, die mit ihrem Label Mano Design und ihrer teils aus Fine Bone China gefertigten Kollektion international erfolgreich ist, spritzt die Oberfläche dieser Schalen mit gefärbtem Porzellan. In 20 Farbschattierungen erhältlich, mit Kreide beschriftbar, spülmaschinenfest.

Schalen „Shades“, 11,5 cm Durchmesser, je 36 Euro. manodesign.at

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Sommerliche Teeverwehungen

Softeisfarben – das ist in der uralten Philosophie der japanischen Teekeramik natürlich keine Kategorie. Aber diese Schalen, die der renommierte Matthias Kaiser getöpfert hat, erinnern nun einmal frappant an Pistazie und Vanille. Und auch an die Zeit, in der in Eissalons noch nicht erbsenzählerisch normierend per Kugelausstecher ausgegeben wurde, sondern großzügig per Eisspachtel – schwungvolle Stanitzelauftürmungen, fast wie Schneeverwehungen, waren die Folge. Ein ähnliches Spiel lässt Kaiser den Ton dieser zwei Teeschalen treiben.

Teeschalen von Matthias Kaiser, etwa bei Design & Art, Westbahnstr. 16, 1070. Kurs 9. 7. bis 12. 7., Refektorium Schloss Pöllau, styriansummerart.at

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Fruit Contest

Wie umgedrehte Reifröcke aus dem dritten Jahrtausend wirken diese Obstschalen des italienischen Labels Incipit. Designerin Cristina Pettenuzzo hat sie als Tafelaufsatz konzipiert, heute besser bekannt als Centerpiece.

Schalen „Bloom“ von Incipit, einzeln ab 170 Euro, incipitlab.com

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Am Haken

An Ikatmustern kann man sich noch immer nicht sattsehen. Die niederländische Designerin Mae Engelgeer setzt die traditionelle Textiltechnik bei ihren preisgekrönten Geschirrtüchern ein.

Ikat-Geschirrtuch, 20 Euro, magasinmae.com

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Eichen sollst du nicht weichen

„A solid sexy handmade board“, sagt der Hersteller Dutch Deluxes zu jedem Modell, egal welchen Formats, wie eine Mutter, die natürlich alle Kinder gleich toll findet. Das größte runde Brett mit 60 cm Durchmesser wiegt über fünf Kilo – ein wahrer Wonneproppen. Alle Bretter sind samt Griff aus Eiche gefertigt, die Oberfläche ist mit Traubenkernöl behandelt. Natürlich soll man sie nicht zu lang Nässe aussetzen, „I’m so perfect now!“, rufen die Bretter.

Eichenbretter, zwischen 49 und 149 Euro (für eine Version mit Swarovski-Kristallen), bei Zum Kochen, Theodor-Körner-Str. 37, Graz, www.zumkochen.at

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Messing, mon amour

Wie eine Liebeserklärung an das Material Messing wirken die Produkte des japanischen Labels Futagami, das von einer seit 1897 Messing verarbeitenden Manufaktur gegründet wurde. Im Buddhismus kam Messing immer schon eine besondere Bedeutung zu. Dieser Flaschenöffner ist Teil einer kleinen Serie, die in dem Wiener Concept Store Volta zu finden ist.

Flaschenöffner, 45 Euro, bei Volta, Berggasse 27, 1090 Wien.

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Sonst gibt’s Brösel

Ein bisschen erinnert dieses Brotbrett ja an Zengärten. Geht es nach Designer Shane Schneck, der das Brett für das dänische Designlabel Hay entworfen hat, ist die Analogie aber vielmehr in der Landwirtschaft zu suchen: Wie Furchen in einem Feld die ausgestreuten Samen, sollen die Rillen in diesem Brotschneidebrett die Brösel aufnehmen. Die „Field“-Bretter werden aus unbehandeltem Buchenholz gefertigt und sind in drei Formen beziehungsweise drei Furchenmustern zu haben.

Brotbrett „Field“ von Hay, 50 Euro, yoox.com

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Wer austeilt, muss auch Komplimente einstecken.

Teilen ist das neue Besitzen, sagen die Verfechter der Shared Economy. Und meinen damit eher Autos oder Bodenschleifmaschinen. Gerichte zu teilen, die für alle in der Tischmitte bereitstehen – für manche Gastronomen die Zukunft – ist für viele Gäste noch schwierig und bedeutet mehr Stress als Genuss. Oft ist diese Art des Servierens aber einfach die schönste, etwa bei Getreidesalaten, Baba Ganoush und anderen Gemüsegatschen oder Bällchen aller Art. Die Gastgeber können in Ruhe mit am Tisch sitzen – und sich in diesem Fall nicht nur Komplimente für das Essen anhören, sondern auch für das Geschirr.

Schalen „Muselet“ ab 49 Euro. incipitlab.com

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Jetzt geht’s ans Eingemachte

Marmeladegläser mit Vakuumdeckel und Schraubring – in den USA als Mason Jar bekannt – sind hierzulande selten. Bei Joseph Brot bekommt man sie als Marmeladeglas, ab und zu findet man Exemplare der Firma Leifheit in Haushaltswarengeschäften. Ein Start-up hat in einem Crowdfunding-Projekt aus den altmodischen Einmachgläsern und aus der studentischen Tradition, Cocktails in Marmeladengläsern zu mixen, den Mason Shaker gemacht. Mit einem gelochten Deckel zum Abseihen statt des dünnen Blechdeckels.

Mason Shaker, www.masonshaker.com

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Auch ein blindes Huhn findet einmal ein Horn

Sieht so der wahr gewordene Albtraum für Veganer aus? Ein Ei im Hornnest serviert, danach vielleicht ein Wild-
ragout im halben gereinigten Straußenei. Schön ist er jedenfalls, der Eierbecher samt Löffel von Thomas Petz, der die Hornmanufaktur in Wien in der fünften Generation führt. Das Material, Nebenprodukt der Fleischindustrie, kommt aus Südafrika – „österreichische Rinder haben zu kurze Hörner“.

Eierbecher, Hornmanufaktur Petz, 48  Euro, bei Kussmund, 1010 Wien.

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Ein Stanitzel fürs Pesto.

Wie viel der Stößel eines großen Mörsers wiegt, könnte man jetzt natürlich genauer nachprüfen, aber Fakt ist: Vielen ist selbst der schon zu schwer, ganz zu schweigen von der Schüssel, die es doch manchmal irgendwo herumzuheben gilt. Der handliche Mörser „Pita“ des Designstudios Incipit Lab ist deutlich kleiner. Aus Carraramarmor und in fast kindlicher Stanitzelanmutung ausgeführt, ist er für den Gebrauch bei Tisch gedacht: für Pesto à la minute.

Marmormörser „Pita“ von Incipit Lab, 74 Euro, www.incipitlab.com

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Im kleinen Holz gelagert

Ein hölzerner Weinkühler? Ja, dank einem orangefarbenen, wasserdichten Kunststoff-Inlet. Dieses Exemplar aus den 1950er-Jahren, aus Teak und ausschließlich mit Holzverbindungen gearbeitet, hört auf den Namen Kongo. Der Däne Jens Harald Quistgaard hat den Weinkühler für das US-Label Dansk Design entworfen - neben rund 2000 anderen Tisch- und Küchenkulturobjekten.

Teak-Weinkühler "Kongo" aus den 1950ern, 390 Euro, bei Designqvist, Westbahnstraße 21, 1070 Wien.

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Bitte wenden!

Vom Fleck weg kann man dieses Tablett wenden, das 1956 vom dänischen Architekten und Designer Finn Juhl entworfen wurde: Es ist zum beidseitigen Benützen gedacht, eine Laminatseite ist bei allen Versionen schwarz. Die Originale sind in Finn Juhls Haus in Kopenhagen, das heute ein Museum ist, zu finden.

Wendetablett von Finn Juhl, 145 Euro, Viennastore, Hoher Markt 5, 1010 Wien.

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So ein aufgeblasener Kerl!

Ein Designprojekt, das kräftige Lungen braucht: die Glasserie Same Same, eine Kooperation der jungen deutschen Produktdesignerin Laura Jungmann mit dem Glasmacher Cornelius Réer. Aus handelsüblichen und emblematischen Glasflaschen für Bier, Wein und Mineralwasser werden in Hand- und Mundarbeit Gefäße mit völlig neuer Anmutung wie diese tropfenförmige Karaffe aus einer Halbliterbierflasche.

Modell No1 aus der Serie Same Same, 78 Euro, samesame-shop.de

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Schwarze Reduktion

Während das Noma derzeit die für das Tokioter Pop-up angefertigte Keramik verkauft (tokyostore.noma.dk, bis 14. 2.), lässt das Berliner Designlabel The Home Project in Katalonien diese durchaus japanisch anmutenden Tea-for-one-Kannen fertigen, in der alten Reduktionsbrandtechnik, die den Ton schwarz werden lässt.

Kanne „Tea for one“, 75 Euro, store.the-home-project.com

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Wo gehobelt wird, fallen Späne

In Japan kennt man für Schnittarten von Gemüse noch mehr Wörter als bei uns, wo es nach Brunoise, Jardiniere oder Julienne auch bald wieder zu Ende ist. Hangetsugiri etwa heißen halbmondförmige Scheiben, Nejiri Ume sind Blüten. Wie man die Späne dieses – zugegeben, leicht infantilen – Karottenspitzers wohl in Japan nennt?

Gemüsespitzer und -schäler Karoto, 12 Euro, www.design-3000.de

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Torkelnd auf dem Tisch

Wenn es irgendwie sinnvoll wäre, Gläser zu knuddeln, würde man das mit diesen tun – so menschlich unbeholfen wirken sie. Tipsy heißen die Entwürfe des Designerinnenduos Loris & Livia, beschwipst scheinen sie über den Tisch zu torkeln. Aus Duralex-Glas gefertigt, sind die Gläser widerstandsfähiger, als ihr scheinbar labiler Zustand nahelegen würde. Das ist nur logisch: Betrunkenen sagt man schließlich auch nach, dass sie nach Stürzen unverletzt bleiben.

Tipsy, Zweierset 30 Euro, Mak-Shop

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Gut vernetzt

Obstschalen, Brotdosen und Aufschnittmaschinen sind vor allem in kleinen Küchen Platzfresser im Kampf um Arbeitsflächenquadratzentimeter, auf denen man eigentlich lieber Nudelteig ausrollen möchte. Zumindest optisch leichtfüßiger wird die Angelegenheit mit dieser scheinbar filigranen Schale, in der allerdings Marillen oder andere kleinere Früchte wie Kumquats nicht wirklich Halt finden.

Schale „Triangle“, verschiedene Farben, 32,80 Euro bei o.m.k., Praterstraße 16, 1020 Wien.

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Haptisch, praktisch, gut

Einblicke in das Leben von Taubblinden bietet der zurzeit in den Kinos laufende Film „Sprache des Herzens“. In der Schlosserei des Österreichischen Hilfswerks für Taubblinde und hochgradig Hör- und Sehbehinderte wiederum entstand dieser Kapselheber aus Messing (gehämmert oder glatt poliert zu haben). Vom Designteam Vandasye entworfen, ist er Teil der Produktserie Goodgoods, die vom Designbüro Dottings initiiert wurde. Katrin Radanitsch und Sofia Podreka haben geschützte Werkstätten mit Designkollegen zusammengespannt, um nachhaltige Produkte wie Bürsten, Taschen, Geschirrtücher oder Holzboxen auf den Markt zu bringen.
Flaschenöffner, 30 Euro, goodgoods.at

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Wer hat aus meinem Becherchen getrunken?

Eigentlich soll man aus diesen Schalen ja Champagner trinken. Aus allerfeinstem, fast mehr als weißem Porzellan mit verschiedenen Dekorstrukturen, innen gülden ausgegossen, laden sie aber irgendwie eher dazu ein, sich ein Nahrungsmittel genussvoll zu Gemüte zu führen, das derzeit einen schweren Stand hat: Milch. Für leidenschaftliche Milchtrinker kann ein solch edles Gefäß niemals zu viel der Ehre für den Inhalt sein: Eine gute (und ordentlich fette) Milch, wie sie etwa bei Joseph Brot verkauft wird, gehört für sie zu den größten Genüssen überhaupt. Selten war Zweckentfremden schöner.

Becher „Sip of Gold“ von Sieger by Fürstenberg, 120 Euro, bei Stamm, Petersplatz 8, 1010 Wien.

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Tamaishi-Schale

Japanische Keramik bekommt ganz langsam auch bei uns mehr Aufmerksamkeit. Schließlich werden auch die Themen Matcha (für 2015 von einer amerikanischen Food-Trendforscherin wieder einmal als „next big thing“ angekündigt), Wagashi (Süßigkeiten) und Washoku ( japanische Hausmannskost) immer präsenter. Raue japanische Keramik von vier Handwerkern aus der Stadt Yokkaichi – das Label nennt sich 4th market – verkauft das Wiener Plain-Studio, das sich auf Tischkultur aus kleinen Manufakturen spezialisiert hat. Die Schalen und Platten fallen jeweils ganz leicht unterschiedlich aus.

Tamaishi-Schale, 29 Euro, im Plain-Studio, Peter-Jordan-Str. 6, 1190 Wien. www.plain-shop.at

Mustergültiges Mahlen

Eine gute Pfeffermühle begleitet einen durchs Leben. Mühlen wie jene des Labels WauWau, gedrechselt in Österreich, mit fabelhaftem Mahlwerk aus der Schweiz. Hat man ein Exemplar auserkoren, dem man ewige Treue schwören will, begleitet einen zum Dank das Mahlgeräusch, dessen lautmalerische Transkription mit einem vielfachen sinnlichen R beginnen muss, für lange Zeit. Wie auch Kleidung, als es noch keine Modediscounter und zig Zwischensaisonen gab. Die Textildesignerin Monica Gross Meinhart, die gerade erst für die „Presse“ viel beachtete Kleider aus Zeitungspapier gefertigt hat, hat nun für eine limitierte Edition Mühlenkorpusse von WauWau mit gemusterten Vintage-Kleiderstoffen aus den 1960ern und 1970ern in Braun, Schwarz und Weiß überzogen und versiegelt. Parallel präsentiert sie ihre Wandobjekte „Portraces“ aus denselben Stoffen. Vernissage ist am 11. 12. um 18 Uhr.

Pfeffermühlen von WauWau, Limited Edition aus 20 Stück von Monica Gross Meinhart, je 155 Euro, Westbahnstr. 7, 1070 Wien. www.wauwau.at

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Terrakotta mit Drehwurm

Als der Londoner Designer Benjamin Hubert vom dänischen Tischkultur-Label Menu gefragt wurde, ob er eine Kollektion aus Vorratsbehältern entwerfen wolle, war auch Missbrauch für ihn ein Rechercheaspekt: Welche Gefäße, die ursprünglich nicht als Vorratsdosen gedacht waren, werden verwendet, weil sie intuitiv naheliegen? Auch die konkreten Bewegungsabläufe, die mit Vorratsbehältern einhergehen, etwa das Herumreichen von Keksen oder das Ausschütten von Reis, interessierten ihn. Entstanden ist nun eine Familie aus innen glasierten Terrakottagefäßen, etwa diese Kreiseldose mit Silikondeckel.

„Rotating Pot“ von Benjamin Hubert für Menu, 90 Euro, www.coolima.at

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Beste Lagerbedingungen

In Sachen Marketing hat das Gmundner Label Stillsegler noch nicht mit dem Heile-Welt-Versand Manufactum gleichgezogen, die hohe Qualität der Wohn- und Küchenaccessoires ist dennoch erkennbar. Statt wie Manufactum in blumigem Stil über das fast ausgestorbene Handwerk des Echtstrohhalmschneidens in einem deutsch-polnischen Weiler oder über einen halb blinden Papierschiffchenfalter im Schwarzwald zu informieren, gibt Stillsegler-Chef Franz Eisl nur wenige Infos und lässt die Produkte sprechen. Etwa diese Brotdose aus Steingut, in verschiedenen Farben zu haben, deren Eichendeckel man als Schneidbrett verwenden kann.

Brotdose von Stillsegler, 145 €, etwa Spiegelg. 13, 1010 Wien. stillsegler.com

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Halbe-halbe

Auch wenn der oben gezeigte Gsig und dieses janusköpfige Schneidbrett nicht eigentlich füreinander bestimmt waren, kommt man nicht umhin, eine gewisse Zusammengehörigkeit zu orten. Auf der Keramikseite kann man Gsig oder auch klebrigen Käse platzieren, auf der Holzhälfte schneidet und arrangiert man Brot. Die Designerin Lara Caffi hat es für das italienische Label knIndustrie entworfen.

Schneidbrett In-Taglio, 78 Euro, www.erresse-shop.it/de

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Unseres Glückes Schmied

Widerstand ist zwecklos. Ob luftgetrockneter Mangalitzaspeck – derzeit Michael Blanks liebstes Schneidegut –, Zwiebeln oder harte Früchte: Wenn der Messerschmied und Bildhauer die Klinge eines seiner langlebigen Messer ansetzt, bleibt kein Gewebe ganz. Mit dem Messervirus hat Blank schon so manchen Koch angesteckt, Konstantin Filippou oder Christian Domschitz etwa haben sich schon von Blank ein Messer schmieden lassen. Nur etwa 14 Messer pro Jahr entstehen in der Werkstatt im zweiten Wiener Bezirk. Derzeit reizt es Blank vor allem, Zwitter aus Outdoor- und Kochmessern zu schmieden.

Messer von Michael Blank, Preis auf Anfrage. Infos zu Schmiedekursen: www.michaelblank.at

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Schaum wird geboren

Je mehr eine Branche boomt, je mehr Spezialisierung sie erlebt, desto mehr spleenige Gadgets, wie es heißt, wollen unters Volk gebracht werden. Das ist beim Kaffee schon länger so – etwa mit dem Cold Brew System oder der nur bedingt funktionalen, aber ach so sagenhaft schicken Handhebelmaschine von ROK – und beim Bier im Kommen. Einer der jüngeren Erfindungen ist dieser batteriebetriebene und ebenfalls so sagenhaft schicke Bierschäumer. Wie Milch soll sich damit auch Bier aufplustern und zu ungeahnt feinporigem Schaum werden. Wer versucht es als Erster?

Beer Foamer von Norm Architects, etwa 36 Euro, www.menudesignshop.com

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Geschirr

Petra Lindenbauer ist eine gefragte Frau. Die Keramikerin fertigt für Restaurants und Kochbuchproduktionen jeweils eigenes Geschirr. Demnächst aktuell: Bernie Rieders neues Kochbuch „Tradition reloaded“. Manche Projekte sind noch geheim, fix ist, dass Meinrad Neunkirchner im Wiener Freyenstein im Winter mit Tellern von Lindenbauer startet. Lindenbauer hat auch schon für das Wiesergut in Hinterglemm oder für das Chalet-Dorf Priesteregg Keramik gemacht – dort kommt der neue Luxus im rustikaleren Gewand daher. Keramik von Petra Lindenbauer, www.petralindenbauer.at

(c) Hasselblad H4D

Nudelwalker aus Stein

„Rolling Pin“ ist ein Gastrobranchenmagazin, auf dessen Cover zu kommen dem Vernehmen nach das erklärte Ziel vieler Jungköche ist, noch weit vor Saucenkönnen, Butter-
bräunen und Soufflébacken. Für das Cover wird stets sehr originell posiert, mit herausfordernd heraushängender Zunge, brennendem Kochlöffel oder Steinschleuder. „Rolling Pin“ ist aber auch das englische Wort für Nudelwalker. Diese hier kommen vom dänischen Designstudio Hay, sind aus grünem Stein und dienen dem friedlichen Teigauswalken. Beherrscht man das und noch ein bisschen mehr, ist vielleicht auch einmal das Cover des „Rolling Pin“ drin.
Nudelwalker aus Stein, je 10 Euro, connox.de

(C) HAY/ Connex.at

Gelten Strudelteigregeln auch für Porzellan?

So hauchdünn sind die händisch, also nicht auf der Töpferscheibe, aufgebauten Stücke aus Limoges-Porzellan. Fast wie Papier. Oder wie Strudelteig, der ja nach altem Glauben erst dann richtig gelungen ist, wenn man eine Zeitung darunterlegen und entziffern kann. Für ihre geringe Wandstärke sind sie aber ziemlich widerstandsfähig, aus doppelt gebranntem Porzellan. Manche sind innen vergoldet, dann sind sie nicht mehr durchscheinend, strahlen aber. Und wie!

Geschirr von Andrea Baumann ab Hof in Sistrans/Tirol, im Hotel For Friends oder bei der Blickfang in Wien (von 17. bis 19. 10.)

(c) www.gerdaeichholzer.com

Die Guten ins Töpfchen

Von Alltagskeramik aus Bangladesh sollen diese Vorratsbehälter mit Gummiband inspiriert sein, gefertigt werden sie von einem Familienbetrieb in Thailand. Die Töpfe mit Löchern sollen für Knoblauch und Zwiebel dienen (dafür sind sie freilich recht klein geraten). Vor allem Cantucci und andere Ewigkekse machen sich in diesen Töpfen gut.

Vorratsbehälter bei Marco Simonis Bastei 10.

(c) Beigestellt

Steinkaffee

Seit Autos in Gatschfarben mit appetitlichen Namen wie Latte oder Cappuccino gestrichen werden, verbinden wir das Graubraun dieser French Press mit Kaffee. Eine schöne Farbe möge uns aber nie ein Kaffee serviert werden, der so aussieht. Diese Kaffeemaschine, Push Coffee Maker genannt, besteht aus Stein, nur der Deckel ist aus Kunststoff.

Push von Muuto, 90 Euro, www.muuto.com

(c) Beigestellt

Tonangebendes Kochgeschirr

Stolze Besitzer eines Induktionsherdes werden gebeten, an dieser Stelle provisorisch ein Taschentuch zu zücken. Diese form- und farbschönen Terracottatöpfe eignen sich nämlich nur für Elektroherd, Gasherd und das Backrohr. Zugegeben, die Mikrowelle listet der Hersteller auch noch als Hitzequelle auf. Aber Lehmerde und Mikrowelle das geht nicht zusammen. Passende Lektüre nach dem Motto Kunden, die xx kauften, kauften auch ist das Kochbuch Einer für alles , ab Ende September: Rezepte mit nur einem Topf.
Terra Cotto, ab 53,50 Euro, rosenthal.de

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Von der Oma abgekupfert

Dieser Tage gilt es, die letzten Sommerfrüchte oder, auf den Spuren der Sammler auf den ersten Seiten dieses Hefts, die ersten Herbstwildfrüchte in Gläser zu füllen. Zu den sagenumwobenen Vorteilen eines Kupferkessels zählt etwa die Tatsache, dass kein Gelierzucker notwendig sein soll, normaler Zucker reicht. Angeblich, weil winzige Kupferpartikel das Gelieren beschleunigen. Die breite Öffnung dient dem schnelleren Verdampfen des Fruchtsaftes. Marmeladetopf aus der Normandie, 125 Euro, biber.com

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Die Butterseite

Butterdosen sind in heutigen Kühlschränken nicht mehr selbstverständlich, die Butterziegel (wenn das böse Fett denn überhaupt zwischen Nullprozent-Joghurts zugelassen ist) werden oft lieblos zwischen Eierkartons und Gurkengläser geworfen. Manche In dustriebutter mag nichts Besseres verdient haben. Einer richtig guten (Rohmilch-)butter aber steht ein würdiger Platz zu. Etwa die Butterdosen von Sandra Haischberger aus durchgefärbtem Bisquit-Limoges-Porzellan, seit Kurzem im neuen Feine Dinge -Geschäft zu finden.

Butterdosen von Feine Dinge, je 84 Euro, Margaretenstr. 35, 1040 Wien. feinedinge.at

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Gläserne Augenweide

Fast zu schön zum Befüllen sind diese Vin tage-Karaffen aus Skandinavien, die Sandra Nalepka unter anderem auf Flohmärkten ebendort aufstöbert. Aber andererseits gerade recht, um selbst gemachten Likör aus Beeren (siehe Kostnotiz) stilecht zu servieren. Wenn Hausbar, wenn Likör, dann so. (Wenn Sie Glück haben, erwischen Sie auch noch grüne Walnüsse, die noch nicht verholzt sind, für Nusslikör. An sich gilt ja: Bis Johannis, also 24. 6., kann man sie pflücken.) Die Karaffen stammen aus den schwedischen Glasmanufakturen Orrefors, Ekenäs, Lindshammar und einer nicht identifizierten Glashütte.

Vintage-Karaffen aus Schweden, bei Designqvist, Westbahnstraße 21, 1070 Wien.

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Moment, ein Ferment!

Fröhliches Fermentieren heißt es derzeit in Spitzenküchen rund um den Globus. Die gehypte anaerobe Methode des Haltbarmachens ist freilich alles andere als neu. Seit Generationen wird in Europa Sauerkraut gemacht, werden Gurken zu vergorenen Salzgurken. Wer sich selbst im Fermentieren versuchen will, kann sich einerseits durch Sandor Katz Standardwerk The Art of Fermentation quälen oder es einfach versuchen: Gemüse, etwa kleine Karotten, in den Gärtopf legen, mit sechsprozentiger Salzlake auffüllen, Karotten beschweren (es braucht den anaeroben Zustand), Deckel nach Anweisung verschließen, etwa eine Woche warten.

Gärtopf, 10 Liter, 43 Euro, www.manufactum.de

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Wer hat Angst vor Kork?

43 g (ohne Verpackung) wiegt das Dreierset dieser Flaschenverschlüsse des französischen Designers Aur lien Barbry. Ein Leichtgewichtgeschenk für Weinfreunde. Ein Stoppel des Trios erinnert an ein Weinglas, ein anderer an die virtuellen Pins auf Google Maps und der dritte an Champignons. Aur lien Barbry hat für Norman Copenhagen auch eine umfangreichere Wine Bar -Serie entworfen, die unter anderem Tropfringe, Verschlüsse mit Ausgusstüllen und einen klassischen simplen T-Korkenzieher enthält allerdings mit Kork statt Holz als Material für den Griff.

Flaschenverschlüsse Stoppers aus Kork, Dreierset um 20 Euro bei www.connox.de

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Ab ins Körbchen!

Gast und Gastgeber in einer Person zu sein, das erlaubt das Picknick. Man trifft sich auf der Wiese und steuert Köstlichkeiten bei (und jeder bekommt es mit, wenn man knausrig nur Supermarkteigenmarken eingekauft hat).
Dieser Picknickkorb, in Portugal geflochten und in verschiedenen Dessins zu haben, erinnert an Mary Poppins Wundertasche, aus der immer wieder etwas Neues kommt.

Picknickkorb, ab 30 Euro, target="_blank" www.dawanda.com

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Bett, Brett, Tablett

Welche Säfte aus alten Apfelsorten Peter van Nahmen am Niederrhein fertigt, lesen Sie ab Seite 64. Welche Säfte Sie auf diesen Tabletts servieren, können wir natürlich nicht beeinflussen. Welche wir Ihnen nahelegen, liegt wiederum nahe.
Diese Tabletts (aus Braunesche, nicht aus Apfelholz) stammen aus dem 20. Wiener Bezirk. Tischler Anselm Schwade verkauft in seinem Geschäft Guut das Bett am Wallensteinplatz neben Betten und Möbeln wie Kommoden auch Accessoires, die eine thematische Nähe zum Bett haben. Apfelsaft kann man ja gut zum Frühstück trinken.
Tablett Blett in zwei Größen, ab 99 Euro. Bei Guut das Bett , Wallensteinpl. 3-4, 1200 Wien.

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Stoutomatisch auf den Gaumen

Der Biertrend erfordert neue Gläser, ganz klar. Man kann schließlich nicht sortenreine Elsässer-Riesling-1998-Gläser anfertigen oder Blaufränkisch-Kirschgarten-Editionen, aber Bier aus beliebigen Gläsern trinken lassen. Der Glasproduzent Spiegelau hat daher für verschiedene Biere verschiedene Trinkgefäße entworfen. Das jüngste ist dieses Stout-Glas, gemeinsam mit zwei Brauereien erarbeitet, das die typischen Aromen von geröstetem Malz, Kaffee und Schokolade tatsächlich wohlbehalten in der Nase und am Gaumen ankommen lässt. Die Gläser von Spiegelau, etwa auch ein Glas für Indian Pale Ale, sind einzeln oder im Verkostungsset erhältlich.
Stout-Glas von Spiegelau, Zweierset 13 Euro, shop-nachtmann.de

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Geliebte Goldstücke

Das Muttertagsfrühstück sieht bisweilen ein bisschen anders aus als sonst (die Küche übrigens auch). Und Mütter von kleinen Kindern wissen vermutlich, wie man sich unmissverständlich wahnsinnig über trocken gewordene Striezelscheiben mit liebevoll gemalten torkelnden Marmeladeherzen, kalten Kaffee und staubtrockenharte Eier freut. Ist ja nur einmal im Jahr. Diese Luxustasse macht alles leicht.
Premium Espresso Gold Ring Tassen von Nespresso, Zweierset um 65 Euro.

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Lebenssaft

Diesen Dekanter in Gestalt eines Blutgefäßes Ärzten zu schenken mag naheliegend sein. Aber möglicherweise wollen Ärztinnen genauso ungern in der Freizeit an Spitäler, weiße Mäntel und Blutgeruch erinnert werden wie Lehrer an Schülerschweiß, Friseure an Föhnhitze und Lektorinnen an Rechtschreibfehler. Eine genauso schlechte Idee ist es, dieses extravagante Gefäß von Etienne Meneau für jemanden vorzusehen, der kürzlich eine Operation hinter sich hatte. Im Idealfall ist man pumperlgesund und kauft ihn sich kurzerhand selbst, um noch möglichst lang gesund zu bleiben Sie wissen, der Rotwein. Dekanter Strange Carafe N 8 , 2500 Euro, strangecarafe@gmail.com

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Perfekt ist nur eine Zeitform

Die Ästhetik des Unperfekten sei das Reizvolle an dem Service von Ruth Gurvich für Nymphenburg Porzellan. Stimmt. Wir gesellen Gleiches zu Gleichem und kontern entspannt mit einem ebenso unperfekten Salat für diese große Schüssel. Und zwar ohne Schneidehilfsmittel aus dem Teleshopping, die aus schön unregelmäßig gewachsenem Wurzelgemüse zinn soldatenähnliche Stifte machen. Sondern am besten mit selbst gesammelten Wildkräutern, siehe Kostnotiz. Es wächst ja auch anderes als Brennnesseln.

Schüssel Lightscape von Nymphenburg, 579 Euro, bei Lobmeyr.

Auf dem Holzweg

Ob man über maßgefertigtes Brot (siehe Seiten 8 bis 12) verfügt oder nicht anrichten kann man es jedenfalls in dieser Vorrichtung sehr ordentlich. Die Scheiben (bloß nicht zu dick schneiden, sonst passen sie nicht für manche scheidet dieses Brotbrett spätestens hier aus) werden zwischen die Stäbe gesteckt, Marmelade, Butter oder andere Brotaufstriche kommen in die beiden Porzellanschälchen. Oder natürlich eines dieser ebenso schicken wie meist unnötigen Gourmetsalze.

Dine Toast Servierset aus Eiche, 44,90 Euro, www.design-3000.de

(c) eric

Messer, Gabel, Schere, Lichtblick

Die gourmettaugliche 5:2-Diät ist derzeit in aller Munde (das Buch dazu ist kürzlich bei GU erschienen). Fünf Tage normal essen, angeblich ohne nachzudenken, und zwei Tage kalorienreduziert. Die zwei kargeren Tage überstehen wir umso leichter, je schöner das Werkzeug ist, mit dem wir Gemüse und mageres Eiweiß zu uns nehmen: wie dieser dänische Designklassiker aus Edelstahl und Teakholz.

Besteck Fjord (1954/55) von Jens H. Quistgaard, 30 Teile, 1140 Euro, bei Designqvist, Westbahnstraße 21, 1070 Wien.

Kein Ton zu viel

Rina Menardis Schüsseln sind von jener Sorte, aus denen man nicht zu essen pflegt. Zu wertvoll, zu heikel, zu dünnhäutig, vielleicht auch zu rau, um mit dem Löffel die Innenwand entlangzuschaben. Die hauchdünnen und farbtechnisch herausragenden Tonarbeiten der Italienerin eignen sich umso besser als Aufbewahrung für essbare Preziosen: Nüsse, Früchte oder Kekse der feineren Art.

Geschirr von Rina Menardi, bei Stamm, Petersplatz 8, 1010 Wien.

Zungenbrecherzubereitung

Dieser Tage kommt Rhabarber auf den Markt, und wir bestellen uns rechtzeitig dieses Pie-Set aus Email, um Rhabarber-Pie zu machen. Und später im Jahr Heidelbeer-, Kirsch- und Kürbis-Pie. Wieder einmal werden wir uns über jene wundern, die weder Rhabarber mögen noch mit Email kochen. Teig unten, Füllung dazwischen, Teig darüber Pies sind im Kommen, sie schmecken nämlich im Gegensatz zu vielen Modetörtchen richtig nach etwas. Auf YouTube gibt es übrigens ein entzückendes selbst gezeichnetes Filmchen zu sehen, in dem neben Rhabarberkuchen auch eine Barbara, eine Bar, Barbaren und ein Barbier eine Rolle spielen.

Pie-Set von Falcon, 60 Euro, bei emaille24.de

Für Pilzköpfe

Allerorts schwirren die Massen zum Bärlauchpflücken aus und es wird Zeit, dessen 08/15-Image mit spannenden Rezepten zu begegnen, vornehmlich aus der chinesischen Küche (gehackter Bärlauch, Schweinefleisch, Sojasauce und Ingwer als unübertroffene Nudelfülle oder Sugo). Ab März heißt es aber auch Pilze ziehen, meint Manufactum und bietet diese mehrjährige Pilzbrut für Kräuterseitlinge oder Braunkappen für den eigenen Garten. Ideal sind Temperaturen um die 15 C, geerntet werden kann nach drei bis vier Monaten, nach dem ersten Sommerregen . Ein Set enthält etwa drei kg Substrat-Presslinge, Pilzbrut und eine Anleitung.

Pilzbrutset, 29 Euro, www.manufactum.de

Fishing for compliments

Der Teller für besonders motivierte Nulldiätler: Potenzielles Essen liegt vor unserer Nase, allein, man lässt uns nicht. Nämlich nicht nur aus Gründen der Enthaltsamkeit, sondern auch, weil diese als D coupage gearbeiteten Teller ohnehin nicht mit Feuchtigkeit in Berührung kommen dürften. Bei der D coupage-Technik werden dünne Papiere mit speziellen Klebern und Lacken appliziert, ähnlich wie bei der Serviettentechnik. John Derian, ein New Yorker Interior-Label, das sich alten Techniken widmet, hält unzählige Motive auf Lager, dank eines großen Archivs mit historischen Zeichnungen.

D coupage-Teller von John Derian, unzählige historische Motive, www.johnderian.com

Auf dem Präsentierteller

Vorsätze über Vorsätze. Nichts Süßes mag bei einigen für die Fastenzeit auf dem Programm stehen. Darunter würden aber die Schokoladeproduzenten und -händler leiden, die derzeit ohnehin mit den enorm gestiegenen Weltmarkt-Kakaopreisen zu kämpfen haben. Die Preiserhöhungen kann man schließlich nicht so schnell an die Konsumenten weitergeben. Unser Vorschlag lautet also: Tue Gutes und iss Schokolade. Fastenzeitgemäß in Mikroportionen, dafür aber nur die allerbeste, etwa die preisgekrönte nebenan. Diese Schoko- bzw. Keksteller unterstützen den Plan: ein Stück Süßes, wie ein Juwel präsentiert.

Teller von Matthias Kaiser, MAK-Shop, Stubenring 5, 1010 Wien.

Paniergehabe

Ein letztes Schnitzel vor der Fastenzeit, nach deppensicherer Anleitung mit diesen Tellern in Panade gehüllt. Aber man kann ja dann auch Champignons und Emmentaler darauf panieren , lautete der lakonische Kommentar eines Teammitglieds des neuen Viennastores. Champignons und Emmentaler gebacken sind bekanntlich in g standenen Wirtshäusern die Aushängeschilder der Für die schlanke Linie - oder Leicht und gesund -Seite der Speisekarte. The Viennastore ist ein neues Geschäft rund um Accessoires mit Wien-Bezug und Wien-Bücher.

Schnitzelpanierteller Dreierset um 19,90 bei The Viennastore, Herrengasse 6, 1010.

Topf Turbo

Ob Jamie Oliver uns nach seinen Büchern zur 30- und 15-Minutenküche demnächst zu noch schnellerem Kochen anregen will, wissen wir nicht. Wetten auf ein 7,5-Minuten-Kochbuch werden gern angenommen. Eine andere Art des Turbokochens ist so paradox das zunächst klingt jenes mit der Kochkiste. Diese war etwa im 1. Weltkrieg beliebt, weil man damit Energie sparte. Man erhitzt den Topfinhalt kurz auf dem Herd und bettet den Topf in die isolierte Kiste, wo das Gericht ohne Strom und ohne weitere Arbeit vor sich hin gart. Ideal für Berufstätige: Essen in der Früh kurz erhitzen, in die Kiste stellen, am Abend essen. Eigentlich sollte man auf ein Jamie s Kochkisten-Kochbuch wetten.

Garkiste der Garwerkstatt, www.garwerkstatt.tumblr.com

Her mit der Kohle

Manufactum beherrscht die Gebrauchsgegenstandspoesie vermutlich noch immer am besten, aber auch andere Händler mäßig notwendiger Dinge wissen ihre Produkte appetitlich anzupreisen. Dieser Kohlestab hört, so erfahren wir bei Monoqi, nicht nur auf den Namen Binchotan Dai, das Holz dafür stammt ausschließlich aus japanischen und koreanischen Gebirgswäldern . Die Produkte des Labels Sort of Coal paradoxerweise heißen die pechschwarzen Ergebnisse des Kokelns Weiße Holzkohle sollen Leitungswasser zu Mineralwasser machen. Zum Champagner unter den Wässern, würde Manufactum vielleicht sagen.

Kohlestab und Karaffe 75 Euro, www.monoqi.com

Schürzenjagd

Was tragen Sie, wenn Sie kochen? Ein Geschirrtuch, am Zipfel in den Halsausschnitt gestopft, als Spritzschutz für das Darunter? Oder eine dieser feschen Unterleibsschürzen, in denen man sich zwar wunderbar die Hände abwischen und auch Gästen in Würde entgegentreten kann, die aber das Oberteil nicht vor Flecken schützen? Das Modell Apron von Aiste Nesterovaite ist von Anlassmode inspiriert und spendet zwar nur bedingt Schutz, ist aber so ausgehtauglich, dass man damit zur Not auch die Berlinale besuchen kann, wenn die Brüder Roca rufen.

Aprons um 75 Euro, www.aistenesterovaite.com

Mukat-Nuss

Neben zweierlei oder dreierlei Käse je nach Region oder Weltanschauung Vacherin, Greyerzer, Emmentaler oder Appenzeller gehören auch Kirschwasser und Muskatnuss in ein Käsefondue. Ungewöhnliche Muskatreiben fertigt der deutsche Drechsler Alexander Ortlieb: Die Muskatnuss steckt man auf das Oberteil und dreht sie mit dem nötigen Druck ins ahorngefasste Mahlwerk. Die Reiben bestehen stets aus zwei verschiedenen Hölzern bei Käsefondues aus zwei Käsesorten heißt diese Zwiegestalt übrigens moiti -moiti .

Muskatreiben um 110 Euro bei Zum Kochen, Theodor-Körner-Str. 37, Graz.

Hebel mit Wirkung

Zu jedem ordentlichen Bekanntenkreis gehört jemand, der zumindest jemanden kennt, der Bierflaschen mit den Zähnen entkronkorken kann. Wir bevorzugen diesen ungleich eleganteren Schlüssel zum Biergenuss: den Flaschenöffner Crest , der wie ein Jugendstil-Tangram aussieht und sich so gut auf dem Coffeetable macht, dass er getrost Bildbände ersetzen darf. Welche Biere man damit unter anderem öffnen möge, lesen Sie auf den vorangehenden Seiten.

Flaschenöffner Crest von Fort Standard, verschiedene Versionen, www.fortstandard.com

Kochkoffer

Leben aus dem Koffer? Ja, wenn dieser so formschöne Kochutensilien enthält. Das pralle Leben, reduziert auf wenige, fast brutal archaische Werkzeuge. Mit einer Kupferkelle schöpfen wir alle Möglichkeiten an Suppen aus, mit japanischen Messern aus Damaszenerstahl schneiden wir in fremdes Fleisch, mit einem nur faustgroßen Mörser geben wir gepfefferte Antworten. Wurzeln werfen wir mit Schweizer Klingen aus der Schale. Aber unsere Hände waschen wir in Unschuld. Und mit chirurgenstählerner Seife.

Trunk Malle w. Trousseau, auch kleinere Sets, etwa nww-design.com

Entenpresse.

Ein neues altes Statussymbol für Toplokale, auf Instagram gern inszeniert: die Entenpresse. Ursprünglich presste sie Karkassen von erstickten Enten (das Blut musste erhalten bleiben) zu Saucen, neuerdings dürfen es auch Langustenköpfe oder Ananas sein.

Entenpresse, verchromt, 3470 Euro, bei Zum Kochen, Theodor-Körner-Straße 37, 8010 Graz.

(c) Beigestellt